Berlin (www.fondscheck.de) - Die Ratingagentur Scope hat die Wertentwicklung und Mittelzuflüsse von 16 offenen Immobilienpublikumsfonds untersucht: Im ersten Halbjahr verzeichneten die Fonds im Durchschnitt einen Wertzuwachs von +0,9%, so die Experten von Scope Analysis.
Der Nettomittelzufluss habe 4,4 Mrd. Euro betragen.
Während sich die Kapitalmärkte im zweiten Quartal von den massiven Verlusten im Zuge der Covid-19-Krise deutlich erholt hätten, würden die offenen Immobilienfonds die Auswirkungen der Krise auf Mietverträge und Immobilienpreise erst sukzessive zu spüren bekommen. Das genaue Ausmaß werde sich erst in den kommenden Quartalen bemessen lassen. Einige Fonds würden die Auswirkungen der Krise aber bereits auf der Einnahmeseite zu spüren bekommen - und müssten zum Teil auch Anpassungen der Immobilienbewertungen hinnehmen. Besonders das Hotelsegment und der Einzelhandel würden stark leiden. Bis zum Jahresende rechne Scope mit einer durchschnittlichen Rendite der Fonds zwischen 1,5 bis 2 Prozent. Einzelne Fonds könnten dabei durchaus negative Renditen ausweisen.
Zum Ende des ersten Halbjahres könnten die betrachteten Fonds eine positive Krisen-Bilanz ziehen. Die durchschnittliche Wertentwicklung der 16 Fonds sei im gesamten ersten Halbjahr positiv gewesen. Gleiches gelte für die Nettomittelzuflüsse in jedem einzelnen der ersten sechs Monate.
- UBS (D) Euroinvest Immobilien (ISIN DE0009772616 / WKN 977261) mit 3,2%
- FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND (ISIN DE000A12BSB8 / WKN A12BSB) mit 2,5%
- LEADING CITIES INVEST (ISIN DE0006791825 / WKN 679182) mit 1,5%
- Deka-ImmobilienEuropa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956) mit 1,4%
- WERTGRUND WohnSelect D (ISIN DE000A1CUAY0 / WKN A1CUAY) mit 1,1%.
Über ein Jahr betrachtet betrage die Performance der 16 analysierten Fonds zum 30.06.2020 im Durchschnitt 2,4%. Zum Vergleich: Die Ein-Jahres-Wertentwicklung per Ende Juni 2019 habe 3,4% betragen und somit einen Prozentpunkt höher gelegen.
Trotz der Corona-Krise hätten die 16 betrachteten offenen Immobilienfonds im ersten Halbjahr 2020 einen Nettomittelzufluss in Höhe von 4,4 Mrd. Euro verzeichnet (Vorjahreszeitraum: 5,7 Mrd. Euro). Der mit Abstand größte Teil entfalle in diesem Jahr auf die Monate Januar und Februar mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von insgesamt rund 3 Mrd. Euro. Aber auch in den darauffolgenden vier Monaten sei die Mittelzufluss-Bilanz positiv gewesen. Es seien also mehr Anlegergelder in die Fonds hineingeflossen als heraus.
Den höchsten Zufluss im ersten Halbjahr 2020 habe in Summe mit 572 Mio. Euro der hausInvest (ISIN DE0009807016 / WKN 980701) verzeichnet, gefolgt vom grundbesitz europa (ISIN DE0009807008 / WKN 980700) mit 562 Mio. Euro und dem UniImmo: Europa (ISIN DE0009805515 / WKN 980551) mit 514 Mio. Euro. Diese drei Fonds würden damit rund 38% der Nettomittelzuflüsse des ersten Halbjahres 2020 auf sich vereinen. (27.08.2020/fc/n/s)
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