Fondsneuheiten im Februar: Die Mischung macht's - Fondsnews


17.03.15 14:52
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die in- und ausländischen Fondsgesellschaften haben im Februar gleich zwölf neue Produkte auf den Markt gebracht - je drei Anleihen-, Aktien-, Misch- und Indexfonds, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Contrarians unter den Anlegern würden entgegen der allgemeinen Marktstimmung handeln und in Aktien investieren, die sonst kaum jemand haben wolle. Ein Ansatz, der gerade im momentanen Umfeld hoher Bewertungen chancenreich sei - jedoch auch Verlustrisiken berge, so Ferdinand Haas, Co-Head of Active Investments bei der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM). Denn nicht jede Aktie sei nach einem Kurssturz auch tatsächlich falsch gepreist und verfüge damit über Erholungspotenzial.

Mit dem Deutsche Invest II Global Contra Strategy biete die Deutsche AWM nun einen Fonds an, der die Chancen des Contrarian-Ansatzes nutzen und gleichzeitig solche Fehleinschätzungen vermeiden solle. Es sei laut Deutsche AWM der erste Contrarian-Aktienfonds mit quantitativ-rationalem Investmentansatz am deutschen Markt. "Contrarian-Investing ist eine potenziell besonders renditestarke Investmentphilosophie. Allerdings weist sie ohne einen risikoorientierten Prozess eine sehr hohe Volatilität auf", ergänze Haas.

Das der Aktienauswahl zugrunde liegende Modell stamme von Sal. Oppenheim, der Quant-Boutique innerhalb der Deutschen AWM. "Unsere 'Maschine' erfasst die Fundamentaldaten von weltweit mehr als 6.000 Unternehmen, prognostiziert auf Basis von 200 dynamisch gewichteten Faktoren die künftigen Gewinne und siebt so die erfolgversprechendsten abgestraften Aktien aus", sage Irina Sidorovitch, die den Fonds zusammen mit Cord Brannolte manage.

Neben dem Deutsche Invest II Global Contra Strategy seien im Februar noch eine Handvoll weiterer interessanter Fondsprodukte zum öffentlichen Vertrieb zugelassen worden - darunter zwei High-Yield-Fonds, ein globaler Rentenfonds, drei Mischfonds und zwei weitere Aktienfonds, wovon einer in Indien, der andere in Dividendentitel aus dem Euroraum investiere. Daneben würden sich auch eine Reihe durchaus interessanter ETFs in der Liste der Fondsneuheiten finden.

Der französische Indexanbieter Lyxor Asset Management habe eine währungsgesicherte ETF-Anteilsklasse auf den JPX-Nikkei 400-Index aufgelegt. Der Lyxor UCITS ETF JPX-Nikkei 400 Daily Hedged C-EUR notiere seit 2. Februar 2015 an der Euronext Paris.

Die Euro-gesicherte Anteilsklasse biete einen täglichen Währungsabsicherungsmechanismus. Der JPX-Nikkei 400-Index gelte laut Lyxor als Referenzbenchmark für den japanischen Markt. Die darin enthaltenen Aktien würden vorrangig nach ihrer Eigenkapitalrendite und den Betriebsergebnissen ausgewählt. Dabei würden Unternehmen bevorzugt, die in Bezug auf Unternehmensführung und Transparenz herausragende Standards erfüllen würden.

Die Gesamtkostenquote der EUR-währungsgesicherten Anteilsklasse betrage 0,25 Prozent per annum.

JAR Capital Wealth Management, ein Londoner Spezialist für europäische Hochzinsanleihen, und Universal-Investment würden zusammen einen neuen Fonds starten, den JAR Sustainable Income UI. Der Absolute-Return-Fonds investiere in Hochzinsanleihen etablierter Unternehmen, die ihren Umsatz primär in Europa erzielen würden. Das Ziel des Fonds sei es, langfristig eine hohe und stabile Rendite zu erzielen. Dies solle auch durch eine breite Risikostreuung erreicht werden. Fester Bestandteil der Anlagestrategie seien auch soziale, ethische und ökologische Nachhaltigkeitskriterien.

