Kepler: Neuer Euro-Rentenfonds setzt auf Mehrrenditen - Fondsnews


17.02.21 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Kepler KAG hat zwei Anleiheportfolios zusammengelegt und umgemodelt, so die Experten von "FONDS professionell".

Geringere Gebühren und ein größeres Anlageuniversum sollten dafür sorgen, dass der Spagat zwischen Rendite und Sicherheit weiter gelinge. Der Fonds eigne sich zur Deckung von Pensionsrückstellungen und für den Gewinnfreibetrag.

Im langjährigen Niedrigzinsumfeld könnten Anleger mit einer klassischen Euro-Rentenveranlagungen kaum noch auskömmliche Renditen erwirtschaften. Ein neues Portfolio der Kepler KAG versuche hier, die Möglichkeiten besser auszuschöpfen.

Der Kepler Euro Plus sei eine Verschmelzung des K 80 Exklusivfonds mit dem Kepler Netto Rentenfonds. Aus dieser Historie heraus sei das neue Portfolio bereits mit einem Morningstar-Rating von vier Sternen ausgestattet. Die Zusammenlegung und Neuausrichtung sollten dazu beitragen, trotz Niedrigzinsumfeldes weiter die Ertragserwartungen zu erfüllen.

So könnten durch das nun höhere Fondsvolumen Kostenvorteile ausgeschöpft werden (etwa optimierte Fixkosten für Wirtschaftsprüfer). Die Verwaltungsgebühr sinke auf 0,36 Prozent p.a., der Ausgabeaufschlag auf zwei Prozent, während hier im K 80 noch 0,44 und drei Prozent veranschlagt worden seien.

In Summe ergebe sich auch eine größere Streuung, die nun gemeinsam bei über 200 Einzelanleihen liege. Rating-Schwerpunkt sei weiter der Investment-Grade-Bereich. Hauptsächlich handele es sich um Anleihen und Geldmarktinstrumente von Staaten, Gebietskörperschaften, supranationalen Emittenten und Unternehmen. Rund zehn Prozent der Holdings seien High-Yield-Unternehmensanleihen.

Mindestens 51 Prozent des Fondsvermögens würden in Anleihen internationaler Emittenten investiert, die in Euro-Währungen begeben beziehungsweise in Euro abgesichert seien. Momentan sei laut Unternehmensunterlagen ein Anteil von 20 Prozent in Emerging Markets platziert. Währungsrisiken würden weitgehend abgesichert.

Mehrrenditen sollten außerdem durch die gezielte Beimischung von Titeln mit Risikoaufschlägen erzielt werden. Dies sei aber schon früher Teil der Strategie gewesen. Unter anderem würden laut Unternehmensangaben kleinvolumigere Emissionen eingestreut, die wegen ihrer geringeren Liquidität eine Prämie bieten würden. Zwischenzeitliche Wertschwankungen würden bewusst in Kauf genommen. Das Produkt sei für einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren gedacht. Es sei wie bereits der K 80 geeignet zur Deckung von Pensionsrückstellungen sowie zur Nutzung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags.

Neu sei das Portfoliomanagement. Der bisherige Verantwortliche beider Portfolios, Heimo Flink, benötige mehr Zeit für den Bereich Emerging Markets, wie er gegenüber der Redaktion sage. Er gebe die Leitung an Stefan Waldenberger ab. Beide Fonds hätten die Ertragserwartungen in den letzten Jahren erfüllt, so Flink zur Redaktion. Doch das anhaltend niedrige Zinsumfeld und die Gebühren würden die künftigen Ertragschancen belasten. "Steuerschonende Anlagebausteine wie zum Beispiel Wohnbauanleihen oder KESt-freie Altemissionen haben im Zinstief an Stellenwert verloren", erkläre Flink.

Die "Kepler Euro Plus"-Tranchen:

ISIN AT0000722558 / WKN A0MTY2, Thesaurierung
ISIN AT0000784756 / WKN A0MT32, Ausschüttung
ISIN AT0000A2MKV6, T-Institutionelle (News vom 16.02.2021) (17.02.2021/fc/n/s)





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