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Rüstungsfonds von Warburg stößt auf großes Interesse - Fondsnews
20.08.25 11:30
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg hat mit ihrem neuen Rüstungsfonds in wenigen Wochen rund 40 Millionen Euro eingesammelt, so die Experten von "FONDS professionell".
Auch die DekaBank und die LBBW würden von großer Nachfrage nach entsprechenden Produkten berichten.
"Wir verzeichnen täglich substanzielle Zuflüsse von Anlegerseite", habe Warburg-Investmentchef Christian Jasperneite im Interview mit "Bloomberg" gesagt. Gestartet worden sei der Fonds am 1. Juli. "Ich traue dem Fonds zu, dass er perspektivisch mehrere hundert Millionen Euro einwirbt."
"Nachholbedarf" in Europa
Der neue Fonds European Defence Equity investiere zu mindestens 50 Prozent in "echte Waffenhersteller", wie Jasperneite es nenne. Hinzu kämen Zulieferer wie Triebwerkshersteller, Logistikunternehmen sowie Werte aus dem Bereich Cyber Security. Die größten Positionen im Fonds seien zuletzt Airbus, Rheinmetall und Safran gewesen.
"Der Fonds investiert fast ausschließlich in europäische Aktien, weil es in dieser Region den größten Nachholbedarf beim Thema Verteidigung gibt. Hinzu kommt, dass die USA vielleicht nicht mehr ein so verlässlicher Partner sind wie früher", so Jasperneite bei dem Gespräch im Hamburger Warburg-Büro.
Auch institutionelle Investoren hätten Interesse
Angesichts des Ukraine-Kriegs und der Verstimmungen mit den USA hätten zuletzt zahlreiche Fondsanbieter neue Angebote auf den Markt gebracht. Die DekaBank liege mit ihrem Deka-Security and Defense im Moment bei einem Volumen von rund 350 Millionen Euro, die LBBW mit ihrem LBBW Sicher Leben bei etwa 120 Millionen Euro. Einige Rüstungs-ETFs hätten binnen Monaten sogar Milliardenbeträge eingeworben.
Der Warburg-Fonds richte sich vor allem an Privatkunden. Die Bank habe jedoch festgestellt, dass der Fonds auch bei institutionellen Anlegern wie Versorgungswerken auf Interesse treffe. Insofern solle auch diese Zielgruppe verstärkt angesprochen werden. Für die beiden Kundengruppen seien unterschiedliche Tranchen aufgelegt worden.
"Noch lange nicht alles eingepreist"
Jasperneite zufolge verändere sich die Welt derzeit so stark wie zuletzt vor Jahrzehnten. Er beobachte geopolitische Spannungen, Militarisierung und Blockbildung. Die Kriegsgefahr steige. "Verteidigung ist ein strukturelles Thema, das uns in den nächsten 20 bis 30 Jahren beschäftigen wird. Auch wenn viele Rüstungsaktien in den vergangenen Monaten bereits deutlich teurer geworden sind, ist hier sicherlich noch lange nicht alles eingepreist", habe Jasperneite gesagt. (fp/Bloomberg) (News vom 19.08.2025) (20.08.2025/fc/n/s)
Auch die DekaBank und die LBBW würden von großer Nachfrage nach entsprechenden Produkten berichten.
"Wir verzeichnen täglich substanzielle Zuflüsse von Anlegerseite", habe Warburg-Investmentchef Christian Jasperneite im Interview mit "Bloomberg" gesagt. Gestartet worden sei der Fonds am 1. Juli. "Ich traue dem Fonds zu, dass er perspektivisch mehrere hundert Millionen Euro einwirbt."
"Nachholbedarf" in Europa
Der neue Fonds European Defence Equity investiere zu mindestens 50 Prozent in "echte Waffenhersteller", wie Jasperneite es nenne. Hinzu kämen Zulieferer wie Triebwerkshersteller, Logistikunternehmen sowie Werte aus dem Bereich Cyber Security. Die größten Positionen im Fonds seien zuletzt Airbus, Rheinmetall und Safran gewesen.
Auch institutionelle Investoren hätten Interesse
Angesichts des Ukraine-Kriegs und der Verstimmungen mit den USA hätten zuletzt zahlreiche Fondsanbieter neue Angebote auf den Markt gebracht. Die DekaBank liege mit ihrem Deka-Security and Defense im Moment bei einem Volumen von rund 350 Millionen Euro, die LBBW mit ihrem LBBW Sicher Leben bei etwa 120 Millionen Euro. Einige Rüstungs-ETFs hätten binnen Monaten sogar Milliardenbeträge eingeworben.
Der Warburg-Fonds richte sich vor allem an Privatkunden. Die Bank habe jedoch festgestellt, dass der Fonds auch bei institutionellen Anlegern wie Versorgungswerken auf Interesse treffe. Insofern solle auch diese Zielgruppe verstärkt angesprochen werden. Für die beiden Kundengruppen seien unterschiedliche Tranchen aufgelegt worden.
"Noch lange nicht alles eingepreist"
Jasperneite zufolge verändere sich die Welt derzeit so stark wie zuletzt vor Jahrzehnten. Er beobachte geopolitische Spannungen, Militarisierung und Blockbildung. Die Kriegsgefahr steige. "Verteidigung ist ein strukturelles Thema, das uns in den nächsten 20 bis 30 Jahren beschäftigen wird. Auch wenn viele Rüstungsaktien in den vergangenen Monaten bereits deutlich teurer geworden sind, ist hier sicherlich noch lange nicht alles eingepreist", habe Jasperneite gesagt. (fp/Bloomberg) (News vom 19.08.2025) (20.08.2025/fc/n/s)
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| DE000A40X8V3 | A40X8V | |||
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