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ESG kompakt: Neue Nachhaltigkeits-ETFs im Überblick - ETF-News
22.12.21 13:43
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Glaubt man den Aussagen der Asset Manager, feierten in den vergangenen Wochen gleich mehrere börsengehandelte Fonds Premiere, die Investoren erstmals Zugang zu bestimmten Anlagenischen oder Indices geben, so die Experten von "FONDS professionell".
FONDS professionell ONLINE stelle die Produktneuheiten vor.
Die Nachfrage nach ETFs, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen würden, sei ungebrochen hoch. In den ersten elf Monaten dieses Jahres hätten die Asset Manager mit derartigen Produkten weltweit netto rund 147 Milliarden US-Dollar (130 Milliarden Euro) eingesammelt, würden Zahlen des Londoner Analysehauses ETFGI zeigen. Damit lägen die Zuflüsse gut zwei Drittel über dem Mittelaufkommen des Gesamtjahres 2020.
Beeindruckend sei auch eine andere Zahl: Ende November hätten weltweit 371 Milliarden US-Dollar in ESG-ETFs gesteckt. Das bedeute, dass das Volumen dieses Marktsegments allein seit Jahresbeginn um fast 85 Prozent gewachsen sei.
Um die anhaltende Nachfrage zu befriedigen, würden die Anbieter eifrig weitere Produkte lancieren. FONDS professionell ONLINE stelle die ETF-Neuauflagen vor, die der Redaktion in den vergangenen Wochen gemeldet worden seien.
Neue ESG-ETFs im Schnelldurchlauf:
ETF mit islamkonformen Aktien
Han ETF und Saturna Capital hätten mit dem Saturna Al-Kawthar Global Focused Equity UCITS ETF einen "aktiv verwalteten globalen Aktien-ETF mit Fokus auf islamkonforme Aktien mit positiven ESG-Eigenschaften" lanciert, wie es in einer Pressemitteilung heiße. Saturna Capital sei eigenen Angaben zufolge der größte US-Manager von islamkonformen Vermögenswerten. "Seit mehreren Jahren fragen Investoren von außerhalb der USA, wie sie auf unsere Anlagestrategien zugreifen können, und wir freuen uns, die Gelegenheit zu haben, diesen Anlegern einen islamischen UCITS-ETF anzubieten", lasse sich Saturna-Präsidentin Jane Carten in der Mitteilung zitieren.
ESG-Aktien-ETFs auf China und Schwellenländer
Amundi habe in Zusammenarbeit mit Alliance Bernstein zwei ETFs entwickelt. Der Amundi MSCI Emerging ex-China ESG Leaders Select UCITS ETF DR und der Amundi MSCI China ESG Leaders Select UCITS ETF DR würden jeweils ein breites Aktienengagement in Schwellenländern ex China sowie in China bieten. Die ETFs, deren laufende Kosten 0,35 Prozent betragen würden, seien gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert worden. Unternehmen aus umstrittenen Branchen wie Tabak, Waffen oder Kraftwerkskohle würden ausgeschlossen. Zudem würden die Fonds einen Best-in-Class-Ansatz verfolgen: Je Sektor würden die 50 Prozent der Unternehmen mit den besten ESG-Ratings ausgewählt.
Chinas "New Economy" mit ESG-Filter
Ebenfalls auf chinesische Titel setze der Van Eck Vectors New China ESG UCITS ETF. Van Eck zufolge handele es sich dabei um "Europas ersten ETF, der unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien Zugang zu chinesischen Unternehmen aus der New Economy bietet". Der Fonds, dessen Gesamtkostenquote 0,6 Prozent betrage, bilde den Marketgrader New China ESG Index ab, der Unternehmen aus den vier Sektoren Nicht-Basiskonsumgüter, Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen und Technologie enthalte. "Der Index wählt die 100 Unternehmen mit den solidesten Fundamentaldaten aus und bewertet sie kontinuierlich anhand der vier Faktoren Wachstum, Bewertung, Rentabilität und Cashflow", heiße es in einer Pressemitteilung. Außerdem müssten die Unternehmen den regionalen Medianwert des ESG-Scores von OWL Analytics übertreffen.
