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20.12.19 10:30
Horizon Property Equities-Fonds: Ausblick für globale Immobilienaktien

London (www.fondscheck.de) - Guy Barnard und Tim Gibson, Co-Leiter des Global Property Equities Teams von Janus Henderson und Managers des Horizon Asia-Pacific Property Equities (ISIN LU0572942307 / WKN A1JKTA), Horizon Global Property Equities Fund (ISIN LU0264738294 / WKN A0MP0Q) sowie Horizon Pan European Property Equities Fund (ISIN LU0088927925 / WKN 989232), erläutern die Entwicklung der Branche im letzten Jahr und diskutieren die wichtigsten Chancen und Risiken für Anleger im neuen Jahr.

In diesem Jahr hätten Immobilienaktien bislang weltweit starke Renditen geliefert. Insgesamt habe der Sektor in den letzten zwei Jahren mit den Aktienmärkten Schritt gehalten. Zugleich biete er Anlegern gleichmäßigere Erträge, da er im Vergleich geringere Verluste erlitten habe.

Durchschnittswerte verstellen jedoch den Blick auf die von uns beobachteten hohen Unterschiede innerhalb des Immobiliensektors, so die Experten von Janus Henderson Investors. Diese würden aus den unterschiedlichen Fundamentaldaten der Immobilienmärkte in verschiedenen Städten, Ländern und vor allem Sektoren resultieren. So hätten beispielsweise in den USA auf Fertighäuser spezialisierte REITs eine Rendite von über 50% verbucht, ihre auf Einkaufszentren fokussierten Wettbewerber dagegen 17% an Wert verloren. Diese Unterschiede bei den Immobilienrenditen sind gute Bedingungen für uns, streben wir mit unserem aktiven Managementansatz doch eine höhere Rendite als der Index an, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Experten würden davon ausgehen, dass sich dieser Trend 2020 fortsetzen werde, wobei die Bandbreite der Renditen etwas schrumpfen könnte.

In diesem Jahr summiere sich der Wertzuwachs bislang auf rund 20% und die annualisierten Renditen in den letzten drei bzw. fünf Jahren auf 8% bzw. 6% (davon mehr als die Hälfte aus Dividenden). Das erscheine den Experten von Janus Henderson Investors angemessen und spiegele die Renditen der Immobilien wider, die sich im Besitz der Firmen befänden, in die sie investieren würden.

Vergleiche man die Bewertungen der öffentlichen und privaten Immobilienmärkte, so werde deutlich, dass sich der Abschlag auf den Nettoinventarwert (NIW) im Jahresverlauf verringert habe. Heute scheine der NIW weitgehend mit dem an den privaten Märkten übereinzustimmen. Damit liege er weitgehend in der Mitte dessen, was man als faire Bandbreite betrachte, und lege nahe, dass die Renditen künftig eher aus Erträgen und Kapitalwachstum als aus einer Neubewertung resultieren würden.

Wenn man die Kurs-Gewinnverhältnisse in den USA anschaue, lägen diese bei US REITs selbst nach einem Anstieg von über 25% in diesem Jahr noch unter denen des S&P 500-Index und wieder auf einem ähnlichen Niveau, wie es der US REIT Index vor fünf Jahren erreicht habe. Demnach sei der Sektor also nicht teuer.

Wie die meisten anderen Sektoren entwickle sich auch der Immobiliensektor kontinuierlich weiter. Verändert werde die Immobilienlandschaft durch eine ganze Reihe starker struktureller Kräfte. Der Druck, der aktuell auf traditionellen Einzelhandelsimmobilien laste, erinnere daran, dass kein Sektor gegen Veränderungen immun sei. Obwohl wir immer noch in allen Branchen Anlagechancen finden, müssen wir realistisch sein, wenn wir die Renditen für Sektoren mit strukturellem Gegenwind wie dem Einzelhandel prognostizieren, so die Experten von Janus Henderson Investors.

Dagegen würden die Experten von Janus Henderson Investors zuversichtlich für Branchen bleiben, die von technologischem und demografischem Rückenwind profitieren würden. Der Industrie- und der Logistiksektor hätten sich insgesamt gut entwickelt. Dennoch würden die Experten von weiter steigenden Kapitalwerten ausgehen. Gründe seien ein begrenztes Angebot gepaart mit hoher Nachfrage infolge des wachsenden E-Commerce. Zudem müssten Einzelhändler verstärkt den Wettbewerb über den Service aufnehmen. Auch in Spezialbereichen wie Rechenzentren, Mobilfunkmasten, Casinos, Fertighäuser und Studentenwohnheimen sehe man nach wie vor interessante Möglichkeiten.

Auch wenn wir weitgehend auf makroökonomische Prognosen verzichten, halten wir die Annahme, dass es in den Spätphasen des Zyklus Zeiten mit erhöhten Schwankungen und Verlusten geben wird, für nicht allzu gewagt, so die Experten von Janus Henderson Investors. Bei solchen Rahmenbedingungen würden REITs der ihnen zugedachten Rolle gerecht. Sie würden kaum mit vielen anderen Anlageklassen korrelieren, ein im Vergleich zum Aktienmarkt geringeres Beta aufweisen und hätten sich bei Abwärtstrends in den letzten zehn Jahren meist besser behauptet.

Das größte Risiko für Immobilienaktien könnte im kommenden Jahr von steigenden Wachstums- und Inflationserwartungen ausgehen. Ein kurzer, steiler Anstieg der Anleiherenditen und eine zyklische Rotation würden vermutlich dazu führen, dass der Sektor hinter dem Markt zurückbleibe.

Angesichts eines ausgewogenen, aber doch ungewissen Ausblicks würden die Experten von Janus Henderson Investors glauben, dass börsennotierte Immobilien ein zentraler Baustein in einem diversifizierten Portfolio sein sollten, in dem sie die Risiken reduzieren und die Renditen steigern könnten. Auf diese Weise könne der Immobiliensektor auch Anlegern ohne perfekten Rundumblick helfen, gut durch das kommende Jahr zu navigieren. (Ausgabe Dezember 2019) (20.12.2019/fc/a/f)


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