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Offene Immobilienfonds: Vermietungslage bleibt weitgehend stabil - Fondsnews
28.05.24 14:17
Scope Fund Analysis GmbH
Berlin (www.fondscheck.de) - Die durchschnittliche Vermietungsquote offener Immobilienfonds befindet sich trotz der aktuellen Herausforderungen auf einem soliden Niveau, so die Experten der Scope Fund Analysis GmbH.
Mit 93,7% liege sie nur leicht unter dem Wert des Vorjahrs. Für 2024 erwarte Scope einen etwas niedrigeren Wert.
Scope habe die Vermietungssituation von 27 offenen Immobilienpublikumsfonds mit einem Verkehrswertvolumen von rund 120 Mrd. Euro analysiert. Die nach dem Verkehrswert gewichtete Vermietungsquote habe Ende 2023 bei 93,7% und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (94,1%) gelegen. Zum 30.04.2024 habe sich die Quote kaum verändert.
Die durchschnittliche Vermietungsquote habe 2019 mit 96,0% ihren Höhepunkt erreicht. Aufgrund der Corona-Pandemie sei sie in den Folgejahren auf gut 94% gefallen.
Das Spektrum der Vermietungsquoten habe Ende 2023 von 83% bis 100% gereicht. Die fünf größten Fonds (= Verkehrswertvolumen über 10 Mrd. Euro) würden eine Vermietungsquote von 94,1% aufweisen und damit den Branchendurchschnitt übertreffen. Die Fonds mit einem Verkehrswertvolumen von weniger als 10 Mrd. Euro würden mit einer Vermietungsquote von 93,0% darunter liegen.
Insgesamt hätten zwölf der 27 Fonds ihre Vermietungsquote im vergangenen Jahr verbessern können. Neun hätten ihre Quote um mehr als 0,5 Prozentpunkte (PP) gesteigert. Den stärksten Anstieg habe der UniImmo: Wohnen ZBI mit 2,1 PP auf 92,2% verzeichnet.
Zwei Fonds seien konstant geblieben, 13 hätten einen Rückgang verzeichnet. Bei sechs Produkten sei die Quote um -0,4 PP bis -1,2 PP gesunken, bei sieben Fonds um -1,6 PP bis -4,5 PP. Den höchsten Rückgang mit -4,5 PP weise der Quadoro Sustainable Real Estate Europe Private auf, dessen Vermietungsquote zum Jahresende bei 93,8% gelegen habe. Grund dafür seien drei finnische Büroimmobilien in B-Lagen gewesen, deren Leerstand gestiegen sei.
Trotz des spürbaren Rückgangs infolge der Corona-Krise, des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen geopolitischen Auswirkungen würden die Vermietungsquoten weiterhin auf einem soliden Niveau liegen. Zum Vergleich: 2011, als die Fonds noch den Auswirkungen der Finanzkrise ausgesetzt gewesen seien, habe die durchschnittliche Vermietungsquote lediglich 91,8% betragen.
Scope rechne für 2024 im Durchschnitt mit leicht sinkenden Vermietungsquoten. Viele Mietverträge seien langfristig geschlossen worden oder hätten während der Corona-Krise gegen Unterstützungsleistungen für die Mieter vorzeitig verlängert werden können. Viel hänge von der Bonität der Mieter ab und die Anforderungen an das Asset Management würden weiter steigen, um das aktuelle Niveau halten zu können.
Zu bewältigen seien nicht nur die Zurückhaltung bei den Mietern und eine höhere Zahl möglicher Insolvenzen. Besonders die ESG-Ertüchtigung im Bestand werde die Manager stark fordern, um den Spagat zwischen hohen Vermietungsquoten mit auskömmlichen Mieten und steigenden Kosten für Modernisierungen, CO2-Bepreisung und Mieter-Incentives zu meistern.