Europas erster NASDAQ-ETF mit spezifischen ESG-Merkmalen
Mit dem INVESCO NASDAQ-100 ESG UCITS ETF habe INVESCO eigenen Angaben zufolge den ersten ETF in Europa aufgelegt, der Anlegern eine nachhaltige Alternative zum Leitindex der NASDAQ bieten solle. "Die Bewertung und Gewichtung der Unternehmen im Index erfolgt auf der Grundlage ihrer Geschäftsaktivitäten, ihrer Verwicklung in ESG-Kontroversen und ihrer ESG-Risikoratings von Sustainalytics", teile der Asset Manager mit. Über die ETF-Struktur könnten Investoren an der Wertentwicklung des Index partizipieren und "zugleich von einer aktiven Wahrnehmung ihrer Interessen durch das aktive Engagement unter der Leitung des globalen ESG-Teams von INVESCO profitieren", sage Gary Buxton, verantwortlich für ETF- und Indexinvestments in der EMEA-Region. Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert worden. Die laufende Gebühr betrage 0,25 Prozent im Jahr.
"Kohlenstoffarmer" Eurozonen-ETF
Mit dem neuen BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Eurozone PAB UCITS ETF (ISIN LU2194448267 / WKN A2QCJG) sollten Anleger den CO2-Fußabdruck ihres Portfolios verringern können. "Nach einem Best-in-Class-Ansatz werden 100 Unternehmen der Eurozone ausgewählt, die im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Emissionen vorbildlich sind", teile BNP Paribas AM mit. "Im Gegenzug werden Unternehmen ausgeschlossen, die in bestimmten Sektoren und ESG-Kontroversen involviert sind, sowie die in Bezug auf Soziales und Governance am schlechtesten abschneiden." Die Anlagelösung entspreche den europäischen Standards für "Paris Aligned Benchmark"-Indices. Diese würden unter anderem vorschreiben, dass die Kohlenstoffintensität des Index mindestens 50 Prozent unter der seines ursprünglichen Anlageuniversums liege.
Außerdem sei das Ziel vorgeschrieben, das Portfolio um mindestens sieben Prozent pro Jahr zu dekarbonisieren. Als ETF mit dezidiertem Nachhaltigkeitsziel sei der Fonds gemäß Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft worden. Die jährlichen Kosten würden 0,3 Prozent betragen. BNP Paribas AM habe zudem bekannt gegeben, 18 seiner ETFs auf ESG-Indices umzustellen. Damit seien nun 83 Prozent der Indexfonds des Anbieters mit 16,4 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen unter Artikel 8 oder Artikel 9 der Offenlegungsverordnung gefallen.
Klima-ETF mit österreichischem Umweltzeichen
Europas größter Vermögensverwalter habe sein Angebot nachhaltiger Investments mit dem Amundi MSCI World Climate Paris Aligned PAB Umweltzeichen UCITS ETF DR erweitert. Der Fonds bilde den MSCI World Climate Change Paris Aligned Low Carbon Select Index ab, der dem "Paris Aligned Benchmark"-Standard entspreche. Amundi zufolge handele es sich um den ersten Klima-ETF, der das österreichische Umweltzeichen trage. "Anleger können mit Klima-ETFs die Kohlenstoffintensität ihres Portfolios erheblich senken", sage Thomas Wiedemann, Leiter Amundi ETF, Indexing & Smart Beta in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Die laufenden Kosten des ETFs würden 0,25 Prozent im Jahr betragen.
