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Schrittweise Richtung Netto-Null: Legal & General weitet sein Engagement für den Klimaschutz aus - Fondsnews
26.06.24 11:19
Legal & General IM
London (www.fondscheck.de) - Legal & General hat zum achten Mal die Ergebnisse seines jährlichen Klimaberichts "Climate Impact Pledge" (CIP) veröffentlicht, so Legal & General Investment Management in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:
Dieser Klimabericht dokumentiert das Engagement von Legal & General Investment Management (LGIM), Teil der Vermögensverwaltungssparte des Versicherungskonzerns Legal & General und einer der größten Asset Manager weltweit, um Markstandards anzuheben und um Unternehmen dazu aufzufordern, ihren Teil zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens beizutragen. In diesem Jahr hat LGIM mit mehr Unternehmen als je zuvor in einem Dialog über Klimafragen gestanden.
Darüber hinaus hat LGIM für drei emissionsintensive Sektoren Mindestanforderungen eingeführt und zwei Unternehmen auf die Desinvestitionsliste gesetzt. Auch wenn die Ergebnisse des Climate Impact Pledge auf Verbesserungen hindeuten, ist LGIM der Ansicht, dass Unternehmen noch mehr tun müssen, um ihren Teil zur Eindämmung der Klimarisiken beizutragen.
Im Rahmen seines Investment Stewardship-Engagements arbeitet LGIM mit Unternehmen zusammen, die die systemischen Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel angehen - in der Weltwirtschaft, auf den Finanzmärkten sowie in den Anlageportfolios. Da Prognosen darauf hindeuten, dass die globalen Temperaturen wahrscheinlich um mehr als 2 Grad Celsius steigen werden und damit das Ziel des Pariser Abkommens, die Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, deutlich verfehlt wird, hat LGIM sein Engagement in diesem Jahr deutlich verstärkt und seine Mindestforderungen für die folgenden Sektoren eingeführt:
- Offenlegung von Methanemissionen durch die Öl- und Gasindustrie;
- Keine Ausweitung des thermischen Kohlebergbaus oder der Stromerzeugungskapazitäten für die Bergbauindustrie sowie für Versorger.
Der Climate Impact Pledge bewertet mehr als 5.000 Unternehmen in 20 "klimakritischen" Sektoren. Diese Bewertungen können zu Sanktionen führen, die in der Regel eine Abstimmung gegen den Unternehmensvorstand bedeuten. Innerhalb dieser Firmenuniversums arbeitet LGIM direkt mit einer Gruppe von 100 "Vorreitern" zusammen, die aufgrund ihrer Größe, Bedeutung und ihrem Engagement, den Klimaschutz in ihrem Sektor voranzutreiben, ausgewählt wurden. Falls die Fortschritte zu langsam vorangehen, kann LGIM Sanktionen und sogar Desinvestitionen beschließen.
Obwohl jüngst bei allen Unternehmen, die am Climate Impact Pledge beteiligt sind, Fortschritte erzielt wurden, ist das globale Tempo des Wandels noch nicht ausreichend. LGIM verfolgt daher weiterhin seinen Ansatz des "Engagements mit Konsequenzen". In diesem Jahr hat sich die Zahl der Unternehmen, die mit Stimmrechtssanktionen belegt wurden, erhöht. Das Bergbauunternehmen Glencore sowie der Einzelhändler TJX wurden auf die Verkaufsliste gesetzt.
Michelle Scrimgeour, CEO von LGIM: "Angesichts der Tatsache, dass die Welt kürzlich zum ersten Mal die Jahresdurchschnittstemperatur um 1,5 Grad Celsius überschritten hat, ist die Botschaft klar: Wir müssen mehr tun, um den Klimawandel abzumildern, und zwar sofort.
Die Fortschritte der letzten 12 Monate haben mich ermutigt. Viele der Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, haben in wichtigen Bereichen große Fortschritte gemacht. Es ist jedoch klar, dass das Tempo der Energiewende weder reibungslos noch schnell genug ist. Der Klimawandel kann nicht nur von der Vermögensverwaltungsbranche allein bekämpft werden: Es geht vielmehr um einen Wandel des gesamten Systems, dessen Tempo von der globalen Politik, den regulatorischen Standards und der Art der Energienachfrage beeinflusst wird. Eine konsequente Zusammenarbeit ist daher der Schlüssel - um abgestimmte Maßnahmen voranzutreiben und die Dekarbonisierung auf globaler Ebene zu beschleunigen."