Für Büroimmobilien in den USA seien die Herausforderungen besonders stark gestiegen und Scope rechne insbesondere in diesem Segment mittelfristig mit steigenden Leerständen in den Fondsportfolios. Schon jetzt sei die Vermietungsquote der von den Fonds gehaltenen Büros in den USA niedriger als in anderen wichtigen Märkten. (28.05.2024/fc/n/s)
Mit 93,7% liege sie nur leicht unter dem Wert des Vorjahrs. Für 2024 erwarte Scope einen etwas niedrigeren Wert.
Scope habe die Vermietungssituation von 27 offenen Immobilienpublikumsfonds mit einem Verkehrswertvolumen von rund 120 Mrd. Euro analysiert. Die nach dem Verkehrswert gewichtete Vermietungsquote habe Ende 2023 bei 93,7% und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (94,1%) gelegen. Zum 30.04.2024 habe sich die Quote kaum verändert.
Die durchschnittliche Vermietungsquote habe 2019 mit 96,0% ihren Höhepunkt erreicht. Aufgrund der Corona-Pandemie sei sie in den Folgejahren auf gut 94% gefallen.
Das Spektrum der Vermietungsquoten habe Ende 2023 von 83% bis 100% gereicht. Die fünf größten Fonds (= Verkehrswertvolumen über 10 Mrd. Euro) würden eine Vermietungsquote von 94,1% aufweisen und damit den Branchendurchschnitt übertreffen. Die Fonds mit einem Verkehrswertvolumen von weniger als 10 Mrd. Euro würden mit einer Vermietungsquote von 93,0% darunter liegen.
Zwei Fonds seien konstant geblieben, 13 hätten einen Rückgang verzeichnet. Bei sechs Produkten sei die Quote um -0,4 PP bis -1,2 PP gesunken, bei sieben Fonds um -1,6 PP bis -4,5 PP. Den höchsten Rückgang mit -4,5 PP weise der Quadoro Sustainable Real Estate Europe Private auf, dessen Vermietungsquote zum Jahresende bei 93,8% gelegen habe. Grund dafür seien drei finnische Büroimmobilien in B-Lagen gewesen, deren Leerstand gestiegen sei.
Trotz des spürbaren Rückgangs infolge der Corona-Krise, des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen geopolitischen Auswirkungen würden die Vermietungsquoten weiterhin auf einem soliden Niveau liegen. Zum Vergleich: 2011, als die Fonds noch den Auswirkungen der Finanzkrise ausgesetzt gewesen seien, habe die durchschnittliche Vermietungsquote lediglich 91,8% betragen.
Scope rechne für 2024 im Durchschnitt mit leicht sinkenden Vermietungsquoten. Viele Mietverträge seien langfristig geschlossen worden oder hätten während der Corona-Krise gegen Unterstützungsleistungen für die Mieter vorzeitig verlängert werden können. Viel hänge von der Bonität der Mieter ab und die Anforderungen an das Asset Management würden weiter steigen, um das aktuelle Niveau halten zu können.
Zu bewältigen seien nicht nur die Zurückhaltung bei den Mietern und eine höhere Zahl möglicher Insolvenzen. Besonders die ESG-Ertüchtigung im Bestand werde die Manager stark fordern, um den Spagat zwischen hohen Vermietungsquoten mit auskömmlichen Mieten und steigenden Kosten für Modernisierungen, CO2-Bepreisung und Mieter-Incentives zu meistern.
Für Büroimmobilien in den USA seien die Herausforderungen besonders stark gestiegen und Scope rechne insbesondere in diesem Segment mittelfristig mit steigenden Leerständen in den Fondsportfolios. Schon jetzt sei die Vermietungsquote der von den Fonds gehaltenen Büros in den USA niedriger als in anderen wichtigen Märkten. (28.05.2024/fc/n/s)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 35,78 € | 35,85 € | -0,07 € | -0,20% | 17.04./07:02 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000A2DMVS1 | A2DMVS | 37,82 € | 34,11 € | |
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