"Durch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit können Defizite wie zum Beispiel eine mangelhafte Transparenz oder ein ineffizienter Ressourcenverbrauch in vielen Fällen beseitigt werden, was langfristig die Finanzsituation und die Liquidität der Unternehmen verbessert und sich so auch positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirkt", so Fondsmanager Kerrin Tansley.

GAM habe mit dem GAM Star India Equity (ISIN IE00BTFRMY61 / WKN A14NQU) einen Fonds für indische Aktien lanciert. Der Fonds werde von New Horizon, einer führenden Investmentgesellschaft mit Sitz in Mumbai unter der Leitung von Madhav Bhatkuly, verwaltet. Kapitalerhaltung und -wachstum würden durch die Anlage in ein fokussiertes Portfolio börsennotierter indischer Unternehmen angestrebt, die mit einem Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren ausgewählt würden.

New Horizon bestehe aus einem Team von vier Investmentexperten, die zusammen über mehr als 60 Jahre Anlageerfahrung verfügen würden. Das im Jahr 2007 von Madhav Bhatkuly gegründete Team betreue inzwischen ein Vermögen von über 500 Millionen US-Dollar. Der Fonds verfolge einen Bottom-up-Anlageprozess, der sich auf eine umfassende Unternehmensanalyse und die konsequente Umsetzung eigener Anlageideen konzentriere. Das Team mache signifikant unterbewertete, gut geführte Qualitätsunternehmen in soliden Branchen ausfindig.

Mit dem Oddo Bonds Target 2018 (ISIN FR0011844109 / WKN A1188N) habe der französische Vermögensverwalter Oddo Asset Management einen neuen Rentenlaufzeitfonds auf den deutschen Markt gebracht, der am 31. Dezember 2018 zurückgezahlt werden solle. Anlageschwerpunkt seien Hochzinsanleihen von Unternehmen, die maximal sechs Monate nach dem Rückzahlungstermin fällig werden dürften. Zum Ende der Zeichnungsfrist am 30. April 2015 strebe das Fondsmanagement um Alain Krief, Head of Fixed Income bei Oddo Asset Management, eine anfängliche jährliche Durchschnittsrendite von fünf Prozent vor Kosten an.

Der regionale Fokus solle auf Papieren europäischer Emittenten liegen, die mindestens 50 Prozent des Fondsvermögens ausmachen sollten. Die verbleibenden Mittel sollten auf Schuldtitel aus den Emerging Markets, Amerika und Asien entfallen. Das Währungsrisiko solle bei diesen Anleihen abgesichert werden. Durch Einnahmen aus der Wertpapierleihe oder die Aufnahme von Krediten könne das Fondsvolumen auf bis zu 150 Prozent gehebelt werden. Diese zusätzlichen Mittel dürften ausschließlich in europäische Staatsanleihen mit Investment Grade angelegt werden.

Die Contrarians unter den Anlegern würden entgegen der allgemeinen Marktstimmung handeln und in Aktien investieren, die sonst kaum jemand haben wolle. Ein Ansatz, der jedoch Verlustrisiken berge. Denn nicht jede Aktie sei nach einem Kurssturz auch tatsächlich falsch gepreist und verfüge damit über Erholungspotenzial. Mit dem Deutsche Invest II Global Contra Strategy biete die Deutsche Asset & Wealth Management einen Fonds an, der die Chancen des Contrarian-Ansatzes nutzen und gleichzeitig solche Fehleinschätzungen vermeiden möchte. Er sei der erste Contrarian-Aktienfonds mit quantitativ-rationalem Investmentansatz am deutschen Markt.

"Contrarian-Investing ist eine potenziell besonders renditestarke Investmentphilosophie. Allerdings weist sie ohne einen risikoorientierten Prozess eine sehr hohe Volatilität auf", sage Ferdinand Haas, Co-Head of Active Investments bei der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM). Das der Aktienauswahl zugrunde liegende Modell stamme von Sal. Oppenheim, der Quant-Boutique innerhalb der Deutschen AWM.

