ScopeExplorer - Rating-Update März 2021 - Fondsnews


18.03.21 15:00
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Per Ende Februar 2021 trugen insgesamt 6.408 Fonds ein Scope-Rating, so die Experten von Scope Analysis.

Dabei habe es 243 Upgrades und 304 Downgrades gegeben. 54 Fonds hätten erstmals ein Scope Fondsrating erhalten. Upgrades habe es unter anderem für zwei Emerging Markets Aktienfonds gegeben.

Drei Mischfonds von Flossbach von Storch hätten Rating-Downgrades erfahren.

Nach mehr als einem halben Jahr mit einem (C)-Rating sei es dem fast 6 Mrd. Euro schweren Fidelity Funds - Emerging Markets nun gelungen, wieder in den Top-Ratingbereich aufzusteigen. Die schrittweise Erholung des Fonds habe ab November 2020 auf der Performanceseite eingesetzt, während die Risikoseite weiterhin etwas schwächer als der Peergroup-Durchschnitt "Aktien Emerging Markets" abschneide.

Der seit 2009 von Nick Price verantwortete Fonds setze auf die besten Ideen aus Fidelitys umfangreichem Team für Emerging Markets Aktien. Aktuelle Top-Holdings im Fonds seien Taiwan Semiconductor, Samsung Electronic und Alibaba, die zusammen ca. 25% des Portfolios ausmachen würden. Die Wertentwicklung des Fonds falle über alle Betrachtungszeiträume hinweg überdurchschnittlich aus, doch insbesondere auf Einjahressicht liege er mit 34,6% gegenüber 22,7% deutlich vor der Peergroup.

Der Candriam Equities L Emerging Markets überzeuge durch Kontinuität: Er bewege sich seit mehr als sechs Jahren durchgängig im Top-Ratingbereich und habe nun nach mehr als zwei Jahren wieder den Sprung auf ein (A)-Rating geschafft. Die beiden Manager des Fonds, Jan Boudewijns und Philip Screbe würden über sehr langjährige Erfahrung als Fondsmanager verfügen und den Fonds seit mehr als 20 Jahren verwalten.

Der Fonds verfolge einen langfristig orientierten Ansatz und habe bislang sowohl auf der Performance- als auch auf der Risikoseite punkten können. Beispielsweise liege er mit einer Wertentwicklung von 14,7% deutlich über dem Peergroup-Durchschnitt von 11,0% p.a. Während die Volatilität über drei Jahre mit 15,0% gegenüber 14,1% leicht erhöht gewesen sei, sei der maximale Verlust im selben Zeitraum mit -19,6% gegenüber -23,3% deutlich niedriger ausgefallen.

Per Ende Februar sei es zu gleich drei Rating-Downgrades bei den Mischfonds des Hauses gekommen: Der Flossbach von Storch - Multiple Opportunities trage nunmehr ein qualitatives Rating von B, während die Fonds Flossbach von Storch - Multi Asset - Balanced (ISIN LU0323578145 / WKN A0M43W) und Flossbach von Storch - Multi Asset - Defensive (ISIN LU0323577923 / WKN A0M43U) auf (C)-Ratings herabgestuft worden seien. Zuvor seien die Fonds fast durchgängig im Top-Ratingbereich zu finden gewesen.

Die Dynamik der Abwärtsbewegung auf der Performanceseite habe insbesondere bei den Multi-Asset-Fonds überrascht. Während der FvS Multiple Opportunities noch eine positive Einjahresperformance von 3,8% erzielt habe - die Peergroup sei hier auf beachtliche 7,0% gekommen -, liege der Multi Asset Balanced-Fonds mit -3,2% weit hinter der Peergroup mit 5,8% zurück. Der Multi Asset Defensive habe mit -3,5% gegenüber 1,8% ebenfalls deutlich schwächer abgeschnitten.

Die beiden Multi-Asset Fonds würden bevorzugt auf defensive Aktien setzen, z.B. aus dem Konsum- oder Pharmabereich wie Nestlé, Novartis oder Unilever, deren Wertentwicklung auf Einjahressicht insgesamt schwach ausgefallen sei. Gleichzeitig seien sie im Technologiesektor gegenüber dem breiten Markt untergewichtet. Darüber hinaus hätten Gold und Kasse im letzten Jahr negativ zur Wertenwicklung beigetragen sowie seit Jahresanfang zusätzlich die Anleihenseite. (18.03.2021/fc/n/s)






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