2024 auf einen Blick
Während der Proxy Season 2024 hat LGIM über 2.800 Unternehmen zum Thema Klima befragt - mehr als je zuvor. Insgesamt wurden 492 Unternehmen identifiziert, bei denen Sanktionen gegen den oder die Vorstandsvorsitzenden verhängt wurden - 2023 waren es 342. Der Climate Impact Pledge deckt über die von LGIM gehaltenen Unternehmensanleihen und Aktien Unternehmen ab, die für 86% der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich sind.
Aus der quantitativen Bewertung von mehr als 5.000 Unternehmen, die in LGIMs Universum emissionsintensiver Sektoren erfasst sind, wurden 106 Unternehmen identifiziert, die mit Stimmrechtssanktionen belegt werden können, weil sie die neuen Mindestforderungen nicht erfüllen. Weitere 349 Unternehmen können mit Stimmrechtssanktionen belegt werden, weil sie LGIMs Mindeststandards für den Klimawandel nicht erfüllen. LGIM erhöhte auch die Erwartungen an die Mindestanzahl der Standards, die japanische Unternehmen erfüllen müssen, von einem auf drei.
LGIM hat außerdem über 100 "Dial-Mover"-Unternehmen zu einem Treffen eingeladen, um ihre Erwartungen an die Energiewende zu erörtern. LGIM kann gegen 37 dieser Unternehmen Stimmrechtssanktionen verhängen, gegenüber 43 im Jahr 2023 - ein Fortschritt in dieser Unternehmenskategorie.
In der Saison 2024 reichte LGIM auch seine erste Aktionärsresolution in Japan ein, und zwar bei Nippon Steel, dem größten Stahlhersteller Japans und einem der größten Produzenten weltweit. LGIM forderte das Unternehmen auf, eine regionale Führungsrolle bei der Offenlegung von klimarelevanten Lobbyaktivitäten zu übernehmen.
Engagement mit Folgen
In diesem Jahr trennt sich LGIM vom Bergbauunternehmen Glencore und vom Einzelhandelsunternehmen TJX, da beide Unternehmen die in den letzten Jahren geäußerten Bedenken in Bezug auf den Klimaschutz nicht ausreichend berücksichtigt haben. Damit erhöht sich die Zahl der Desinvestitionen im Rahmen des Climate Impact Pledge auf 16; betroffen sind Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 176 Milliarden Pfund. Dazu gehören die Future-World-Fondspalette, die ESG-Fondspalette sowie alle Fonds der L&G Workplace Pensions und des L&G Mastertrust, die für die automatische Beitragszahlung vorgesehen sind.
Die Desinvestitionen im Rahmen des Climate Impact Pledge dienen dazu, nicht nur den betroffenen Unternehmen, sondern auch dem gesamten Sektor und Markt zu signalisieren, dass keine ausreichenden Fortschritte bei der Minderung von Klimarisiken erzielt wurden. LGIM wird weiterhin mit den Unternehmen auf der Desinvestitionsliste in Kontakt bleiben und sie von dieser Liste streichen, falls ausreichende Fortschritte erzielt werden.
Die Desinvestition von Glencore folgt auf ein umfangreiches Engagement mit dem Unternehmen seit dem ersten Climate Impact Pledge 2016. LGIM reichte letztes Jahr eine Aktionärsresolution bei Glencore ein, in der das Unternehmen aufgefordert wurde, offenzulegen, wie seine geplante Produktion von thermischer Kohle mit dem Pariser Abkommen und den Bemühungen um eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius in Einklang steht. LGIM ist nach wie vor besorgt darüber, dass Glencore keine Pläne für die Produktion von thermischer Kohle offengelegt hat, die mit einem Netto-Null-Pfad übereinstimmen.
Bei TJX ist LGIM nach wie vor besorgt über das Fehlen einer Null-Abholzungsrichtlinie und die unzureichende Offenlegung der wesentlichen Scope-3-Emissionen, die die Emissionen der wesentlichen Wertschöpfungsketten des Unternehmens nicht berücksichtigt.
Obwohl LGIM in diesem Jahr keine Unternehmen von seiner Desinvestitionsliste gestrichen hat, haben manche Fortschritte gemacht, beispielsweise Loblaw, Invitation Homes und COSCO Shipping Holdings. LGIM wird weiterhin konstruktiv mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten.
