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Globale Aktienfonds: Die Favoriten der Investmentprofis - Fondsnews
16.02.24 16:22
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Welche Produkte, die weltweit in Aktien anlegen, empfehlen Fondsexperten ihren Kunden derzeit, fragen die Experten von "FONDS professionell".
FONDS professionell ONLINE habe Vermögensverwalter und Finanzberater gebeten, ihren Favoriten zu nennen und die Wahl kurz zu begründen.
Weltweit in Aktien anlegende Fonds, die um die Gunst der Anleger buhlen würden, gebe es en masse. Keine andere Fondskategorie umfasse beispielsweise im monatlich erscheinenden FONDS professionell Fondsbarometer mehr Produkte.
Umso schwieriger sei es, einen bestimmten globalen Aktienfonds als persönliche Empfehlung herauszupicken. 13 Vermögensverwalter und Finanzberater hätten genau dies für FONDS professionell ONLINE getan - sie würden verraten, warum welches Produkt ihr aktueller Favorit in dieser Gruppe sei.
Diese globalen Aktienfonds seien die Favoriten der befragten Vermögensverwalter und Finanzberater:
Hohe Überzeugung: Guinness Global Innovators
Von Stefan Hölscher, Gesellschafter-Geschäftsführer, Stubenrauch + Hölscher Fondsberatung, Hannover
Wer bei dem Namen Guinness immer noch ausschließlich an Bier denke, sollte sich ebenso mit dem weltweit anlegenden Innovators-Fonds von der gleichnamigen Fondsgesellschaft beschäftigen. Die Strategie für den Guinness Global Innovators werde bereits seit 2009 von Ian Mortimer und Matthew Page erfolgreich gemanagt. Die Auflage des Ucits-Fonds sei 2014 gefolgt.
Der Ansatz sei wachstumsgetrieben. Im Portfolio würden sich nur 30 Unternehmen befinden, sodass von Seiten des Managements eine hohe Überzeugung für jeden einzelnen Wert da sei. Dafür sei ein visibles, profitables und langfristiges Wachstum erforderlich. Die Qualitätskriterien würden unter anderem starke Bilanzkennzahlen beinhalten. Eine Besonderheit stelle die Gleichgewichtung der einzelnen Positionen dar, die durch den Effekt der regelmäßigen Rebalancierung für einen Mehrwert sorge. Zum Investieren seien neun Kernthemen identifiziert worden, die nach Ansicht des Managements am meisten Innovationen hervorbringen würden. Diese würden jährlich überprüft.
Mit diesem Ansatz schaffe es der Fonds, sich innerhalb seiner Vergleichsgruppe über fast alle Zeiträume im ersten Quartil zu platzieren. Für Anleger, die einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren gehabt hätten, habe es seit Auflage nicht nur immer ein positives Ergebnis, sondern auch immer ein besseres Ergebnis als der MSCI World gegeben.
Differenzierter Ansatz: Fidelity Active Strategy - FAST Global Fund
Von Ingo Kürpick, Geschäftsführer, Wachstum und Value Finanzportfolioverwaltung (WuV), Frankfurt
Die Stärke des FAST Global bestehe darin, dass er enorme Diversifikationsvorteile für ein Portfolio bringen könne gegenüber globalen Mainstream-Managern. Gleichzeitig habe der imponierende Fondsmanager Dmitry Solomakhin über nun mehr als zehn Jahre bewiesen, dass er mit seinem differenzierten Ansatz in der Lage sei, die globalen Aktienmärkte und Peers langfristig zu schlagen.
Der Fonds verfolge einen Contrarian-Value-Ansatz und hebe sich damit deutlich von der Masse der Fonds ab. Auf der Long-Seite investiere er in unbeliebte Firmen, die sich zumeist in einem deutlichen Abwärtstrend befinden würden, wenn die Position eingegangen werde. Investiert werde aber nur nach sorgfältiger Analyse, denn laut Fondsmanager hätten die meisten dieser korrigierenden Unternehmen kein langfristiges Potenzial. Wenn der Manager aber auf lange Sicht ein großes Potenzial unter anderem durch eine Kehrtwende in der Unternehmensführung oder den geschäftlichen Aktivitäten sehe, dann greife er zu.
Gleichzeitig habe er die Möglichkeit, bis zu 30 Prozent Short-Positionen einzugehen, wobei die Netto-Allokation des Fonds nahe 100 Prozent sei. Kandidaten hierfür seien zum Beispiel strukturell beeinträchtigte Firmen, deren Probleme noch schwerwiegender seien als eingepreist, aber auch Unternehmen, deren Aktienkurse sich aufgrund des Hypes um ein Thema erheblich von den Fundamentaldaten entfernt hätten. Beeindruckend sei, dass sowohl die Long- als auch die Short-Seite einen deutlichen Mehrwert über die Jahre hätten leisten können.
Klassisch und kultig: Fundsmith Equity Fund
Von Christian Steiner, Leiter Fonds-Strategien, Bayerische Vermögen Management, Kempten
Terry Smith sei einer der diszipliniertesten Fondsmanager der Welt. Weniger als 100 Unternehmen halte er für interessant. Nur um die 30 würden es in den mit zirka 30 Milliarden Euro größten aktiven Fonds im Vereinigten Königreich schaffen.
Ein Grund für die außergewöhnliche Performance könnte eine interessante Begebenheit in seinem Lebenslauf sein. In seiner Tätigkeit vor Gründung von Fundsmith habe er als Top-Analyst bei UBS Phillips & Drew gearbeitet. Hier habe er sein Buch "Accounting for Growth" geschrieben und veröffentlicht, welches davon handele, wie Unternehmen Buchführungstechniken verwenden würden, um ihre (Schlecht)-Leistung zu verbergen oder zu verbessern. UBS habe sich von ihm getrennt, da er sich geweigert habe, das Buch zurückzuziehen. Smith sei also ein exzellenter Kenner von Unternehmenszahlen und "kreativer" Buchführung und wisse genau, wo er in der Bilanzanalyse hinschauen müsse.
Investiert werde nur in Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung. Das Gründungsdatum seiner investierten Firmen sei im Schnitt 1916. Diese Gesellschaften hätten "zwei Weltkriege und eine Depression überstanden, sie werden auch den nächsten Abschwung überstehen. Wir suchen keine möglichen Sieger. Wir warten ab, bis der Sieger feststeht, und investieren dann." Gefährlich modern - mit einem Augenzwinkern - sei seine Position in Meta, die erst im 21. Jahrhundert gegründet worden sei. Smith, der auch der "englische Warren Buffett" genannt werde, halte nichts von Market-Timing. "Es gibt zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die es nicht können, und diejenigen, die wissen, dass sie es nicht können. Es ist profitabler, zur zweiten Kategorie zu gehören."