"Cleaner Living"-Trend als ETF
Han ETF habe in Kooperation mit Quikro und Tematica Research den Cleaner Living ESG-S UCITS ETF aufgelegt. Dieser ETF bilde Unternehmen ab, "die auf die stark wachsenden Trends Gesundheit, Körper und Geist und Wohlbefinden setzen", heiße es in einer Pressemitteilung. "Der Wunsch nach einem saubereren und nachhaltigeren Leben wird nicht verschwinden", sage Quikro-Chef Omar ElKheshen. "Es ist klar geworden, dass diese Stimmung zu einem strukturellen Wandel in unserer Gesellschaft geführt hat und nicht nur eine kurzfristige Modeerscheinung ist. Unternehmen stellen sich darauf ein, das veränderte Konsumprofil durch neue Produkte zu erfassen."
Erster ETF auf klimafreundlichen MSCI-Rentenindex
Die Deka ergänze ihre ESG-ETF-Palette um den Deka MSCI EUR Corporates Climate Change ESG UCITS ETF (ISIN DE000ETFL599 / WKN ETFL59). Der Fonds, der gemäß Artikel 9 der Offenlegungsverordnung eingestuft worden sei, investiere in Unternehmensanleihen aus Europa und bilde Firmenangaben zufolge als weltweit erster ETF einen klimafreundlichen Rentenindex von MSCI ab. Das Anlagekonzept kombiniere "einen Nachhaltigkeitsfilter mit der systematischen Bewertung von Risiken und Chancen des Klimawandels", teile die Deka mit. Mit Hilfe eines Scoring-Modells würden Unternehmen identifiziert, die mit Blick auf ihre CO2-Emissionen über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen würden. Der Index wähle aus jeder Branche die Anleihen der Unternehmen mit den besten Scores aus und ermögliche Investoren so ein Investment in ein diversifiziertes Anleiheportfolio mit einem deutlich verminderten CO2-Fußabdruck. Die laufenden Kosten des ETFs würden 0,18 Prozent betragen.
ESG-ETF für globale Staatsanleihen
Die DWS habe ihren ersten Xtrackers-ETF aufgelegt, "bei dem Staatsanleihen auf Basis eines umfassenden Regelwerks für Umwelt- und Sozialstandards sowie für gute Regierungsführung auswählt werden", wie der Asset Manager der Deutschen Bank mitteile. Der Xtrackers ESG Global Government Bond UCITS ETF bilde den FTSE ESG Select World Government Bond Index - Developed Markets ab. "Dieser Index nutzt das etablierte ESG-Rahmenwerk von FTSE Russell für Staatsanleihen, wendet jedoch zusätzlich strengere Kriterien an, um Länder mit besseren ESG-Merkmalen höher zu gewichten und Länder mit schlechteren ESG-Merkmalen niedriger zu gewichten", heiße es in der Pressemitteilung. Der ETF ziele darauf ab, "eine verbesserte ESG-Methodologie im Vergleich zu bisherigen Indices zu bieten und gleichzeitig attraktive risikoadjustierte Renditen zu ermöglichen", sage Simon Klein, Global Head of Passive Sales. Die jährliche Pauschalgebühr betrage 0,2 Prozent.
Green-Bond-ETF mit Unternehmensanleihen
Lyxor Asset Management habe seine Palette an Green-Bond-ETFs erweitert: Mit dem Lyxor Corporate Green Bond (DR) UCITS ETF (ISIN LU2370241684 / WKN LYX9ZT) könnten Anleger auf "grüne" Unternehmensanleihen setzen. Der ETF bilde den Solactive EUR USD IG Corporate Green Bond TR Index nach. Die Gesamtkostenquote betrage 0,2 Prozent pro Jahr. Eigenen Angaben zufolge biete Lyxor nun das breiteste Angebot an Green-Bond-ETFs in Europa.
US-Anbieter erweitere europäische ETF-Palette
Der seit Dezember 2020 auf dem europäischen Markt aktive US-Anbieter Global X ETFs habe vier weitere Themenfonds lanciert - zwei davon würden auf nachhaltige Branchen setzen. Der Global X Renewable Energy Producers UCITS ETF bilde die Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Sektors ab, der Global X Clean Water UCITS ETF (ISIN IE000BWKUES1 / WKN A3CYXG) die Wasserindustrie. Die laufenden Kosten der beiden Fonds würden sich auf jeweils 0,5 Prozent belaufen. (News vom 21.12.2021) (22.12.2021/fc/n/e)
FONDS professionell ONLINE stelle die Produktneuheiten vor.
