Erweiterte Funktionen

Fondsvermögen: Wie die österreichischen KAGen 2022 bisher gemeistert haben - Fondsnews


04.08.22 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nach dem Rekordjahr 2021 blickt die österreichische Fondsbranche auf ein schwieriges erstes Halbjahr 2022 zurück: Das verwaltete Vermögen sank um 13 Prozent auf 191 Milliarden Euro, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Redaktion habe sich genau angesehen, wie sich die zehn größten Player in dem schwierigen Marktumfeld geschlagen hätten.

Der Ukraine-Krieg und die dadurch ausgelöste Energiekrise habe auch bei den österreichischen Fondsgesellschaften zu hohen Einbußen geführt. Laut der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) sei das hierzulande verwaltete Fondsvolumen seit Jahresbeginn 2022 um 12,8 Prozent auf 190,7 Milliarden Euro gesunken. Damit sei das Rekordjahr 2021, als das verwaltete Vermögen um 14 Prozent auf knapp 219 Milliarden Euro gestiegen sei, beinahe wieder zunichte gemacht.

Der Rückgang des Fondsvolumens sei auf die Börsenentwicklung zurückzuführen, so die VÖIG. Denn die Anleger seien weiter investiert geblieben. Die Nettomittelzuflüsse hätten immerhin 47,5 Millionen Euro betragen, wobei Profianleger 429 Millionen Euro abgezogen und Privatanleger für 477 Millionen Euro zugekauft hätten. Von den Höchstwerten im abgelaufenen Jahr 2021 sei man damit aber dennoch weit entfernt: In Summe hätten Profianleger 2021 4,3 Milliarden Euro und Privatanleger 9,9 Milliarden Euro in österreichische Portfolios gesteckt.

Wie hätten sich die großen österreichischen Fondsgesellschaften im ersten Halbjahr 2022 entwickelt?

IQAM Invest
Bei der IQAM Invest sei das verwaltete Fondsvolumen gegenüber dem Jahresende 2021 um 8,24 Prozent auf 6,71 Milliarden Euro gesunken. Die Salzburger seien mit einem Marktanteil von 3,52 Prozent weiterhin die zehntgrößte österreichische Fondsgesellschaft.

Allianz Invest
In Wien habe die Allianz Invest im ersten Semester 2022 ein Minus des Fondsvermögens von mehr als zwei Milliarden Euro verzeichnet. Die verwalteten Assets seien damit um 17,14 Prozent auf 9,71 Milliarden Euro gesunken.

Masterinvest
Das Volumen der Masterinvest sei um 952 Millionen Euro auf 9,91 Milliarden Euro geschrumpft - ein Minus von 8,76 Prozent. Damit verbessere sich das Fondshaus mit einem Marktanteil von 5,20 Prozent um einen Platz unter den größten österreichischen Investmentgesellschaften.

Gutmann KAG
Die Gutmann KAG, die im Jahresverlauf bei ihrem verwalteten Vermögen ein Minus von 1,14 Milliarden Euro auf 10,21 Milliarden Euro verzeichnet habe, habe sich unter den größten österreichischen Fondshäusern ebenfalls um einen Platz verbessert. Am Fondsvermögen der KAGen sei das Fondshaus damit mit 5,35 Prozent beteiligt.

LLB Invest
Die Assets der LLB Invest seien in den vergangenen sechs Monaten um 8,47 Prozent auf ein Fondsvermögen von elf Milliarden Euro zurückgegangen. Damit habe der Asset Manager im Rennen der größten österreichischen KAGen seinen Platz sechs halten können.

3 Banken-Generali
Die 3 Banken-Generali zähle weiterhin zu den fünf größten KAGen Österreichs. Das Fondshaus habe im ersten Semester beim verwalteten Vermögen ein Minus von 11,39 Prozent auf 11,10 Milliarden Euro verzeichnet. Der Marktanteil betrage damit 5,82 Prozent.

Kepler-Fonds
Die Kepler-Fonds KAG habe Mitte 2022 15,70 Milliarden Euro verwaltet. Gegenüber dem Jahresende 2021 sei das ein Minus von 2,67 Milliarden Euro. Das Unternehmen aus Linz bleibe damit das viertgrößte Fondshaus Österreichs.

Amundi Austria
Das Fondsvermögen der Amundi Austria habe in den ersten sechs Monaten des Jahres ebenfalls Abflüsse verzeichnet: Hier seien die Assets um 2,57 Milliarden Euro gesunken - ein Minus von 10,10 Prozent. Damit steuere der Österreich-Ableger der französischen Amundi 11,98 Prozent zum österreichischen Fondsvermögen bei.

Raiffeisen KAG
Mit einem Minus beende auch die Raiffeisen KAG das erste Semester 2022. Das Fondsvermögen habe sich um 14,97 Prozent reduziert, was einem Minus von 6,69 Milliarden Euro entspreche. Damit verwalte die Investmentgesellschaft per Juni 2022 38 Milliarden Euro.

Erste AM
Die Erste Asset Management stelle mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 20,98 Prozent weiterhin den größten Asset Manager hierzulande. Das Minus im ersten Semester 2022 habe 7,67 Milliarden Euro - oder 16,09 Prozent betragen. (04.08.2022/fc/n/s)