Stephen Beer, Senior Manager Sustainability and Responsible Investment bei LGIM: "Ein Stewardship- Engagement war noch nie so wichtig wie heute. Es ist ein entscheidender Hebel in den Bemühungen weltweit, Netto-Null zu erreichen.
Wir stellen fest, dass unsere Gespräche mit den Unternehmen im Laufe der Zeit härter werden; nicht unbedingt schwieriger, aber zielgerichteter. Wir setzen Instrumente wie Abstimmungen und Desinvestitionen ein, um Unternehmen zu bewegen, unsere Forderungen in Bezug auf das Netto-Null-Emissionsziel zu erfüllen, und gleichzeitig ein klares Signal an den Markt zu senden. Desinvestition zählt zwar zu den Stewardship-Instrumenten, aber wir betrachten sie als letztes Mittel und keineswegs als letzte Stufe unserer Aktivitäten, die wir wieder fortsetzen, wenn die Unternehmen ausreichende Fortschritte machen.
Letztendlich konzentrieren wir uns zwar auf ein Netto-Null-Ziel, aber es gibt keine Einheitsgröße, die für alle passt. Unser Ansatz ist nuanciert - es geht darum, den Unternehmen zuzuhören und die Herausforderungen zu verstehen, mit denen sie konfrontiert sind, aber auch die potenziellen Chancen, die sich ihnen bieten, um die Energiewende auf globaler Ebene zu beschleunigen."
Fortschritte hervorheben
Die Climate Impact Pledge-Bewertungen verdeutlichen die Fortschritte der Unternehmen beim Management und bei der Messung von Klimarisiken. Deutliche Verbesserungen gab es seit 2023 bei der Offenlegung von Klimaschutzmaßnahmen und den Themen der Scope-3-Berichterstattung von Unternehmen, gefolgt von Netto- Null-Ambitionen. Auch bei der Klima-Lobbyarbeit und der Klima-Governance sind bemerkenswerte Fortschritte zu verzeichnen.
Auf regionaler Ebene haben die Märkte mit Ausnahme von China und den USA ihre durchschnittliche Climate Impact Pledge-Bewertung erhöht. Europäische Länder liegen nach wie vor an der Spitze, jedoch konnten brasilianische und australische Unternehmen deutliche Verbesserungen verzeichnen.
Auch wenn seit 2016 Fortschritte zu verzeichnen sind, weist der Climate Impact Pledge weiterhin darauf hin, dass das Tempo der Energiewende beschleunigt werden muss, wenn die Welt bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen und die dramatischen Folgen für unseren Planeten, den weltweiten Wohlstand und die Unternehmenswelt abmildern will. (26.06.2024/fc/n/s)
Dieser Klimabericht dokumentiert das Engagement von Legal & General Investment Management (LGIM), Teil der Vermögensverwaltungssparte des Versicherungskonzerns Legal & General und einer der größten Asset Manager weltweit, um Markstandards anzuheben und um Unternehmen dazu aufzufordern, ihren Teil zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens beizutragen. In diesem Jahr hat LGIM mit mehr Unternehmen als je zuvor in einem Dialog über Klimafragen gestanden.
Darüber hinaus hat LGIM für drei emissionsintensive Sektoren Mindestanforderungen eingeführt und zwei Unternehmen auf die Desinvestitionsliste gesetzt. Auch wenn die Ergebnisse des Climate Impact Pledge auf Verbesserungen hindeuten, ist LGIM der Ansicht, dass Unternehmen noch mehr tun müssen, um ihren Teil zur Eindämmung der Klimarisiken beizutragen.
Im Rahmen seines Investment Stewardship-Engagements arbeitet LGIM mit Unternehmen zusammen, die die systemischen Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel angehen - in der Weltwirtschaft, auf den Finanzmärkten sowie in den Anlageportfolios. Da Prognosen darauf hindeuten, dass die globalen Temperaturen wahrscheinlich um mehr als 2 Grad Celsius steigen werden und damit das Ziel des Pariser Abkommens, die Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, deutlich verfehlt wird, hat LGIM sein Engagement in diesem Jahr deutlich verstärkt und seine Mindestforderungen für die folgenden Sektoren eingeführt:
- Offenlegung von Methanemissionen durch die Öl- und Gasindustrie;
- Keine Ausweitung des thermischen Kohlebergbaus oder der Stromerzeugungskapazitäten für die Bergbauindustrie sowie für Versorger.
