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LBBW steigt aus Spekulation mit Grundnahrungsmitteln in eigenen Fonds aus
27.06.12 10:34
fondscheck.de
Westerburg (www.fondscheck.de) - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) steigt aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen aus: Die LBBW werde in den beiden Fonds LBBW Rohstoffe 1 und LBBW Rohstoffe 2 LS in Zukunft komplett auf Agrarrohstoffinvestments verzichten, so die Bank in einer Presseerklärung. Im April dieses Jahres hatte schon die DekaBank der Sparkassen angekündigt, in eigenen Fonds angebotene Wetten auf wichtige Agrarrohstoffe bis zum Jahresende aus dem Portfolio zu streichen.
foodwatch hatte die Banken im Oktober 2011 aufgefordert, die Spekulation mit Agrarrohstoffen zu beenden. In dem Report "Die Hungermacher" hatte foodwatch viele Belege dafür veröffentlicht, dass solche Anlagen zu einem tatsächlichen Anstieg der Lebensmittelpreise führen und in armen Teilen der Erde Hunger verursachen.
"Mit der Landesbank Baden-Württemberg zieht nach der DekaBank der Sparkassen nun schon die zweite Bank die einzig richtige Konsequenz und steigt aus dem unverantwortlichen Geschäft mit dem Hunger aus", so foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. "Nun müssen endlich auch die genossenschaftlich organisierten Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Deutsche Bank diesem Beispiel folgen. Hier gilt das Vorsorgeprinzip: Angesichts der erdrückenden Belege, dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln die Preise in die Höhe treibt, müssen die Banken jetzt aussteigen - solange das Gegenteil nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann."
foodwatch kritisierte allerdings, dass sowohl LBBW als auch die DekaBank die Spekulation mit Agrarrohstoffen lediglich bei eigenen Fonds-Produkten beenden. Rohstoff-Fonds anderer Banken sollen hingegen weiter vertrieben werden und auch auf die Entwicklung des Ölpreises wollen beide Banken weiter spekulieren. Über die Kosten für Agrardiesel und Mineraldünger hat der Ölpreis direkten Einfluss auf die Nahrungsmittelpreise.
Mit der Kampagne "Hände weg vom Acker, Mann!" hat sich foodwatch im Anschluss an die Veröffentlichung des Reports "Die Hungermacher" direkt an die Deutsche Bank als größtes deutsches Investmenthaus gewandt und den Ausstieg aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen gefordert. Über 63.000 Menschen unterstützten diese Forderung mit einer Protest-E-Mail. Die Deutsche Bank erklärte mittlerweile, die Auswirkung ihrer Anlagen auf Nahrungsmittelpreise zu prüfen und bis zum Jahresende einen Bericht zu präsentieren. foodwatch-Chef Thilo Bode: "Solange die Deutsche Bank prüft und Studien erstellt, hungern weiter Menschen in den ärmsten Ländern der Welt - auch durch die Geschäfte der Deutschen Bank. DekaBank und LBBW zeigen der Deutschen Bank, wie es geht: Nicht lange Studien erstellen und die Entscheidung hinauszögern, sondern angesichts der zahlreichen Belege für die Schädlichkeit der Geschäfte aussteigen - jetzt!"
Einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von foodwatch zufolge halten
84 Prozent der Bundesbürger die Nahrungsmittelspekulation für nicht akzeptabel (November 2011). (27.06.2012/fc/n/s)
foodwatch hatte die Banken im Oktober 2011 aufgefordert, die Spekulation mit Agrarrohstoffen zu beenden. In dem Report "Die Hungermacher" hatte foodwatch viele Belege dafür veröffentlicht, dass solche Anlagen zu einem tatsächlichen Anstieg der Lebensmittelpreise führen und in armen Teilen der Erde Hunger verursachen.
foodwatch kritisierte allerdings, dass sowohl LBBW als auch die DekaBank die Spekulation mit Agrarrohstoffen lediglich bei eigenen Fonds-Produkten beenden. Rohstoff-Fonds anderer Banken sollen hingegen weiter vertrieben werden und auch auf die Entwicklung des Ölpreises wollen beide Banken weiter spekulieren. Über die Kosten für Agrardiesel und Mineraldünger hat der Ölpreis direkten Einfluss auf die Nahrungsmittelpreise.
Mit der Kampagne "Hände weg vom Acker, Mann!" hat sich foodwatch im Anschluss an die Veröffentlichung des Reports "Die Hungermacher" direkt an die Deutsche Bank als größtes deutsches Investmenthaus gewandt und den Ausstieg aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen gefordert. Über 63.000 Menschen unterstützten diese Forderung mit einer Protest-E-Mail. Die Deutsche Bank erklärte mittlerweile, die Auswirkung ihrer Anlagen auf Nahrungsmittelpreise zu prüfen und bis zum Jahresende einen Bericht zu präsentieren. foodwatch-Chef Thilo Bode: "Solange die Deutsche Bank prüft und Studien erstellt, hungern weiter Menschen in den ärmsten Ländern der Welt - auch durch die Geschäfte der Deutschen Bank. DekaBank und LBBW zeigen der Deutschen Bank, wie es geht: Nicht lange Studien erstellen und die Entscheidung hinauszögern, sondern angesichts der zahlreichen Belege für die Schädlichkeit der Geschäfte aussteigen - jetzt!"
Einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von foodwatch zufolge halten
84 Prozent der Bundesbürger die Nahrungsmittelspekulation für nicht akzeptabel (November 2011). (27.06.2012/fc/n/s)
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