Fazit: Für uns ist der Fundsmith Equity Fund ein absolutes Basisinvestment, so die Experten von "FONDS professionell". Er sei einer der wenigen, der es schaffe, den MSCI Welt immer wieder zu schlagen.
Diversifikation mit Nebenwerten: Columbia Threadneedle (Lux) Global Smaller Companies
Von Frank Gutschalk, Vorstand, Fondsbroker Financial Consulting, Hirschberg
Beim Thema globale Aktientitel würden viele Anleger erstmal nur an die großen US-Technologiewerte oder internationale Dividendentitel denken. Dies war und ist sicherlich nicht verkehrt, so die Experten von "FONDS professionell". Vor dem Hintergrund der erwarteten Zinssenkungen in diesem Jahr würden die Experten aktuell insbesondere auf Nebenwerte oder sogenannte Small Caps schauen, die von dieser Entwicklung besonders profitieren sollten, und dabei auf den Columbia Threadneedle (Lux) Global Smaller Companies setzen.
Gerade im aktuellen Umfeld mit einer starken Marktkonzentration würden die Experten es für sinnvoll halten, das Portfolio mit Nebenwerten zu diversifizieren. Die Large-Caps-Indices und auch viele Anlegerdepots würden von den sieben größten Technologiewerten dominiert. Das Fondsmanagement um Scott Woods konzentriere sich bei der Titelauswahl insbesondere auf Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht, die in ihren Nischen Marktführerschaft erreicht hätten. Davon würden sich im Small-Cap-Segment mehr Unternehmen als vielleicht erwartet finden.
Gerade in Phasen hoher, aber nachlassender Inflation hätten kleinere Unternehmen statistisch besonders gut abgeschnitten. Zudem scheinen Small Caps im Vergleich zu Large Caps aktuell günstig bewertet, so die Experten von "FONDS professionell". Nach zwei schwächeren Jahren spreche daher vieles für Nebenwerte. Das Fondsmanagement habe dabei in der Vergangenheit gezeigt, dass es die Benchmark und die Konkurrenz langfristig schlagen könne.
Kontinuierliche Outperformance: Seilern World Growth
Von Wolfgang Spang, Geschäftsführer, Economia, Stuttgart
Zahlreiche Studien würden belegen: Nur wenige aktiv gemanagte Fonds würden es regelmäßig und dauerhaft schaffen, ihre (ETF-)Benchmark zu übertreffen. Der Seilern World Growth sei einer dieser seltenen Outperformer.
Die spezielle Analyse der Experten zeige einen Fonds wie aus dem Bilderbuch: Er habe in 92 Prozent aller möglichen Drei-Jahres-Perioden und in allen möglichen Fünf-Jahres-Perioden seine (ETF-)Index-Benchmark outperformt. In allen möglichen Drei- und Fünf-Jahres-Anlageperioden habe der Fonds ein positives Ergebnis erzielt. Natürlich auch in allen Zehn-Jahres-Anlageperioden. Seit Auflage habe er seine Benchmark um mehr als 175 Prozentpunkte übertroffen. Diese Eigenschaften würden den Fonds nahezu für jedes Depot prädestinieren, den Anleger erfreuen und dem Berater zufriedene Kunden sichern.
Das Fondsmanagement investiere in Unternehmen aus OECD-Ländern und "konzentriert", das heiße in der Regel in maximal 25 Titel. Der Fonds werde nach den zehn eisernen Grundregeln der Seilern-Anlagephilosophie gemanagt: Kaufe nur Unternehmen mit erstens überdurchschnittlichem Branchenwachstum, die zweitens über eine beständige Branchenführerschaft verfügen würden, drittens ein skalierbares Geschäftsmodell und viertens nachhaltige Wettbewerbsvorteile hätten. Die Unternehmen sollten fünftens über starkes organisches Wachstum und sechstens über eine breite geographische und projektbezogene Diversifizierung verfügen. Das Geschäftsmodell solle siebtens wenig kapitalintensiv sein und eine hohe Rendite auf das investierte Kapital ausweisen. Achtens solle die Finanzlage des Unternehmens solide sein, neuntens das Unternehmen über eine transparente Rechnungslegung und zehntens über hervorragendes Management und Governance verfügen.
Nachhaltiger Erfolg: Terrassisi Aktien I AMI
Von Nikolas Kreuz, Gründer und CIO, Invios, Hamburg
Mit gutem Gewissen Geld anlegen und Renditen erwirtschaften - aber nicht auf Kosten von Menschlichkeit, Ethik und Verantwortungsbewusstsein. Es möge auf den ersten Blick verwundern, dass sich Franziskaner mit dem Thema Geld auseinandersetzen würden. Habe nicht der heilige Franziskus von Assisi seinen Brüdern aufgetragen, kein Geld anzufassen?
Doch betrachte man die Geschichte des Franziskanerordens, stelle man fest, dass sich die Brüder schon immer für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld eingesetzt hätten. In der Mitte des 15. Jahrhunderts habe es in Norditalien nur wenige gegeben, die Kredite vergeben und potenziellen Schuldnern Geld zu Wucherzinsen angeboten hätten. Dies habe Armut und Not über viele Familien und Städte gebracht. Es seien Franziskaner gewesen, die konkrete Gegenmaßnahmen eingeleitet hätten. Bereits im Jahr 1462 sei auf ihre Anregung hin der erste "Mons pietas" (Berg der Barmherzigkeit) gegründet worden: Ein öffentliches Pfandleihhaus, das lediglich einen kostendeckenden Zins verlangt und den Menschen den für sie lebensnotwendigen Zugang zu Geld ermöglicht habe.
In dieser Tradition seien die Herausforderungen der heutigen Zeit aufgegriffen und Angebote zur ethischen Geldanlage entwickelt worden: Der Terrassisi Aktien I AMI investiere weltweit in Aktien von Unternehmen, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien in ihre Firmenstrategie einbeziehen würden, und erziele damit im wahrsten Sinne des Wortes einen nachhaltigen Erfolg.
Top-Fondsmanager: GQG Partners Global Equity Fund (ISIN IE00BH480S68 / WKN A2PAAN)
Von Alexander Orthgieß, Geschäftsführer, Bagus Capital, Aschheim
GQG Partners sei die Investmentgesellschaft von Rajiv Jain. Bekannt sei Jain durch seine Zeit bei Vontobel in New York geworden. Dort sei er der Top-Fondsmanager gewesen. Zunächst habe er den Fonds für Asien ex Japan gemanagt, dann auch den für Emerging Markets, bevor er aufgrund der überdurchschnittlichen Performance zusätzlich das globale Mandat übernommen habe.
