Nachgehakt: Die Pläne der Fondshäuser für 2017 - Teil 4 - Fondsnews


23.12.16 15:11
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der FONDS professionell KONGRESS rückt in großen Schritten näher und schon bald werden sich über 222 Aussteller in Mannheim präsentieren, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Redaktion habe nachgehorcht und die teilnehmenden Häuser nach ihren Plänen für das neue Jahr befragt.

China-Crash, Brexit-Votum, Donald Trump als neuer US-Präsident: Das Jahr 2016 habe einmal mehr nervenaufreibende Ereignisse für die Börsenprofis bereitgehalten. Umso spannender sei die Frage, wie sich die Fondsgesellschaften auf das neue Jahr vorbereiten würden, was sie für 2017 geplant hätten und auf welche Produkte sie dabei setzen würden.

Die Redaktion habe daher die am FONDS professionell KONGRESS teilnehmenden Investmenthäuser zu ihren Produkt- und Vertriebsplänen befragt. Dabei zeige sich, dass für das Gros der 133 befragten Fondshäuser risikokontrollierte Produkte, die sich in einem volatilen Marktumfeld gut schlagen sollten, auf der Favoritenliste ganz oben stünden.

Im vierten Teil ihrer zweiwöchigen Reihe würden die Experten die konkreten Vorhaben der Aussteller aus dem Asset-Management-Bereich vorstellen. Welche seien das bei den Fondshäusern mit dem Firmennamen D bis E? Hier sei die Antwort:

Danske Invest: Am deutschen Markt etablieren

Produkte: Danske Invest sehe sich im anhaltenden Umfeld niedriger Zinsen gut aufgestellt. Neben europäischen Dividendenaktien sowie marktneutralen Aktienstrategien sollten nach Ansicht der skandinavischen Fondsgesellschaft Emerging-Markets-Fonds im neuen Jahr wichtige Bausteine bilden. Dennoch möchte Danske­Invest 2017 weitere neue Strategien vorstellen. Die Fonds des Hauses würden in den meisten europäischen Ländern vertrieben und laut eigenen Angaben ein Gesamtvermögen von über 88 Milliarden Euro verwalten.

Vertrieb/Service: Danske Invest habe sich zum Ziel gesetzt, sich neben den skandinavischen Ländern auch in Deutschland zu etablieren. Wie das Unternehmen betone, sei der Ausbau des Frankfurter Teams im Jahr 2016 nur ein weiterer Schritt gewesen, um Kunden vor Ort besser zu betreuen. Außerdem plane das Investmenthaus, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1928 zurückreichen würden, das Angebot wichtiger Inhalte in deutscher Sprache kontinuierlich zu erweitern.

Degroof Petercam AM: Erweiterung Produktwelt

Produkte: Im Zuge der Fusion von Petercam und der Banque Degroof zu Bank Degroof­Petercam Anfang Oktober 2015 seien auch die Asset-Management-Einheiten der beiden Gesellschaften zu Beginn des Jahres 2016 zusammengelegt worden. Damit sei der Zugang zu zwei sich ergänzenden Ansätzen im Portfoliomanagement unter einem Dach geschaffen worden. Petercam IAM sei für sein aktives Portfoliomanagement auf Basis von detaillierten Fundamentalanalysen bekannt. Die Degroof Fund Management Company habe sich ihrerseits vor allem auf den Bereich quantitativer Strategien spezialisiert. Im ersten Quartal 2017 sollten die Umbenennung der Produkte und die Zulassung neuer Strategien in Deutschland abgeschlossen sein.

Vertrieb/Service: Das Team von Degroof Petercam sei bereits ausgebaut worden, womit die Betreuung und Unterstützung der Kunden verbessert werden solle. Zusätzlich sollten elektronische Kommunikationswege unterstützt und intensiver genutzt werden.