Die Nachfrage nach ETFs, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen würden, sei ungebrochen hoch. In den ersten elf Monaten dieses Jahres hätten die Asset Manager mit derartigen Produkten weltweit netto rund 147 Milliarden US-Dollar (130 Milliarden Euro) eingesammelt, würden Zahlen des Londoner Analysehauses ETFGI zeigen. Damit lägen die Zuflüsse gut zwei Drittel über dem Mittelaufkommen des Gesamtjahres 2020.
Beeindruckend sei auch eine andere Zahl: Ende November hätten weltweit 371 Milliarden US-Dollar in ESG-ETFs gesteckt. Das bedeute, dass das Volumen dieses Marktsegments allein seit Jahresbeginn um fast 85 Prozent gewachsen sei.
Um die anhaltende Nachfrage zu befriedigen, würden die Anbieter eifrig weitere Produkte lancieren. FONDS professionell ONLINE stelle die ETF-Neuauflagen vor, die der Redaktion in den vergangenen Wochen gemeldet worden seien.
Neue ESG-ETFs im Schnelldurchlauf:
ETF mit islamkonformen Aktien
Han ETF und Saturna Capital hätten mit dem Saturna Al-Kawthar Global Focused Equity UCITS ETF einen "aktiv verwalteten globalen Aktien-ETF mit Fokus auf islamkonforme Aktien mit positiven ESG-Eigenschaften" lanciert, wie es in einer Pressemitteilung heiße. Saturna Capital sei eigenen Angaben zufolge der größte US-Manager von islamkonformen Vermögenswerten. "Seit mehreren Jahren fragen Investoren von außerhalb der USA, wie sie auf unsere Anlagestrategien zugreifen können, und wir freuen uns, die Gelegenheit zu haben, diesen Anlegern einen islamischen UCITS-ETF anzubieten", lasse sich Saturna-Präsidentin Jane Carten in der Mitteilung zitieren.
ESG-Aktien-ETFs auf China und Schwellenländer
Amundi habe in Zusammenarbeit mit Alliance Bernstein zwei ETFs entwickelt. Der Amundi MSCI Emerging ex-China ESG Leaders Select UCITS ETF DR und der Amundi MSCI China ESG Leaders Select UCITS ETF DR würden jeweils ein breites Aktienengagement in Schwellenländern ex China sowie in China bieten. Die ETFs, deren laufende Kosten 0,35 Prozent betragen würden, seien gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert worden. Unternehmen aus umstrittenen Branchen wie Tabak, Waffen oder Kraftwerkskohle würden ausgeschlossen. Zudem würden die Fonds einen Best-in-Class-Ansatz verfolgen: Je Sektor würden die 50 Prozent der Unternehmen mit den besten ESG-Ratings ausgewählt.
Ebenfalls auf chinesische Titel setze der Van Eck Vectors New China ESG UCITS ETF. Van Eck zufolge handele es sich dabei um "Europas ersten ETF, der unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien Zugang zu chinesischen Unternehmen aus der New Economy bietet". Der Fonds, dessen Gesamtkostenquote 0,6 Prozent betrage, bilde den Marketgrader New China ESG Index ab, der Unternehmen aus den vier Sektoren Nicht-Basiskonsumgüter, Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen und Technologie enthalte. "Der Index wählt die 100 Unternehmen mit den solidesten Fundamentaldaten aus und bewertet sie kontinuierlich anhand der vier Faktoren Wachstum, Bewertung, Rentabilität und Cashflow", heiße es in einer Pressemitteilung. Außerdem müssten die Unternehmen den regionalen Medianwert des ESG-Scores von OWL Analytics übertreffen.