Was zeichne Rajiv Jain aus? Er sei ein leidenschaftlicher Quality-Growth-Investor, der am liebsten in Unternehmen investiere, die ihm ein jährliches Wachstum von über zehn Prozent liefern würden. Typischerweise liege der Fokus auf IT, Healthcare und Konsum. Inzwischen sei er pragmatischer geworden und habe seinen Anlagestil modifiziert. Neben qualitativ hochwertigen Titeln berücksichtige er nun auch zyklische Aktien wie Energie- und Rohstofftitel. Zwischenzeitlich habe er IT-Titel sogar fast vollständig aus dem Portfolio verbannt. Dieser Shift zu Value sei im Jahr 2022 richtig gewesen und habe ihm einen großen Vorsprung vor Konkurrenz und Benchmark verschafft. Im vergangenen Frühjahr habe er den Tech-Anteil wieder auf das Niveau früherer Gewichtungen hochgefahren und damit den Shift zurück zu Growth gemacht. Dies zahle sich derzeit erneut aus.
Mit GQG Partners habe sich Jain ein auf ihn zugeschnittenes Umfeld geschaffen. Die Analysten seien erfahren und sollten die Rolle des "Devils Advocate" einnehmen. Das Team sei hinsichtlich Herkunft und beruflichem Hintergrund breit aufgestellt und umfasse Investigativ-Journalisten und Bilanzexperten. Jain sei aber der Entscheider über Aktienauswahl und Portfoliokonstruktion. Ein Wermutstropfen sei die Limitierung des Anlageuniversums aufgrund der Größe, da Jain in den USA auch einen Goldman-Sachs-Fonds mit einem Volumen von fast 40 Milliarden US-Dollar manage. So könne er nicht in kleinere Werte investieren. Auch dürften die USA immer die größte Allokation bleiben, wenngleich er als Emerging-Markets-Manager höhere Anteile in den aufstrebenden Ländern habe als viele Konkurrenten. Aktuelle Favoriten seien Indien und Brasilien.
Fazit: Sei Jain bei Vontobel einer der besten Emerging-Markets-Manager gewesen, habe er es der Welt schon damals mit einem globalen Fonds zeigen wollen. Mit GQG habe er sich nochmals gesteigert, indem er seinen Quality-Growth-Ansatz selektiv um zyklische Wachstumschancen ergänze. Die Performance des Ende 2019 aufgelegten Fonds zeichne sich insbesondere durch eine geringe Down-Side-Capture aus. Die logische Konsequenz seien fünf Morningstar-Sterne.
Globale Nebenwertekomponente: Squad Point Five
Von Gottfried Urban, Geschäftsführer, Urban & Kollegen Vermögensmanagement, Altötting
Die beratende Finanzindustrie empfehle meist Fondsklassiker oder Indexprodukte. Damit hole man sich die großen multinationalen Konzerne ins Depot. Im Grunde eine solide Vorgehensweise. Aber weil die Kapitalmarktforschung belege, dass auf lange Sicht kleinere Unternehmen eine Überrendite bieten würden, sollte eine globale Nebenwertekomponente nicht fehlen. Und wenn die Fundamentalanalyse mit einem Momentumansatz kombiniert werde, steige die Outperformance-Wahrscheinlichkeit. Gut gefallen uns Aktienfonds, die diese Grundsätze beachten, so die Experten von "FONDS professionell".
Beim Squad Point Five beispielsweise versuche das Fondsmanagement, weltweit stark unterbewertete Unternehmen zu finden. So wie Warren Buffett den Grundsatz aufstelle, an der Börse möglichst einen Dollar für 50 Cent zu kaufen, agiere auch der Fonds. Die Aktien im Fonds lägen bei fast allen Kennzahlen um etwa 50 Prozent unter dem Marktschnitt. Historische Untersuchungen würden zeigen, dass ein aktiver Ansatz besonders bei Nebenwerten gut funktioniere, da in diesem Marktsegment größere Ineffizienzen auftreten würden.
Auch wenn es keine Garantie für die Zukunft sei, der Wertentwicklungs- und Volatilitätsvergleich zu den globalen Small-Cap-Indices zeige, dass der Aktienfonds, den die Experten erstmals vor gut drei Jahren signifikant aufgebaut hätten, eine sehr gute Wahl gewesen sei und wohl auch bleiben werde.
Qualität, Value, Dividendenwachstum: Guinness Global Equity Income
Von Thorsten Mohr, Geschäftsführer, Argentum Asset Management, Hamburg
Die Experten würden den Guinness Global Equity Income als Value-Komponente in individuell erstellten Portfoliostrategien nutzen, die auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten seien. In der täglichen Kundenberatung würden die Experten eine zunehmende Beliebtheit von Indexfonds beobachten (zum Beispiel MSCI World, EURO STOXX 50). Der Guinness Global Equity Income sei einer der Fonds, der hervorragend zeige, welchen Mehrwert aktives Portfoliomanagement im Gegensatz zur Indexreplikation haben könne. Ian Mortimer und Matthew Page würden diesen Fonds seit der Auflage verwalten, und diese Kontinuität würden die Experten als wichtigen Faktor für nachhaltigen Anlageerfolg sehen.
In der Investmentphilosophie lege Guinness einen klaren Fokus auf eine konstant hohe Kapitalrendite als aussagekräftiges Indiz für die Fähigkeit von Unternehmen, nachhaltige Dividenden zu zahlen. Der Fonds investiere gezielt in Unternehmen, die herausragend konstante Renditen über ihrem Kapitalkostensatz generieren würden. Der Ansatz bei Dividendeninvestitionen ziele auf nachhaltiges Wachstum und Einkommen ab. Statt lediglich nach Unternehmen mit hoher Dividendenrendite zu suchen, konzentriere sich dieser Ansatz darauf, in Unternehmen zu investieren, die ihre Ausschüttungen langfristig steigern könnten.
Jedes Unternehmen, das in Betracht gezogen werde, müsse mindestens einen zehnjährigen "Track Record" vorweisen können, um sicherzustellen, dass es in jedem Wirtschaftszyklus stabile Erträge habe erwirtschaften können. In den letzten anspruchsvollen drei Börsenjahren habe die Experten dieser Investmentansatz überzeugen können. Die Standardabweichung habe dabei 11,57 Prozent betragen, und die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren habe bei 13,23 Prozent per annum bei einer Sharpe Ratio von 1,00 gelegen.
Systematisch und erfolgreich: Kölner Nachhaltigkeitsfonds I
Von David Bienbeck, Vorstand, Albrech & Cie. Vermögensverwaltung, Köln
Der Kölner Nachhaltigkeitsfonds sei für die Experten ein Investment, das nicht nur systematisch aufgesetzt und erfolgreich sei, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit verständlich berücksichtige. Der Investor erhalte ein globales Portfolio, dessen Konzentration es erfordere, den zugrundeliegenden Prozess und das Fondsmanagement genau zu prüfen.