Der Climate Impact Pledge bewertet mehr als 5.000 Unternehmen in 20 "klimakritischen" Sektoren. Diese Bewertungen können zu Sanktionen führen, die in der Regel eine Abstimmung gegen den Unternehmensvorstand bedeuten. Innerhalb dieser Firmenuniversums arbeitet LGIM direkt mit einer Gruppe von 100 "Vorreitern" zusammen, die aufgrund ihrer Größe, Bedeutung und ihrem Engagement, den Klimaschutz in ihrem Sektor voranzutreiben, ausgewählt wurden. Falls die Fortschritte zu langsam vorangehen, kann LGIM Sanktionen und sogar Desinvestitionen beschließen.
Obwohl jüngst bei allen Unternehmen, die am Climate Impact Pledge beteiligt sind, Fortschritte erzielt wurden, ist das globale Tempo des Wandels noch nicht ausreichend. LGIM verfolgt daher weiterhin seinen Ansatz des "Engagements mit Konsequenzen". In diesem Jahr hat sich die Zahl der Unternehmen, die mit Stimmrechtssanktionen belegt wurden, erhöht. Das Bergbauunternehmen Glencore sowie der Einzelhändler TJX wurden auf die Verkaufsliste gesetzt.
Michelle Scrimgeour, CEO von LGIM: "Angesichts der Tatsache, dass die Welt kürzlich zum ersten Mal die Jahresdurchschnittstemperatur um 1,5 Grad Celsius überschritten hat, ist die Botschaft klar: Wir müssen mehr tun, um den Klimawandel abzumildern, und zwar sofort.
Die Fortschritte der letzten 12 Monate haben mich ermutigt. Viele der Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, haben in wichtigen Bereichen große Fortschritte gemacht. Es ist jedoch klar, dass das Tempo der Energiewende weder reibungslos noch schnell genug ist. Der Klimawandel kann nicht nur von der Vermögensverwaltungsbranche allein bekämpft werden: Es geht vielmehr um einen Wandel des gesamten Systems, dessen Tempo von der globalen Politik, den regulatorischen Standards und der Art der Energienachfrage beeinflusst wird. Eine konsequente Zusammenarbeit ist daher der Schlüssel - um abgestimmte Maßnahmen voranzutreiben und die Dekarbonisierung auf globaler Ebene zu beschleunigen."
2024 auf einen Blick
Während der Proxy Season 2024 hat LGIM über 2.800 Unternehmen zum Thema Klima befragt - mehr als je zuvor. Insgesamt wurden 492 Unternehmen identifiziert, bei denen Sanktionen gegen den oder die Vorstandsvorsitzenden verhängt wurden - 2023 waren es 342. Der Climate Impact Pledge deckt über die von LGIM gehaltenen Unternehmensanleihen und Aktien Unternehmen ab, die für 86% der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich sind.
Aus der quantitativen Bewertung von mehr als 5.000 Unternehmen, die in LGIMs Universum emissionsintensiver Sektoren erfasst sind, wurden 106 Unternehmen identifiziert, die mit Stimmrechtssanktionen belegt werden können, weil sie die neuen Mindestforderungen nicht erfüllen. Weitere 349 Unternehmen können mit Stimmrechtssanktionen belegt werden, weil sie LGIMs Mindeststandards für den Klimawandel nicht erfüllen. LGIM erhöhte auch die Erwartungen an die Mindestanzahl der Standards, die japanische Unternehmen erfüllen müssen, von einem auf drei.
LGIM hat außerdem über 100 "Dial-Mover"-Unternehmen zu einem Treffen eingeladen, um ihre Erwartungen an die Energiewende zu erörtern. LGIM kann gegen 37 dieser Unternehmen Stimmrechtssanktionen verhängen, gegenüber 43 im Jahr 2023 - ein Fortschritt in dieser Unternehmenskategorie.
Engagement mit Folgen
In diesem Jahr trennt sich LGIM vom Bergbauunternehmen Glencore und vom Einzelhandelsunternehmen TJX, da beide Unternehmen die in den letzten Jahren geäußerten Bedenken in Bezug auf den Klimaschutz nicht ausreichend berücksichtigt haben. Damit erhöht sich die Zahl der Desinvestitionen im Rahmen des Climate Impact Pledge auf 16; betroffen sind Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 176 Milliarden Pfund. Dazu gehören die Future-World-Fondspalette, die ESG-Fondspalette sowie alle Fonds der L&G Workplace Pensions und des L&G Mastertrust, die für die automatische Beitragszahlung vorgesehen sind.