Deutsche AM: Neue Lösung für Lebensversicherungen

Produkte: Seit 2016 biete die Deutsche Asset Management mit dem DWS Komfort Depot eine einfache, kostengünstige und flexible Produktlösung für ablaufende Lebensversicherungen an. Dieses Angebot richte sich besonders an versicherungsaffine Berater. Im weiterhin niedrigen Zinsumfeld würden nach Ansicht der Gesellschaft defensive Aktienstrategien wie der DWS Top Dividende, der Deutsche Invest I Low Vol World und Mischfonds wie etwa der DWS Concept Kaldemorgen und der Deutsche Invest Multi Opportunites (ISIN LU1054321358 / WKN DWS1MX) weiterhin im Mittelpunkt bleiben.

Vertrieb/Service: Auch im Jahr 2017 stehe der Vertriebsservice bei der Deutschen Asset Management im Fokus und solle weiter verbessert werden. So seien wieder zahlreiche Aktivitäten wie "DWS live vor Ort", Telefonkonferenzen, Partnerbesuche, Kundenveranstaltungen, Onlineschulungen und spezielle Fachtrainings wie das "Fondsdiplom" geplant.

Deutsche AM-X: Renten-ETF-Lösungen

Produkte: Seit einigen Jahren würden ETFs auf Anleihen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies habe für die passive Fondssparte der Deutschen Asset Management drei Gründe. Traditionell würden Anleihen außerbörslich gehandelt. Dabei sei die Preistransparenz deutlich geringer als beim Handel über die Börse. Anleihen-ETFs hingegen würden über die Börse handeln. Viele Anleihenemissionen würden nicht häufig gehandelt. Dadurch könnten manche Anleihenmärkte stark fragmentiert sein. ETFs würden Anleihen in einem einzigen Instrument bündeln, das für viele Anleger deutlich einfacher zu handeln sei. Drittens könnten ETFs im Niedrigzinsumfeld den Zugang zu höher verzinslichen Märkten vereinfachen. DB X-Trackers habe daher seine Palette an physischen Anleihen-ETFs für Kerninvestments, Renditeorientierung und Qualitätsorientierung ausgebaut, um Anlegern im Niedrigzinsumfeld Lösungen zu bieten.

Vertrieb/Service: Ihren Vertriebsservice werde die passive Fondssparte der Deutschen Asset Management wie gewohnt fortführen.

DJE Kapital AG: Erprobte Methoden

Produkte: Die DJE Kapial AG setze die Schwerpunkte auf folgende Fonds: Dividende & Substanz, Zins & Dividende, Asia High Dividend, Mittelstand & Innovation. Seit 1974 verfolge der Asset Manager mit seinen Fonds einen anti­zyklischen Ansatz. Dabei setze das Unternehmen die sogenannte FMM-Methode ein, mit der konkrete Marktchancen von Unternehmen eingeschätzt und beobachtet würden. In einem dreistufigen Auswahlverfahren würden bilanzstarke, solide und werthaltige Unternehmen herausgefiltert. Erst am Ende dieses Prozesses, wenn die Unternehmen die strengen Auswahlkriterien erfüllt hätten, würden konkrete Investitionsentscheidungen über einzelne Titel getroffen.

Vertrieb/Service: Die DJE Kapital AG möchte den Vertrieb 2017 weiter personell verstärken und entsprechend den Bedürfnissen seiner Partner und Kunden ausrichten.

DNB Asset Management: Nordische Renten

Produkte: Die norwegische Bank DNB werde sich auch im Jahr 2017 auf ihre Fonds in den Themenbereichen Skandinavien und globale Technologie konzentrieren. Hierbei habe DNB neben Aktien- und High-Yield-Fonds auch Long-only- sowie marktneutrale Long/Short-Ansätze im Angebot.