Die Gespräche mit dem Manager, Mirko Hajek von RPM, seien für die Experten sehr überzeugend gewesen. Sowohl die Allokationssteuerung mit dem starken Fokus auf eine systematische Vorgehensweise als auch die Prüfung der Nachhaltigkeitskriterien seien für die Experten sehr nachvollziehbar gewesen und würden den Einsatz eines aktiven Managers rechtfertigen. Nicht nur der systematische Ansatz mit der Faktor-Orientierung (Momentum-Faktor) ist durchdacht und sagt uns zu, so die Experten von "FONDS professionell". Insbesondere die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sei aus Sicht der Experten bei vielen anderen Produkten sehr kritisch zu sehen. Ein Blick ins Portfolio offenbare dann nicht selten eine Titelauswahl, die von den meisten Anlegern gar nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werde.
Im Kölner Nachhaltigkeitsfonds begegne einem eben kein Greenwashing und auch kein derart aufgeblähtes Portfolio, dessen Komplexität einer Prüfung im Wege stehe. Hier hebe sich der Fonds von vielen anderen aktiven und passiven Fonds ab. Die Interviews mit dem Manager machen uns sicher, dass es sich um kein Zufallsergebnis handelt, so die Experten von "FONDS professionell".
Unternehmerischer und disziplinierter Ansatz: Wagner & Florack Unternehmerfonds
Von Heiko Stühmeyer, Geschäftsführer und Portfoliomanager, Stühmeyer Vermögensmanufaktur, Werther (Westf.)
Die Experten würden den Wagner & Florack Unternehmerfonds nicht nur wegen seines Performance-Erfolges schätzen, sondern auch aufgrund der hohen Krisenresistenz des Portfolios - bei langfristigem Investmenthorizont.
Das Team um Dominikus Wagner investiere weltweit in Aktien von Unternehmen mit wettbewerbsüberlegenen, hochprofitablen und krisenerprobten Geschäftsmodellen. Firmen mit robusten und steigenden Cashflows, geringem Kapitaleinsatz, hohen Skaleneffekten und - als Folge dieser Eigenschaften - einer makellosen Bilanz.
Dazu zähle Wagner & Florack unter anderem wettbewerbsüberlegene und markenstarke Hersteller von Gütern des täglichen Bedarfs und habe auch eine fokussierte Auswahl stark wachsender und hochmargiger Technologiefirmen mit robusten Geschäftsmodellen, deren Produkte und Services aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken seien. Dies spiegele auch den Investmentansatz der Experten und ihre Herangehensweise bei der Aktienselektion wider.
Der Fonds besteche durch sein sehr gutes Risiko-Ertrags-Profil und seine für einen Aktienfonds vergleichsweise geringen Maximum Drawdowns. Das Managerteam habe einen unternehmerischen und disziplinierten Ansatz mit Fokus auf Qualität, weshalb der Unternehmerfonds in den Beratungsmandaten der Experten sehr gerne als Baustein im Themenfeld "Aktienfonds global" eingesetzt werde.
Systematisch, breit diversifiziert, smart: HP&P Global Equity
Von Thilo Müller, geschäftsführender Gesellschafter, MB Fund Advisory, Limburg
Als unabhängiger Fondsberater würden die Experten routinemäßig das Fondsuniversum screenen. Die wichtigste Fragestellung am Ende des Auswahlprozesses laute dabei immer: In welchen Fonds würden die Experten ihr eigenes Geld investieren? Bei Durchsicht der Fondskategorie "Aktien global" sei den Experten dabei der HP&P Global Equity aufgefallen.
Besonders charmant sei für die Experten als unabhängige Fondsboutique dabei, dass es sich beim Fondsmanager, Marc Ospald von Habbel, Pohlig & Partner, um einen unabhängigen Vermögensverwalter handele. Hier sei der Fondsmanager nicht nur sichtbar, sondern auch ansprechbar. Seine Multi-Faktor-Strategie halte systematisch nach Unternehmen Ausschau, die unter anderem unter Aspekten wie Qualität, Risiko, Trend, Ratings und Aktienrückkäufe ganzheitlich überzeugen würden. Werttreiber sei hierbei nicht nur die Auswahl der richtigen Aktien aus einem Universum von über 4500 Titeln, sondern insbesondere auch die Vermeidung von unerwünschten Risiken im Vorfeld.
Seit Auflage 2021 rangiere die Strategie an der Spitze ihrer Peergroup und schlage den globalen Index - auch in der Retail-Tranche - nach Kosten, obwohl unter anderem nicht in die "Magnificent Seven" investiert worden sei. Das breite Portfolio enthalte viele interessante Titel der zweiten und dritten Reihe und habe einen Bias zu Qualität, Low-Risk und Momentum, wobei es auch hier kaum Überschneidungen mit Indexwerten (Active Share über 90 Prozent) gebe. Dies sorge für eine wichtige Diversifikation in Kundenportfolios.
"Must-Have" für jedes Depot: RobecoSAM Circular Economy Equities (ISIN LU2092758726 / WKN A2P0DR)
Von Christopher Grau, Geschäftsführer, Casius Finanz, Frankfurt am Main
Unser Ressourcenverbrauch beträgt nahezu das Doppelte (1,75-Fache) dessen, was unser Planet verkraften kann, und dabei recyceln wir nur 8,6 Prozent unserer verwendeten Rohstoffe, so die Experten von "FONDS professionell".
Die Experten hätten sich deshalb gefragt: Wie könne man trotzdem langfristig und nachhaltig mit Anlagen erfolgreich sein? Und die Antwort gefunden: Ganz sicher nur mit einer allumfassenden Kreislaufwirtschaft, die nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftliche Chancen bringe. Indem Unternehmen Ressourcen sparen und Abfall vermeiden würden, könnten sie ihre Kosten senken und sogar neue Märkte erobern. Das schaffe einen nachhaltigen Mehrwert für Anleger und eine bessere Zukunft für alle.
Genau diesen Zukunftsplan verfolge der internationale Aktienfonds RobecoSAM Circular Economy Equities. Er sei ein Impact-Fonds mit sehr hohen Nachhaltigkeitsstandards, der positive Veränderungen unterstütze mittels drei Prinzipien: Abfall und Verschmutzung vermeiden, Produkte und Materialien länger nutzen sowie weiterverwerten und sich regenerierende natürliche Systeme nutzen. Folgerichtig investiere er weltweit in Unternehmen, die die Kreislaufwirtschaft voranbringen würden: Sie würden wiederverwendbare oder recycelbare Produktionsmittel entwickeln und gestalten, Kreislaufsysteme in Logistik und Abfallmanagement anbieten oder eine soziale und umweltfreundliche Ernährung und Lebensweise fördern.
