Logo
NEWS - ETF
www.fondscheck.de
21.09.20 13:19
Globaler ETF-Markt: Mittelzuflüsse legen im August erneut kräftig zu

Paris (www.fondscheck.de) - Die globalen ETF-Märkte verzeichneten im August weiterhin hohe Nettomittelzuflüsse von insgesamt 50,0 Mrd. Euro, so die Experten von Amundi.

Das Interesse an Aktien-ETFs habe sich erneut erholt, wobei die Zuflüsse in Aktien- und Anleihe-Produkte im August mit 22,7 Mrd. Euro und 22,9 Mrd. Euro in etwa gleichauf gelegen hätten. Rohstoffe hätten global Zuflüsse im Volumen von 3,6 Mrd. Euro verzeichnet, wobei das Interesse an Gold-ETFs nachgelassen habe.

Im August seien Renten-ETFs +3,9 Mrd. Euro zugeflossen. Davon seien 2,2 Mrd. Euro auf Staatsanleihe-ETFs entfallen. Anleger seien wieder etwas risikofreudiger, was sich auch an der Nachfrage nach ETFs auf Schwellenländer-Staatsanleihen festmachen lasse. So hätten Anleger im August 916 Mio. Euro neue Mittel in ETFs auf chinesische Staatsanleihen investiert. Obwohl Anleger noch nicht größere Summen in Schwellenländer-Unternehmensanleihen investiert hätten, sähen die Experten von Amundi erste Schritte, Kapital in Staatsanleihen der von der Corona-Pandemie zuerst betroffenen Regionen zurückzuleiten. Im Gegensatz dazu beginne infolge der Normalisierung der Credit-Spreads und niedrigerer Renditen das Interesse an Unternehmensanleihen aus Industrieländern zu schwinden. Die Zuflüsse in diese Anlageklasse hätten sich auf 930 Mio. Euro belaufen und befänden sich auf annähernd gleichem Niveau wie die Allokationen in chinesische Staatsanleihen.

Der gestiegene Risikoappetit habe dazu geführt, dass die Nachfrage nach Aktien-ETFs auf 4,1 Mrd. Euro angesprungen sei. Das Anlegerinteresse habe sich auf die großen globalen Indices konzentriert, die ein Plus von rund 2,5 Mrd. Euro verbucht hätten. Die wiederkehrende Risikobereitschaft habe sich bis zu einem gewissen Grad auch in den Sektor-Allokationen widergespiegelt. So seien aus dem defensiven Sektor Gesundheitswesen 127 Mio. Euro ab- und dem zyklischen Sektor Grundstoffe 195 Mio. Euro zugeflossen. Real Estate habe hingegen zugelegt, während Finanzdienstleistungen im Laufe des Monats Verluste hätten hinnehmen müssen. Fast alle anderen Aktienstrategien hätten vom "Risk-on"-Trend profitiert, mit Ausnahme von Smart Beta mit Rückgaben in Höhe von 626 Mio. Euro. Während das Interesse hierfür insgesamt zurückgegangen sei, hätten Anleger Momentum-ETFs 143 Mio. Euro an Neugeldern zugewiesen, was das gestiegene Interesse an risikoreicheren Strategien unterstreiche.

Nach Monaten eines starken Goldpreisanstiegs zwischen Mitte März und Anfang August um 34% und außergewöhnlichen Zuflüssen habe die Nachfrage nach Gold-ETFs in den negativen Bereich gedreht. Der Trend weg von sicheren Häfen und hin zu risikoreicheren Anlagen habe zu Abflüssen von 100 Mio. Euro aus börsengehandelten Goldstrategien geführt. Darin hätten sich auch Gewinnmitnahmen von Anlegern widergespiegelt. (Ausgabe August 2020) (21.09.2020/fc/a/e)



© 1998 - 2026, fondscheck.de