Vertrieb/Service: Vor Ort wolle DNB Investoren mit dem gewohnten Niveau beraten. Die Präsenz solle durch zahlreiche Einzelgespräche, Konferenzen, Messebesuche und Roadshows unterstrichen und durch Online-Formate unterstützt werden. Flache Hierarchien sollten Investoren zudem den direkten Zugang zu Entscheidungsträgern ermöglichen. Die Vertriebsunterstützung solle verdeutlichen, dass Deutschland neben Österreich und der Schweiz eine tragende Säule der Vertriebsausrichtung von DNB bleibe, auch wenn sich das Investmenthaus zunehmend internationaler aufstellen möchte.

DONNER & REUSCHEL: Das Beste aus zwei Welten

Produkte: Auch im Jahr 2017 setze das Hamburger Bankhaus DONNER & REUSCHEL auf seine Regelwerke, die sich beispielsweise in den Best-of-Two-Konzepten wiederfinden würden. Darunter verstehe die Gesellschaft klassische oder auch erweiterte Multi-Asset-Lösungen. Zusätzlich stünden ausgewählte Fonds der HANSAINVEST im Fokus - so etwa der HANSAgold (ISIN DE000A0RHG75 / WKN A0RHG7, EUR; ISIN DE000A0NEKK1 / WKN A0NEKK, USD) oder der HANSAsmart Select E (ISIN DE000A1H44U9 / WKN A1H44U, Class-A; ISIN DE000A1JXM68 / WKN A1JXM6, Class-I), ein risikominimiertes Euroland-Aktienportfolio. DONNER & REUSCHEL werde aber auch neue Asset-Management-Strategien präsentieren, etwa den neu aufgelegten Hansarenten Spezial.

Vertrieb/Service: Im neuen Jahr werde das 1798 gegründete Bankhaus DONNER & REUSCHEL wieder großen Wert auf persönliche Gespräche mit seinen Partnern, Kunden und Interessenten legen. Zusätzlich liefere das Haus weitere Informationen per Newsletter und lade wieder zu regelmäßigen Webinaren ein.

DVAM: Anleihen hui, Aktien etwas pfui …

Produkte: Neben der DVAM Vermögensverwaltung rücke die Gesellschaft auch den Fonds DVAM Mehr Werte (ISIN DE000A1J3WK1 / WKN A1J3WK) stärker in den Fokus. Das Unternehmen orte fehlende Anlageangebote von Banken und Sparkassen für konservative Anleger. Daher solle der Fonds eine Möglichkeit bieten, entweder durch regelmäßiges Sparen ab 50 Euro monatlich oder auch durch kleinere Anlagesummen vom Zins-Know-how der DVAM zu profitieren. Dabei stünden weiterhin Unternehmensanleihen im Fokus, während Aktien und Rohstoffe als Beimischung betrachtet würden. Gerade die letzten Jahre hätten gezeigt, dass eine auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagestrategie immer Anlagen in Zinspapieren bedinge.

Vertrieb/Service: Der DVAM Mehr Werte Fonds sei exklusiv und werde ausgesuchten Vertriebspartnern zur Verfügung gestellt. Dadurch bestehe ein direkter Zugang zum Fondsmanagement.

Edmond de Rothschild AM: Flexibel investieren

Produkte: Der EDRF Global Crossover sei erst kürzlich in Deutschland zum Vertrieb zugelassen worden. Der fünf Jahre alte Rentenfonds investiere mit Schwerpunkt in Unternehmensanleihen, die im Ratingbereich BBB/BB, also exakt zwischen Investment Grade und High Yield, lägen. Denn nach Ansicht von Edmond de Rothschild AM (EdRAM) biete diese Ratingzone das beste Risk-Return-Verhältnis. So habe der EDRF Global Crossover seit seiner Auflage eine Performance von über 6,5 Prozent per annum mit einer Volatilität von unter drei Prozent erzielen können. Zudem werde EdRAM an die Rentenlaufzeitfonds-Reihe Millesima anknüpfen und einen weiteren Fonds auflegen. Der Vertriebsfokus werde auch im Jahr 2017 auf dem globalen Rentenfonds Bond Allocation liegen.