Die überzeugenden Anlageergebnisse seit Auflegung 2020 würden zeigen, dass diese kluge zukunftsweisende Anlagestrategie sich auszahle. Dieser Fonds sei deshalb für die Experten ein "Must-Have" für jedes Depot. (News vom 15.02.2024) (16.02.2024/fc/n/s)
FONDS professionell ONLINE habe Vermögensverwalter und Finanzberater gebeten, ihren Favoriten zu nennen und die Wahl kurz zu begründen.
Weltweit in Aktien anlegende Fonds, die um die Gunst der Anleger buhlen würden, gebe es en masse. Keine andere Fondskategorie umfasse beispielsweise im monatlich erscheinenden FONDS professionell Fondsbarometer mehr Produkte.
Umso schwieriger sei es, einen bestimmten globalen Aktienfonds als persönliche Empfehlung herauszupicken. 13 Vermögensverwalter und Finanzberater hätten genau dies für FONDS professionell ONLINE getan - sie würden verraten, warum welches Produkt ihr aktueller Favorit in dieser Gruppe sei.
Diese globalen Aktienfonds seien die Favoriten der befragten Vermögensverwalter und Finanzberater:
Hohe Überzeugung: Guinness Global Innovators
Von Stefan Hölscher, Gesellschafter-Geschäftsführer, Stubenrauch + Hölscher Fondsberatung, Hannover
Wer bei dem Namen Guinness immer noch ausschließlich an Bier denke, sollte sich ebenso mit dem weltweit anlegenden Innovators-Fonds von der gleichnamigen Fondsgesellschaft beschäftigen. Die Strategie für den Guinness Global Innovators werde bereits seit 2009 von Ian Mortimer und Matthew Page erfolgreich gemanagt. Die Auflage des Ucits-Fonds sei 2014 gefolgt.
Der Ansatz sei wachstumsgetrieben. Im Portfolio würden sich nur 30 Unternehmen befinden, sodass von Seiten des Managements eine hohe Überzeugung für jeden einzelnen Wert da sei. Dafür sei ein visibles, profitables und langfristiges Wachstum erforderlich. Die Qualitätskriterien würden unter anderem starke Bilanzkennzahlen beinhalten. Eine Besonderheit stelle die Gleichgewichtung der einzelnen Positionen dar, die durch den Effekt der regelmäßigen Rebalancierung für einen Mehrwert sorge. Zum Investieren seien neun Kernthemen identifiziert worden, die nach Ansicht des Managements am meisten Innovationen hervorbringen würden. Diese würden jährlich überprüft.
Mit diesem Ansatz schaffe es der Fonds, sich innerhalb seiner Vergleichsgruppe über fast alle Zeiträume im ersten Quartil zu platzieren. Für Anleger, die einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren gehabt hätten, habe es seit Auflage nicht nur immer ein positives Ergebnis, sondern auch immer ein besseres Ergebnis als der MSCI World gegeben.
Differenzierter Ansatz: Fidelity Active Strategy - FAST Global Fund
Von Ingo Kürpick, Geschäftsführer, Wachstum und Value Finanzportfolioverwaltung (WuV), Frankfurt
Die Stärke des FAST Global bestehe darin, dass er enorme Diversifikationsvorteile für ein Portfolio bringen könne gegenüber globalen Mainstream-Managern. Gleichzeitig habe der imponierende Fondsmanager Dmitry Solomakhin über nun mehr als zehn Jahre bewiesen, dass er mit seinem differenzierten Ansatz in der Lage sei, die globalen Aktienmärkte und Peers langfristig zu schlagen.
Der Fonds verfolge einen Contrarian-Value-Ansatz und hebe sich damit deutlich von der Masse der Fonds ab. Auf der Long-Seite investiere er in unbeliebte Firmen, die sich zumeist in einem deutlichen Abwärtstrend befinden würden, wenn die Position eingegangen werde. Investiert werde aber nur nach sorgfältiger Analyse, denn laut Fondsmanager hätten die meisten dieser korrigierenden Unternehmen kein langfristiges Potenzial. Wenn der Manager aber auf lange Sicht ein großes Potenzial unter anderem durch eine Kehrtwende in der Unternehmensführung oder den geschäftlichen Aktivitäten sehe, dann greife er zu.
Gleichzeitig habe er die Möglichkeit, bis zu 30 Prozent Short-Positionen einzugehen, wobei die Netto-Allokation des Fonds nahe 100 Prozent sei. Kandidaten hierfür seien zum Beispiel strukturell beeinträchtigte Firmen, deren Probleme noch schwerwiegender seien als eingepreist, aber auch Unternehmen, deren Aktienkurse sich aufgrund des Hypes um ein Thema erheblich von den Fundamentaldaten entfernt hätten. Beeindruckend sei, dass sowohl die Long- als auch die Short-Seite einen deutlichen Mehrwert über die Jahre hätten leisten können.
Klassisch und kultig: Fundsmith Equity Fund
Von Christian Steiner, Leiter Fonds-Strategien, Bayerische Vermögen Management, Kempten
Terry Smith sei einer der diszipliniertesten Fondsmanager der Welt. Weniger als 100 Unternehmen halte er für interessant. Nur um die 30 würden es in den mit zirka 30 Milliarden Euro größten aktiven Fonds im Vereinigten Königreich schaffen.
Ein Grund für die außergewöhnliche Performance könnte eine interessante Begebenheit in seinem Lebenslauf sein. In seiner Tätigkeit vor Gründung von Fundsmith habe er als Top-Analyst bei UBS Phillips & Drew gearbeitet. Hier habe er sein Buch "Accounting for Growth" geschrieben und veröffentlicht, welches davon handele, wie Unternehmen Buchführungstechniken verwenden würden, um ihre (Schlecht)-Leistung zu verbergen oder zu verbessern. UBS habe sich von ihm getrennt, da er sich geweigert habe, das Buch zurückzuziehen. Smith sei also ein exzellenter Kenner von Unternehmenszahlen und "kreativer" Buchführung und wisse genau, wo er in der Bilanzanalyse hinschauen müsse.
Investiert werde nur in Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung. Das Gründungsdatum seiner investierten Firmen sei im Schnitt 1916. Diese Gesellschaften hätten "zwei Weltkriege und eine Depression überstanden, sie werden auch den nächsten Abschwung überstehen. Wir suchen keine möglichen Sieger. Wir warten ab, bis der Sieger feststeht, und investieren dann." Gefährlich modern - mit einem Augenzwinkern - sei seine Position in Meta, die erst im 21. Jahrhundert gegründet worden sei. Smith, der auch der "englische Warren Buffett" genannt werde, halte nichts von Market-Timing. "Es gibt zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die es nicht können, und diejenigen, die wissen, dass sie es nicht können. Es ist profitabler, zur zweiten Kategorie zu gehören."