Die Desinvestitionen im Rahmen des Climate Impact Pledge dienen dazu, nicht nur den betroffenen Unternehmen, sondern auch dem gesamten Sektor und Markt zu signalisieren, dass keine ausreichenden Fortschritte bei der Minderung von Klimarisiken erzielt wurden. LGIM wird weiterhin mit den Unternehmen auf der Desinvestitionsliste in Kontakt bleiben und sie von dieser Liste streichen, falls ausreichende Fortschritte erzielt werden.
Die Desinvestition von Glencore folgt auf ein umfangreiches Engagement mit dem Unternehmen seit dem ersten Climate Impact Pledge 2016. LGIM reichte letztes Jahr eine Aktionärsresolution bei Glencore ein, in der das Unternehmen aufgefordert wurde, offenzulegen, wie seine geplante Produktion von thermischer Kohle mit dem Pariser Abkommen und den Bemühungen um eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius in Einklang steht. LGIM ist nach wie vor besorgt darüber, dass Glencore keine Pläne für die Produktion von thermischer Kohle offengelegt hat, die mit einem Netto-Null-Pfad übereinstimmen.
Bei TJX ist LGIM nach wie vor besorgt über das Fehlen einer Null-Abholzungsrichtlinie und die unzureichende Offenlegung der wesentlichen Scope-3-Emissionen, die die Emissionen der wesentlichen Wertschöpfungsketten des Unternehmens nicht berücksichtigt.
Obwohl LGIM in diesem Jahr keine Unternehmen von seiner Desinvestitionsliste gestrichen hat, haben manche Fortschritte gemacht, beispielsweise Loblaw, Invitation Homes und COSCO Shipping Holdings. LGIM wird weiterhin konstruktiv mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten.
Stephen Beer, Senior Manager Sustainability and Responsible Investment bei LGIM: "Ein Stewardship- Engagement war noch nie so wichtig wie heute. Es ist ein entscheidender Hebel in den Bemühungen weltweit, Netto-Null zu erreichen.
Wir stellen fest, dass unsere Gespräche mit den Unternehmen im Laufe der Zeit härter werden; nicht unbedingt schwieriger, aber zielgerichteter. Wir setzen Instrumente wie Abstimmungen und Desinvestitionen ein, um Unternehmen zu bewegen, unsere Forderungen in Bezug auf das Netto-Null-Emissionsziel zu erfüllen, und gleichzeitig ein klares Signal an den Markt zu senden. Desinvestition zählt zwar zu den Stewardship-Instrumenten, aber wir betrachten sie als letztes Mittel und keineswegs als letzte Stufe unserer Aktivitäten, die wir wieder fortsetzen, wenn die Unternehmen ausreichende Fortschritte machen.
Letztendlich konzentrieren wir uns zwar auf ein Netto-Null-Ziel, aber es gibt keine Einheitsgröße, die für alle passt. Unser Ansatz ist nuanciert - es geht darum, den Unternehmen zuzuhören und die Herausforderungen zu verstehen, mit denen sie konfrontiert sind, aber auch die potenziellen Chancen, die sich ihnen bieten, um die Energiewende auf globaler Ebene zu beschleunigen."
Fortschritte hervorheben
Die Climate Impact Pledge-Bewertungen verdeutlichen die Fortschritte der Unternehmen beim Management und bei der Messung von Klimarisiken. Deutliche Verbesserungen gab es seit 2023 bei der Offenlegung von Klimaschutzmaßnahmen und den Themen der Scope-3-Berichterstattung von Unternehmen, gefolgt von Netto- Null-Ambitionen. Auch bei der Klima-Lobbyarbeit und der Klima-Governance sind bemerkenswerte Fortschritte zu verzeichnen.
Auf regionaler Ebene haben die Märkte mit Ausnahme von China und den USA ihre durchschnittliche Climate Impact Pledge-Bewertung erhöht. Europäische Länder liegen nach wie vor an der Spitze, jedoch konnten brasilianische und australische Unternehmen deutliche Verbesserungen verzeichnen.
Auch wenn seit 2016 Fortschritte zu verzeichnen sind, weist der Climate Impact Pledge weiterhin darauf hin, dass das Tempo der Energiewende beschleunigt werden muss, wenn die Welt bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen und die dramatischen Folgen für unseren Planeten, den weltweiten Wohlstand und die Unternehmenswelt abmildern will. (26.06.2024/fc/n/s)