Vertrieb/Service: EdRAM habe 2015 und 2016 nicht nur im Bereich Sales Support und Produktmanagement am Standort Frankfurt aufgestockt, sondern auch die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter von zwei auf vier verdoppelt.

ETF Securities: Robotik & Automatisierung

Produkte: Wie ETF Securities erzähle, sei die neue Produktplattform mit den Themen Robotik, Automatisierung sowie Cyber-Security-ETFs im vergangenen Jahr gut vom Markt angenommen worden. Darauf wolle das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Jersey habe, im neuen Jahr mit weiteren Produkten aufbauen. Darüber hinaus plane ETF Securities, speziell für den Versicherungsmarkt konzipierte ETF-Lösungen zu lancieren. Dabei werde vor allem das regulatorische Umfeld Berücksichtigung finden.

Vertrieb/Service: Bei seinen Vertriebsaktivitäten habe sich ETF Securities bislang hauptsächlich auf den institutionellen Bereich konzentriert. Im neuen Jahr möchte die im Jahr 2003 ins Leben gerufene Gesellschaft vermehrt Augenmerk auf die Anlageberaterlandschaft sowie auf Privatanleger legen. Um dieses Unterfangen umzusetzen, werde ETF Securities auf externe Marketingkanäle, Onlineplattformen sowie Privatbanken setzen.

Ethenea: Qualität treffe auf Kontinuität

Produkte: Auch 2016 halte Ethenea an seinem Konzept der drei vermögensverwaltenden Mischfonds fest. Die Bereiche Portfoliomanagement und Research seien weiter ausgebaut worden. Damit wolle die Gesellschaft ihrem Anspruch, aktives Management zu betreiben, gerecht werden. Der Kapitalerhalt, niedrige Schwankungen und eine attraktive Performance stünden für Ethenea nach einem turbulenten Jahr auch weiterhin im Vordergrund.

Vertrieb/Service: Der Fokus von Ethenea liege auf der konstanten Optimierung seiner Serviceleistungen sowie der Kommunikation. Das quartalsweise stattfindende Webinar, der Ethenea-Marktkommentar und die auf der Website bereitgestellten Informationen würden laut dem Unternehmen großen Anklang bei seinen Partnern finden. Ethenea wolle außerdem bei Schulungen und Veranstaltungen den Erfahrungsaustausch forcieren, neue Wege in der Kommunikation beschreiten und bei wichtigen Events der Branche vertreten sein.

EYB & WALLWITZ: Transparenz und Kontinuität

Produkte: Neben den bekannten Phaidros Funds Balanced und Conservative, die aus einem großen Anlageuniversum von Staats-, Unternehmens- und Wandelanleihen, Aktien und REITs schöpfen würden, wolle EYB & WALLWITZ seinen Vermarktungsfokus auf den neuen Fonds, den Phaidros Funds Fallen Angels (ISIN LU0872913917 / WKN A1KBEL), setzen. Fallen Angels seien Anleihen, die ein Investment-Grade-Rating gehabt hätten, diesen Status jedoch verloren hätten. Nach starkem Kursrückgang sollten sie eine aussichtsreiche Investmentalternative bieten.

Vertrieb/Service: Anlegern, die EYB & WALLWITZ ihr Geld anvertrauen würden, möchte die 2004 gegründete Gesellschaft Transparenz und Kontinuität bieten. Sie sollten fundierte Informationen über Positionierung, Risiko- und Performancemessung der Fonds erwarten dürfen. Beispiele hierfür seien regelmäßige Berichte, Publikationen zu den wichtigen Themen der Finanzmärkte, Fondsmanagergespräche, Vor-Ort-Schulungen sowie Webkonferenzen. (News vom 22.12.2016) (23.12.2016/fc/n/s)





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