Fazit: Für uns ist der Fundsmith Equity Fund ein absolutes Basisinvestment, so die Experten von "FONDS professionell". Er sei einer der wenigen, der es schaffe, den MSCI Welt immer wieder zu schlagen.
Diversifikation mit Nebenwerten: Columbia Threadneedle (Lux) Global Smaller Companies
Von Frank Gutschalk, Vorstand, Fondsbroker Financial Consulting, Hirschberg
Beim Thema globale Aktientitel würden viele Anleger erstmal nur an die großen US-Technologiewerte oder internationale Dividendentitel denken. Dies war und ist sicherlich nicht verkehrt, so die Experten von "FONDS professionell". Vor dem Hintergrund der erwarteten Zinssenkungen in diesem Jahr würden die Experten aktuell insbesondere auf Nebenwerte oder sogenannte Small Caps schauen, die von dieser Entwicklung besonders profitieren sollten, und dabei auf den Columbia Threadneedle (Lux) Global Smaller Companies setzen.
Gerade im aktuellen Umfeld mit einer starken Marktkonzentration würden die Experten es für sinnvoll halten, das Portfolio mit Nebenwerten zu diversifizieren. Die Large-Caps-Indices und auch viele Anlegerdepots würden von den sieben größten Technologiewerten dominiert. Das Fondsmanagement um Scott Woods konzentriere sich bei der Titelauswahl insbesondere auf Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht, die in ihren Nischen Marktführerschaft erreicht hätten. Davon würden sich im Small-Cap-Segment mehr Unternehmen als vielleicht erwartet finden.
Gerade in Phasen hoher, aber nachlassender Inflation hätten kleinere Unternehmen statistisch besonders gut abgeschnitten. Zudem scheinen Small Caps im Vergleich zu Large Caps aktuell günstig bewertet, so die Experten von "FONDS professionell". Nach zwei schwächeren Jahren spreche daher vieles für Nebenwerte. Das Fondsmanagement habe dabei in der Vergangenheit gezeigt, dass es die Benchmark und die Konkurrenz langfristig schlagen könne.
Kontinuierliche Outperformance: Seilern World Growth
Von Wolfgang Spang, Geschäftsführer, Economia, Stuttgart
Zahlreiche Studien würden belegen: Nur wenige aktiv gemanagte Fonds würden es regelmäßig und dauerhaft schaffen, ihre (ETF-)Benchmark zu übertreffen. Der Seilern World Growth sei einer dieser seltenen Outperformer.
Die spezielle Analyse der Experten zeige einen Fonds wie aus dem Bilderbuch: Er habe in 92 Prozent aller möglichen Drei-Jahres-Perioden und in allen möglichen Fünf-Jahres-Perioden seine (ETF-)Index-Benchmark outperformt. In allen möglichen Drei- und Fünf-Jahres-Anlageperioden habe der Fonds ein positives Ergebnis erzielt. Natürlich auch in allen Zehn-Jahres-Anlageperioden. Seit Auflage habe er seine Benchmark um mehr als 175 Prozentpunkte übertroffen. Diese Eigenschaften würden den Fonds nahezu für jedes Depot prädestinieren, den Anleger erfreuen und dem Berater zufriedene Kunden sichern.
Das Fondsmanagement investiere in Unternehmen aus OECD-Ländern und "konzentriert", das heiße in der Regel in maximal 25 Titel. Der Fonds werde nach den zehn eisernen Grundregeln der Seilern-Anlagephilosophie gemanagt: Kaufe nur Unternehmen mit erstens überdurchschnittlichem Branchenwachstum, die zweitens über eine beständige Branchenführerschaft verfügen würden, drittens ein skalierbares Geschäftsmodell und viertens nachhaltige Wettbewerbsvorteile hätten. Die Unternehmen sollten fünftens über starkes organisches Wachstum und sechstens über eine breite geographische und projektbezogene Diversifizierung verfügen. Das Geschäftsmodell solle siebtens wenig kapitalintensiv sein und eine hohe Rendite auf das investierte Kapital ausweisen. Achtens solle die Finanzlage des Unternehmens solide sein, neuntens das Unternehmen über eine transparente Rechnungslegung und zehntens über hervorragendes Management und Governance verfügen.
Nachhaltiger Erfolg: Terrassisi Aktien I AMI
Von Nikolas Kreuz, Gründer und CIO, Invios, Hamburg
Mit gutem Gewissen Geld anlegen und Renditen erwirtschaften - aber nicht auf Kosten von Menschlichkeit, Ethik und Verantwortungsbewusstsein. Es möge auf den ersten Blick verwundern, dass sich Franziskaner mit dem Thema Geld auseinandersetzen würden. Habe nicht der heilige Franziskus von Assisi seinen Brüdern aufgetragen, kein Geld anzufassen?
Doch betrachte man die Geschichte des Franziskanerordens, stelle man fest, dass sich die Brüder schon immer für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld eingesetzt hätten. In der Mitte des 15. Jahrhunderts habe es in Norditalien nur wenige gegeben, die Kredite vergeben und potenziellen Schuldnern Geld zu Wucherzinsen angeboten hätten. Dies habe Armut und Not über viele Familien und Städte gebracht. Es seien Franziskaner gewesen, die konkrete Gegenmaßnahmen eingeleitet hätten. Bereits im Jahr 1462 sei auf ihre Anregung hin der erste "Mons pietas" (Berg der Barmherzigkeit) gegründet worden: Ein öffentliches Pfandleihhaus, das lediglich einen kostendeckenden Zins verlangt und den Menschen den für sie lebensnotwendigen Zugang zu Geld ermöglicht habe.
In dieser Tradition seien die Herausforderungen der heutigen Zeit aufgegriffen und Angebote zur ethischen Geldanlage entwickelt worden: Der Terrassisi Aktien I AMI investiere weltweit in Aktien von Unternehmen, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien in ihre Firmenstrategie einbeziehen würden, und erziele damit im wahrsten Sinne des Wortes einen nachhaltigen Erfolg.
Von Alexander Orthgieß, Geschäftsführer, Bagus Capital, Aschheim
GQG Partners sei die Investmentgesellschaft von Rajiv Jain. Bekannt sei Jain durch seine Zeit bei Vontobel in New York geworden. Dort sei er der Top-Fondsmanager gewesen. Zunächst habe er den Fonds für Asien ex Japan gemanagt, dann auch den für Emerging Markets, bevor er aufgrund der überdurchschnittlichen Performance zusätzlich das globale Mandat übernommen habe.