Die Fondsgesellschaft LBBW Asset Management öffne den LBBW Dividenden Strategie Small & MidCaps für Privatanleger. Über die neue Retail-Tranche hätten nun auch private Anleger Zugang zu der aktiv verwalteten Strategie, die in Nebenwerte mit einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik aus dem Euro-Raum investiere.

"Die aktuellen Dividendenrenditen sind relativ zum Zinsniveau historisch hoch, der niedrige Verschuldungsgrad vieler europäische Nebenwerte signalisiert zudem weiterhin gute Dividendenperspektiven", betone Holger Stremme, Portfoliomanager des LBBW Dividenden Strategie Small & MidCaps. Im Segment der Nebenwerte bilde Stremme derzeit drei große Anlageschwerpunkte in seinem Portfolio ab.

Zum einen investiere er in so genannte "Hidden Champions", also Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen in Nischenmärkten Europa- oder sogar Weltmarktführer seien. Zum anderen lege Stremme den Fokus auf den deutschen Mittelstand mit Investments wie zum Beispiel in den Fotoservice-Spezialisten Cewe. Ein weiteres Auswahlkriterium sei für Stremme die Attraktivität auf dem Markt für Merger & Acquisition.

Passend zum derzeitigen Niedrigzinsumfeld lege Lyxor einen ETF auf variabel verzinsliche Schuldverschreibungen (oder Floating-Rate-Notes, kurz "FRN") auf. Dieser ETF biete Anlegern eine alternative, kurzfristige Investmentmöglichkeit mit einer den 3-Monats-EURIBOR übersteigenden, positiven Rendite. Das Ziel des ETFs sei es, den Barclays Euro Corporate FRN 0-7Y Enhanced Duration Index 1 zu 1 abzubilden. Die Gesamtkostenquote betrage 0,10 Prozent per annum.

Der aus Floating-Rate-Notes bestehende Index ermögliche Anlegern eine Partizipation an Kreditrisikoprämien von Unternehmensemittenten über eine große Bandbreite an Laufzeiten von null bis sieben Jahren, entsprechend sei der Anleger auch dem Kreditrisiko der Unternehmen ausgesetzt. Gleichzeitig würden diese Anleihen eine geringe Sensitivität in Bezug auf Veränderungen der langfristigen Zinsen aufweisen.

Union Investment habe den UniInstitutional Global Bonds Select aufgelegt. Der Publikumsfonds investiere weltweit in Unternehmens-, Staats- und Wandelanleihen. Das Anlageuniversum umfasse Anleihen globaler Industrie- und Finanzunternehmen sowie Staats- und Wandelanleihen aller Währungen. Die Gewichtung dieser Anlageklassen erfolge in Abhängigkeit vom aktuellen konjunkturellen Umfeld.

Anlageziel sei, unabhängig von einer Benchmark möglichst attraktive absolute Renditen zu erwirtschaften. Auf Gesamtfondsebene müsse das Durchschnittsrating mindestens BBB- betragen. Hochzinsanleihen dürften maximal 25 Prozent des Fondsvolumens ausmachen. Das Investment in Unternehmens- und Wandelanleihen erfolge dabei in der Regel über Zielfonds, in Staatsanleihen dagegen direkt.

"Wir steuern die relative Gewichtung der Anlageklassen dynamisch in Abhängigkeit von der aktuellen Konjunkturentwicklung. Grundlage ist unser so genannter Zyklus-Navigator, der acht konjunkturelle Phasen unterscheidet. Dies ist entscheidend, um im herrschenden Niedrigzinsumfeld aktiv Zusatzerträge zu erzielen", erläutere Portfoliomanager Sebastian Rohm.