Europas erster NASDAQ-ETF mit spezifischen ESG-Merkmalen
Mit dem INVESCO NASDAQ-100 ESG UCITS ETF habe INVESCO eigenen Angaben zufolge den ersten ETF in Europa aufgelegt, der Anlegern eine nachhaltige Alternative zum Leitindex der NASDAQ bieten solle. "Die Bewertung und Gewichtung der Unternehmen im Index erfolgt auf der Grundlage ihrer Geschäftsaktivitäten, ihrer Verwicklung in ESG-Kontroversen und ihrer ESG-Risikoratings von Sustainalytics", teile der Asset Manager mit. Über die ETF-Struktur könnten Investoren an der Wertentwicklung des Index partizipieren und "zugleich von einer aktiven Wahrnehmung ihrer Interessen durch das aktive Engagement unter der Leitung des globalen ESG-Teams von INVESCO profitieren", sage Gary Buxton, verantwortlich für ETF- und Indexinvestments in der EMEA-Region. Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert worden. Die laufende Gebühr betrage 0,25 Prozent im Jahr.
"Kohlenstoffarmer" Eurozonen-ETF
Mit dem neuen BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Eurozone PAB UCITS ETF (ISIN LU2194448267 / WKN A2QCJG) sollten Anleger den CO2-Fußabdruck ihres Portfolios verringern können. "Nach einem Best-in-Class-Ansatz werden 100 Unternehmen der Eurozone ausgewählt, die im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Emissionen vorbildlich sind", teile BNP Paribas AM mit. "Im Gegenzug werden Unternehmen ausgeschlossen, die in bestimmten Sektoren und ESG-Kontroversen involviert sind, sowie die in Bezug auf Soziales und Governance am schlechtesten abschneiden." Die Anlagelösung entspreche den europäischen Standards für "Paris Aligned Benchmark"-Indices. Diese würden unter anderem vorschreiben, dass die Kohlenstoffintensität des Index mindestens 50 Prozent unter der seines ursprünglichen Anlageuniversums liege.
Außerdem sei das Ziel vorgeschrieben, das Portfolio um mindestens sieben Prozent pro Jahr zu dekarbonisieren. Als ETF mit dezidiertem Nachhaltigkeitsziel sei der Fonds gemäß Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft worden. Die jährlichen Kosten würden 0,3 Prozent betragen. BNP Paribas AM habe zudem bekannt gegeben, 18 seiner ETFs auf ESG-Indices umzustellen. Damit seien nun 83 Prozent der Indexfonds des Anbieters mit 16,4 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen unter Artikel 8 oder Artikel 9 der Offenlegungsverordnung gefallen.
Klima-ETF mit österreichischem Umweltzeichen
Europas größter Vermögensverwalter habe sein Angebot nachhaltiger Investments mit dem Amundi MSCI World Climate Paris Aligned PAB Umweltzeichen UCITS ETF DR erweitert. Der Fonds bilde den MSCI World Climate Change Paris Aligned Low Carbon Select Index ab, der dem "Paris Aligned Benchmark"-Standard entspreche. Amundi zufolge handele es sich um den ersten Klima-ETF, der das österreichische Umweltzeichen trage. "Anleger können mit Klima-ETFs die Kohlenstoffintensität ihres Portfolios erheblich senken", sage Thomas Wiedemann, Leiter Amundi ETF, Indexing & Smart Beta in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Die laufenden Kosten des ETFs würden 0,25 Prozent im Jahr betragen.
"Cleaner Living"-Trend als ETF
Han ETF habe in Kooperation mit Quikro und Tematica Research den Cleaner Living ESG-S UCITS ETF aufgelegt. Dieser ETF bilde Unternehmen ab, "die auf die stark wachsenden Trends Gesundheit, Körper und Geist und Wohlbefinden setzen", heiße es in einer Pressemitteilung. "Der Wunsch nach einem saubereren und nachhaltigeren Leben wird nicht verschwinden", sage Quikro-Chef Omar ElKheshen. "Es ist klar geworden, dass diese Stimmung zu einem strukturellen Wandel in unserer Gesellschaft geführt hat und nicht nur eine kurzfristige Modeerscheinung ist. Unternehmen stellen sich darauf ein, das veränderte Konsumprofil durch neue Produkte zu erfassen."