Was zeichne Rajiv Jain aus? Er sei ein leidenschaftlicher Quality-Growth-Investor, der am liebsten in Unternehmen investiere, die ihm ein jährliches Wachstum von über zehn Prozent liefern würden. Typischerweise liege der Fokus auf IT, Healthcare und Konsum. Inzwischen sei er pragmatischer geworden und habe seinen Anlagestil modifiziert. Neben qualitativ hochwertigen Titeln berücksichtige er nun auch zyklische Aktien wie Energie- und Rohstofftitel. Zwischenzeitlich habe er IT-Titel sogar fast vollständig aus dem Portfolio verbannt. Dieser Shift zu Value sei im Jahr 2022 richtig gewesen und habe ihm einen großen Vorsprung vor Konkurrenz und Benchmark verschafft. Im vergangenen Frühjahr habe er den Tech-Anteil wieder auf das Niveau früherer Gewichtungen hochgefahren und damit den Shift zurück zu Growth gemacht. Dies zahle sich derzeit erneut aus.
Mit GQG Partners habe sich Jain ein auf ihn zugeschnittenes Umfeld geschaffen. Die Analysten seien erfahren und sollten die Rolle des "Devils Advocate" einnehmen. Das Team sei hinsichtlich Herkunft und beruflichem Hintergrund breit aufgestellt und umfasse Investigativ-Journalisten und Bilanzexperten. Jain sei aber der Entscheider über Aktienauswahl und Portfoliokonstruktion. Ein Wermutstropfen sei die Limitierung des Anlageuniversums aufgrund der Größe, da Jain in den USA auch einen Goldman-Sachs-Fonds mit einem Volumen von fast 40 Milliarden US-Dollar manage. So könne er nicht in kleinere Werte investieren. Auch dürften die USA immer die größte Allokation bleiben, wenngleich er als Emerging-Markets-Manager höhere Anteile in den aufstrebenden Ländern habe als viele Konkurrenten. Aktuelle Favoriten seien Indien und Brasilien.
Fazit: Sei Jain bei Vontobel einer der besten Emerging-Markets-Manager gewesen, habe er es der Welt schon damals mit einem globalen Fonds zeigen wollen. Mit GQG habe er sich nochmals gesteigert, indem er seinen Quality-Growth-Ansatz selektiv um zyklische Wachstumschancen ergänze. Die Performance des Ende 2019 aufgelegten Fonds zeichne sich insbesondere durch eine geringe Down-Side-Capture aus. Die logische Konsequenz seien fünf Morningstar-Sterne.
Globale Nebenwertekomponente: Squad Point Five
Von Gottfried Urban, Geschäftsführer, Urban & Kollegen Vermögensmanagement, Altötting
Die beratende Finanzindustrie empfehle meist Fondsklassiker oder Indexprodukte. Damit hole man sich die großen multinationalen Konzerne ins Depot. Im Grunde eine solide Vorgehensweise. Aber weil die Kapitalmarktforschung belege, dass auf lange Sicht kleinere Unternehmen eine Überrendite bieten würden, sollte eine globale Nebenwertekomponente nicht fehlen. Und wenn die Fundamentalanalyse mit einem Momentumansatz kombiniert werde, steige die Outperformance-Wahrscheinlichkeit. Gut gefallen uns Aktienfonds, die diese Grundsätze beachten, so die Experten von "FONDS professionell".
Beim Squad Point Five beispielsweise versuche das Fondsmanagement, weltweit stark unterbewertete Unternehmen zu finden. So wie Warren Buffett den Grundsatz aufstelle, an der Börse möglichst einen Dollar für 50 Cent zu kaufen, agiere auch der Fonds. Die Aktien im Fonds lägen bei fast allen Kennzahlen um etwa 50 Prozent unter dem Marktschnitt. Historische Untersuchungen würden zeigen, dass ein aktiver Ansatz besonders bei Nebenwerten gut funktioniere, da in diesem Marktsegment größere Ineffizienzen auftreten würden.
Auch wenn es keine Garantie für die Zukunft sei, der Wertentwicklungs- und Volatilitätsvergleich zu den globalen Small-Cap-Indices zeige, dass der Aktienfonds, den die Experten erstmals vor gut drei Jahren signifikant aufgebaut hätten, eine sehr gute Wahl gewesen sei und wohl auch bleiben werde.
Qualität, Value, Dividendenwachstum: Guinness Global Equity Income
Von Thorsten Mohr, Geschäftsführer, Argentum Asset Management, Hamburg
Die Experten würden den Guinness Global Equity Income als Value-Komponente in individuell erstellten Portfoliostrategien nutzen, die auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten seien. In der täglichen Kundenberatung würden die Experten eine zunehmende Beliebtheit von Indexfonds beobachten (zum Beispiel MSCI World, EURO STOXX 50). Der Guinness Global Equity Income sei einer der Fonds, der hervorragend zeige, welchen Mehrwert aktives Portfoliomanagement im Gegensatz zur Indexreplikation haben könne. Ian Mortimer und Matthew Page würden diesen Fonds seit der Auflage verwalten, und diese Kontinuität würden die Experten als wichtigen Faktor für nachhaltigen Anlageerfolg sehen.
In der Investmentphilosophie lege Guinness einen klaren Fokus auf eine konstant hohe Kapitalrendite als aussagekräftiges Indiz für die Fähigkeit von Unternehmen, nachhaltige Dividenden zu zahlen. Der Fonds investiere gezielt in Unternehmen, die herausragend konstante Renditen über ihrem Kapitalkostensatz generieren würden. Der Ansatz bei Dividendeninvestitionen ziele auf nachhaltiges Wachstum und Einkommen ab. Statt lediglich nach Unternehmen mit hoher Dividendenrendite zu suchen, konzentriere sich dieser Ansatz darauf, in Unternehmen zu investieren, die ihre Ausschüttungen langfristig steigern könnten.
Jedes Unternehmen, das in Betracht gezogen werde, müsse mindestens einen zehnjährigen "Track Record" vorweisen können, um sicherzustellen, dass es in jedem Wirtschaftszyklus stabile Erträge habe erwirtschaften können. In den letzten anspruchsvollen drei Börsenjahren habe die Experten dieser Investmentansatz überzeugen können. Die Standardabweichung habe dabei 11,57 Prozent betragen, und die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren habe bei 13,23 Prozent per annum bei einer Sharpe Ratio von 1,00 gelegen.
Systematisch und erfolgreich: Kölner Nachhaltigkeitsfonds I
Von David Bienbeck, Vorstand, Albrech & Cie. Vermögensverwaltung, Köln
Der Kölner Nachhaltigkeitsfonds sei für die Experten ein Investment, das nicht nur systematisch aufgesetzt und erfolgreich sei, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit verständlich berücksichtige. Der Investor erhalte ein globales Portfolio, dessen Konzentration es erfordere, den zugrundeliegenden Prozess und das Fondsmanagement genau zu prüfen.