Apo Asset habe nach eigenen Angaben den europaweit ersten Mischfonds für den globalen Gesundheitsmarkt lanciert: Der Apo Medical Balance investiere weltweit in Aktien und Anleihen von Gesundheits-Unternehmen, wie die Fondsgesellschaft, eine gemeinsame Beteiligung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der Deutschen Ärzteversicherung, in einer Pressemitteilung schreibe. Der in Düsseldorf ansässige Asset Manager verwalte insgesamt 14 Investmentfonds. Zu dem Produktangebot würden ferner zwei Zertifikate zählen.

Mit einem neuen börsengehandelten Indexfonds der Deka könnten Anleger jetzt gezielt in die Länder Europas investieren, die nicht zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EMU) gehören würden. Der dem Deka MSCI Europe ex EMU UCITS ETF zugrundeliegende Index setze sich aus 200 Unternehmen zusammen, die zu mehr als der Hälfte aus dem Vereinigten Königreich und zu rund einem Viertel aus der Schweiz kommen würden, die restlichen Werte würden aus Schweden, Dänemark und Norwegen stammen.

Diese geografische Aufteilung führe im MSCI Europe ex EMU zu einer vergleichsweise hohen Gewichtung von Energie-, Rohstoff-, Konsumgüter- und Pharmawerten. Gerade Unternehmen aus den ersten drei Branchen dürften von einer anziehenden Weltkonjunktur stark profitieren. Außerdem sollte sich die Währungsentwicklung des Britischen Pfund und des Schweizer Franken gegenüber dem Euro positiv auf die Rendite des ETF auswirken.

Die green benefit AG eröffne Anlegern neue Wege, in das Themenfeld Nachhaltigkeit zu investieren. Hierzu sei am 25. Februar 2015 der green benefit Nachhaltigkeit Plus (ISIN LU1136260384 / WKN A12EXH) aufgelegt worden. Zum globalen Anlageuniversum würden solche Aktien und Anleihen zählen, die in einer globalen Betrachtung nach ökologischen, ethischen und sozialen Aspekten messbare Mehrwerte für breite Bevölkerungsschichten generieren würden. Der Ansatz mit der Leitlinie einer strategischen Betrachtung der Welt von Morgen unter sozioökonomischen Aspekten biete ein breites Spektrum bei Branchen und Zielunternehmen.

Zum konkreten Anlageuniversum des green benefit Nachhaltigkeit Plus würden unter anderem Energieeffizienz, Smart Grids, innovative Antriebs-, Energiespeicher- und Transportsysteme, die Substitution von fossilen Roh- und Brennstoffen durch nachwachsende Rohstoffe oder erneuerbare Energien sowie die biologische Nahrungsmittelerzeugung zählen.

Mars Asset Management und Universal-Investment würden den Mischfonds Mars 10 UI mit einer neuen Anlageklasse nun auch für Privatanleger öffnen. Bislang habe der im Sommer 2013 gestartete Fonds nur Großanlegern offen gestanden. Seit dem Fondsstart sei das Volumen bereits auf rund 50 Millionen Euro gestiegen, die Wertentwicklung habe in diesem Zeitraum rund 14 Prozent betragen (per 18.02.2015). "Wir freuen uns, dass wir mit der neuen Anteilklasse P nun auch Privatkunden unsere bewährte Mars-10-Strategie anbieten können, die sich bei unseren institutionellen Investoren bewährt hat", sage Jens Kummer, Fondsmanager und einer der Gründer von Mars Asset Management.

Mars stehe für Multi-Asset Absolute Return Strategie. Die Strategie erziele ein asymmetrisches Rendite-Risiko-Profil durch dynamische Allokation aussichtsreicher Anlageklassen. Bei der Mars-10-Strategie sei es das Anlageziel, zwischenzeitliche Kursrückschläge auf zehn Prozent zu limitieren und gleichzeitig an positiven Marktentwicklungen teilzuhaben. Der Ansatz verfüge über sehr hohe Freiheitsgrade, die in der Vergangenheit auch genutzt worden seien. Deshalb könne beispielsweise die Aktienquote je nach Marktphase zwischen null und 100 Prozent betragen. (17.03.2015/fc/n/n)





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