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NEWS - ETF
www.fondscheck.de
20.02.23 13:40
Globaler ETF-Markt: Rally bei Aktien-ETFs in Europa im Januar - Schwellenländer im Fokus

Paris (www.fondscheck.de) - Global flossen ETFs im Januar Neugelder im Volumen von 62,3 Mrd. Euro zu, wobei Anleihe-ETFs mit Zuflüssen von 32,4 Mrd. Euro etwas stärker als Aktien-ETFs (+28,6 Mrd. Euro) gefragt waren, so die Experten von Amundi.

Auf den US-Markt seien 41,5 Mrd. Euro entfallen, gefolgt von Europa mit 18,5 Mrd. Euro und dem asiatischen Markt, der ebenfalls (leicht) zugelegt habe.

Im Januar seien die drei beliebtesten Strategien globale Aktien, Schwellenländer- und Europa-Aktien gewesen - mit Zuflüssen von jeweils rund 5 Mrd. Euro. Hingegen hätten Wachstumsaktien Abflüsse im Höhe von 5,5 Mrd. Euro verzeichnet. Auch ETFs auf ultrakurzlaufende Anleihen und den Technologieaktiensektor hätten 3,2 Mrd. Euro bzw. knapp 2 Mrd. Euro verloren.

In Europa habe es eine wahre Rally bei Aktien-ETFs gegeben, die im Januar Mittelzuflüsse von 9,7 Mrd. Euro verzeichnet hätten. Das sei mehr als eine Verdopplung gegenüber Ende 2022, als die Zuflüsse bei rund 4 Mrd. Euro gelegen hätten.

Im Januar seien ETFs auf Schwellenländeraktien die beliebteste Strategie mit einem Plus von 4,6 Mrd. Euro gewesen. Produkten auf breiten Indices seien 2,1 Mrd. Euro und entsprechenden Länder-ETFs +1,9 Mrd. Euro zugeflossen. China sei das Land mit dem größten Plus von 1,7 Mrd. Euro gewesen. Nachdem diverse Beschränkungen gelockert worden seien, hätten Anleger nun wieder im Reich der Mitte investiert. Daneben seien auch ETFs auf Industrieländer gefragt gewesen, denen 1,9 Mrd. Euro zugeflossen seien. ESG-Aktien-ETFs hätten ihren positiven Trend fortgesetzt und im Januar um 3,3 Mrd. Euro zugelegt. ETFs auf ESG-Schwellenländer-Aktien hätten mit einem Plus von 1,3 Mrd. Euro im Anlegerfokus gestanden. Dies entspreche 28% der Gesamtallokation in dieser Region.

Die Trends bei Smart Beta würden die jüngsten Markterholungen widerspiegeln: Income-Strategien hätten um rund 0,7 Mrd. Euro zugelegt, während Minimum-Volatility-Strategien rund 0,6 Mrd. Euro verloren hätten.

Anleger hätten 8,9 Mrd. Euro in europäische Anleihe-ETFs investiert, wobei ETFs auf Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating um 4,9 Mrd. Euro und solche auf Staatsanleihen um 2,9 Mrd. Euro angezogen hätten. ETFs auf High-Yield- und Aggregate-Anleihen hätten Zuflüsse in Höhe von jeweils 900 Mio. Euro verbucht.

Auf Euro-Unternehmensanleihe-ETFs seien 3,4 Mrd. Euro zugeflossen; auf US-Dollar lautende Produkte 0,9 Mrd. Euro.

Nachdem Bedenken über höhere Kreditkosten geschwunden seien, seien Anleger zu festverzinslichen Wertpapieren - insbesondere zu Unternehmensanleihen - zurückgekehrt. Während sie im vergangenen Jahr damit begonnen hätten, kurze Laufzeiten zu präferieren, scheinen sie sich jetzt in fast allen Laufzeitbändern wohlzufühlen. Mit Abflüssen in Höhe von 600 Mio. Euro im Januar hätten Anleger ihre Inflationspositionen weiter abgebaut.

Anleger hätten 2,1 Mrd. Euro in ESG-Anleihe-ETFs investiert, wobei Investment-Grade-Unternehmensanleihen um 1,4 Mrd. Euro zugelegt hätten. Dies entspreche 29% der gesamten Zuflüsse in diese Anlageklasse. (20.02.2023/fc/a/e)



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