Die Gespräche mit dem Manager, Mirko Hajek von RPM, seien für die Experten sehr überzeugend gewesen. Sowohl die Allokationssteuerung mit dem starken Fokus auf eine systematische Vorgehensweise als auch die Prüfung der Nachhaltigkeitskriterien seien für die Experten sehr nachvollziehbar gewesen und würden den Einsatz eines aktiven Managers rechtfertigen. Nicht nur der systematische Ansatz mit der Faktor-Orientierung (Momentum-Faktor) ist durchdacht und sagt uns zu, so die Experten von "FONDS professionell". Insbesondere die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sei aus Sicht der Experten bei vielen anderen Produkten sehr kritisch zu sehen. Ein Blick ins Portfolio offenbare dann nicht selten eine Titelauswahl, die von den meisten Anlegern gar nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werde.
Im Kölner Nachhaltigkeitsfonds begegne einem eben kein Greenwashing und auch kein derart aufgeblähtes Portfolio, dessen Komplexität einer Prüfung im Wege stehe. Hier hebe sich der Fonds von vielen anderen aktiven und passiven Fonds ab. Die Interviews mit dem Manager machen uns sicher, dass es sich um kein Zufallsergebnis handelt, so die Experten von "FONDS professionell".
Unternehmerischer und disziplinierter Ansatz: Wagner & Florack Unternehmerfonds
Von Heiko Stühmeyer, Geschäftsführer und Portfoliomanager, Stühmeyer Vermögensmanufaktur, Werther (Westf.)
Die Experten würden den Wagner & Florack Unternehmerfonds nicht nur wegen seines Performance-Erfolges schätzen, sondern auch aufgrund der hohen Krisenresistenz des Portfolios - bei langfristigem Investmenthorizont.
Das Team um Dominikus Wagner investiere weltweit in Aktien von Unternehmen mit wettbewerbsüberlegenen, hochprofitablen und krisenerprobten Geschäftsmodellen. Firmen mit robusten und steigenden Cashflows, geringem Kapitaleinsatz, hohen Skaleneffekten und - als Folge dieser Eigenschaften - einer makellosen Bilanz.
Dazu zähle Wagner & Florack unter anderem wettbewerbsüberlegene und markenstarke Hersteller von Gütern des täglichen Bedarfs und habe auch eine fokussierte Auswahl stark wachsender und hochmargiger Technologiefirmen mit robusten Geschäftsmodellen, deren Produkte und Services aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken seien. Dies spiegele auch den Investmentansatz der Experten und ihre Herangehensweise bei der Aktienselektion wider.
Der Fonds besteche durch sein sehr gutes Risiko-Ertrags-Profil und seine für einen Aktienfonds vergleichsweise geringen Maximum Drawdowns. Das Managerteam habe einen unternehmerischen und disziplinierten Ansatz mit Fokus auf Qualität, weshalb der Unternehmerfonds in den Beratungsmandaten der Experten sehr gerne als Baustein im Themenfeld "Aktienfonds global" eingesetzt werde.
Systematisch, breit diversifiziert, smart: HP&P Global Equity
Von Thilo Müller, geschäftsführender Gesellschafter, MB Fund Advisory, Limburg
Als unabhängiger Fondsberater würden die Experten routinemäßig das Fondsuniversum screenen. Die wichtigste Fragestellung am Ende des Auswahlprozesses laute dabei immer: In welchen Fonds würden die Experten ihr eigenes Geld investieren? Bei Durchsicht der Fondskategorie "Aktien global" sei den Experten dabei der HP&P Global Equity aufgefallen.
Besonders charmant sei für die Experten als unabhängige Fondsboutique dabei, dass es sich beim Fondsmanager, Marc Ospald von Habbel, Pohlig & Partner, um einen unabhängigen Vermögensverwalter handele. Hier sei der Fondsmanager nicht nur sichtbar, sondern auch ansprechbar. Seine Multi-Faktor-Strategie halte systematisch nach Unternehmen Ausschau, die unter anderem unter Aspekten wie Qualität, Risiko, Trend, Ratings und Aktienrückkäufe ganzheitlich überzeugen würden. Werttreiber sei hierbei nicht nur die Auswahl der richtigen Aktien aus einem Universum von über 4500 Titeln, sondern insbesondere auch die Vermeidung von unerwünschten Risiken im Vorfeld.
Seit Auflage 2021 rangiere die Strategie an der Spitze ihrer Peergroup und schlage den globalen Index - auch in der Retail-Tranche - nach Kosten, obwohl unter anderem nicht in die "Magnificent Seven" investiert worden sei. Das breite Portfolio enthalte viele interessante Titel der zweiten und dritten Reihe und habe einen Bias zu Qualität, Low-Risk und Momentum, wobei es auch hier kaum Überschneidungen mit Indexwerten (Active Share über 90 Prozent) gebe. Dies sorge für eine wichtige Diversifikation in Kundenportfolios.
"Must-Have" für jedes Depot: RobecoSAM Circular Economy Equities (ISIN LU2092758726 / WKN A2P0DR)
Von Christopher Grau, Geschäftsführer, Casius Finanz, Frankfurt am Main
Unser Ressourcenverbrauch beträgt nahezu das Doppelte (1,75-Fache) dessen, was unser Planet verkraften kann, und dabei recyceln wir nur 8,6 Prozent unserer verwendeten Rohstoffe, so die Experten von "FONDS professionell".
Die Experten hätten sich deshalb gefragt: Wie könne man trotzdem langfristig und nachhaltig mit Anlagen erfolgreich sein? Und die Antwort gefunden: Ganz sicher nur mit einer allumfassenden Kreislaufwirtschaft, die nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftliche Chancen bringe. Indem Unternehmen Ressourcen sparen und Abfall vermeiden würden, könnten sie ihre Kosten senken und sogar neue Märkte erobern. Das schaffe einen nachhaltigen Mehrwert für Anleger und eine bessere Zukunft für alle.
Genau diesen Zukunftsplan verfolge der internationale Aktienfonds RobecoSAM Circular Economy Equities. Er sei ein Impact-Fonds mit sehr hohen Nachhaltigkeitsstandards, der positive Veränderungen unterstütze mittels drei Prinzipien: Abfall und Verschmutzung vermeiden, Produkte und Materialien länger nutzen sowie weiterverwerten und sich regenerierende natürliche Systeme nutzen. Folgerichtig investiere er weltweit in Unternehmen, die die Kreislaufwirtschaft voranbringen würden: Sie würden wiederverwendbare oder recycelbare Produktionsmittel entwickeln und gestalten, Kreislaufsysteme in Logistik und Abfallmanagement anbieten oder eine soziale und umweltfreundliche Ernährung und Lebensweise fördern.
Die überzeugenden Anlageergebnisse seit Auflegung 2020 würden zeigen, dass diese kluge zukunftsweisende Anlagestrategie sich auszahle. Dieser Fonds sei deshalb für die Experten ein "Must-Have" für jedes Depot. (News vom 15.02.2024) (16.02.2024/fc/n/s)
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