Erster ETF auf klimafreundlichen MSCI-Rentenindex
Die Deka ergänze ihre ESG-ETF-Palette um den Deka MSCI EUR Corporates Climate Change ESG UCITS ETF (ISIN DE000ETFL599 / WKN ETFL59). Der Fonds, der gemäß Artikel 9 der Offenlegungsverordnung eingestuft worden sei, investiere in Unternehmensanleihen aus Europa und bilde Firmenangaben zufolge als weltweit erster ETF einen klimafreundlichen Rentenindex von MSCI ab. Das Anlagekonzept kombiniere "einen Nachhaltigkeitsfilter mit der systematischen Bewertung von Risiken und Chancen des Klimawandels", teile die Deka mit. Mit Hilfe eines Scoring-Modells würden Unternehmen identifiziert, die mit Blick auf ihre CO2-Emissionen über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen würden. Der Index wähle aus jeder Branche die Anleihen der Unternehmen mit den besten Scores aus und ermögliche Investoren so ein Investment in ein diversifiziertes Anleiheportfolio mit einem deutlich verminderten CO2-Fußabdruck. Die laufenden Kosten des ETFs würden 0,18 Prozent betragen.
ESG-ETF für globale Staatsanleihen
Die DWS habe ihren ersten Xtrackers-ETF aufgelegt, "bei dem Staatsanleihen auf Basis eines umfassenden Regelwerks für Umwelt- und Sozialstandards sowie für gute Regierungsführung auswählt werden", wie der Asset Manager der Deutschen Bank mitteile. Der Xtrackers ESG Global Government Bond UCITS ETF bilde den FTSE ESG Select World Government Bond Index - Developed Markets ab. "Dieser Index nutzt das etablierte ESG-Rahmenwerk von FTSE Russell für Staatsanleihen, wendet jedoch zusätzlich strengere Kriterien an, um Länder mit besseren ESG-Merkmalen höher zu gewichten und Länder mit schlechteren ESG-Merkmalen niedriger zu gewichten", heiße es in der Pressemitteilung. Der ETF ziele darauf ab, "eine verbesserte ESG-Methodologie im Vergleich zu bisherigen Indices zu bieten und gleichzeitig attraktive risikoadjustierte Renditen zu ermöglichen", sage Simon Klein, Global Head of Passive Sales. Die jährliche Pauschalgebühr betrage 0,2 Prozent.
Green-Bond-ETF mit Unternehmensanleihen
Lyxor Asset Management habe seine Palette an Green-Bond-ETFs erweitert: Mit dem Lyxor Corporate Green Bond (DR) UCITS ETF (ISIN LU2370241684 / WKN LYX9ZT) könnten Anleger auf "grüne" Unternehmensanleihen setzen. Der ETF bilde den Solactive EUR USD IG Corporate Green Bond TR Index nach. Die Gesamtkostenquote betrage 0,2 Prozent pro Jahr. Eigenen Angaben zufolge biete Lyxor nun das breiteste Angebot an Green-Bond-ETFs in Europa.
US-Anbieter erweitere europäische ETF-Palette
Der seit Dezember 2020 auf dem europäischen Markt aktive US-Anbieter Global X ETFs habe vier weitere Themenfonds lanciert - zwei davon würden auf nachhaltige Branchen setzen. Der Global X Renewable Energy Producers UCITS ETF bilde die Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Sektors ab, der Global X Clean Water UCITS ETF (ISIN IE000BWKUES1 / WKN A3CYXG) die Wasserindustrie. Die laufenden Kosten der beiden Fonds würden sich auf jeweils 0,5 Prozent belaufen. (News vom 21.12.2021) (22.12.2021/fc/n/e)
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