Paris (www.fondscheck.de) - Im Mai 2023 flossen börsengehandelten Fonds (ETF) global 42,1 Mrd. Euro zu, so die Experten von Amundi.
Damit hätten die Zuflüsse weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Anders als im April, als Anleihe-ETFs im Anlegerfokus gestanden hätten, hätten Aktien- und Anleihe-ETFs mit Zuflüssen von 19,5 Mrd. Euro bzw. 18,2 Mrd. Euro in etwa gleichauf gelegen.
In Nordamerika seien die Zuflüsse mit 33,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert geblieben, während sie in Europa mit 7,2 Mrd. Euro geringer ausgefallen seien als im Vormonat. Asiatische ETF-Märkte hätten im Mai Zuflüsse im Volumen von 1 Milliarde Euro verbucht.
Die beliebtesten Strategien seien Large-Cap-Aktien (USA und Welt) mit Zuflüssen von 20,5 Mrd. Euro gewesen, während Anleger 6,8 Mrd. Euro aus Large-Value-Aktien abgezogen hätten.
Während US-Anleger stärker in Aktien- als in Anleihe-ETFs investiert hätten (17,6 Mrd. Euro bzw. 13,9 Mrd. Euro), seien europäische Anleger risikoscheuer gewesen. Europäische UCITS-Aktien-ETFs hätten Zuflüsse in Höhe von 2,3 Mrd. Euro verzeichnet, knapp die Hälfte des Volumens, das in Anleihe-ETFs investiert worden sei.
Aus Energie-ETFs seien ebenfalls Mittel abgezogen worden (-600 Mio. Euro), was auf die Sorge vor einer möglichen Rezession zurückgeführt werden könne. ETFs auf Minimum-Volatility- und Qualitätsstrategien hätten um 600 Mio. Euro bzw. 200 Mio. Euro zugelegt, während aus Value-ETFs 800 Mio. Euro abgezogen worden seien.
ESG-Aktien-ETFs hätten Mittelzuflüsse von 2,7 Mrd. Mrd. Euro verbucht, wobei ETFs auf globale, Europa- und Schwellenländer-Indices in diesem Segment am gefragtesten gewesen seien (+1 Mrd. Euro, +600 Mio. Euro, +400 Mio. Euro). Dies spiegele die anhaltende Abkehr von traditionellen Strategien wider.
Europäischen Anleihe-UCITS-ETFs seien im Mai 5,1 Mrd. Euro Neumittel zugeflossen, wobei Staatsanleihe-ETFs mit 2,5 Mrd. Euro und Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit 1 Mrd. Euro am beliebtesten gewesen seien. Das laufende Jahr sei mit 27 Mrd. Euro Neugeldern bis jetzt ein Rekordjahr für Anleihe-ETFs. Dieser Trend spiegele sowohl die Zurückhaltung der Anleger als auch die verbesserte Rendite dieser Anlageklasse wider.
Bei Staatsanleihe-ETFs hätten Anleger auf Euro lautende (+1,4 Mrd. Euro) und auf US-Dollar lautende Indices (+600 Mio. Euro) favorisiert. Bei den auf Euro lautenden Staatsanleihe-ETFs hätten Anleger auf Strategien mit einem breiten Laufzeitsegment gesetzt, während sie im US-Dollar Segment Strategien mit langen Laufzeiten den Vorzug gegeben hätten.
Bei Unternehmensanleihe-ETFs hätten Anleger vor allem in auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating (+700 Mio. Euro) investiert, wobei weiterhin Strategien mit einem breiten Laufzeitsegment im Anlegerfokus gestanden hätten. 300 Mio. Euro seien zudem in Unternehmensanleihe-ETF mit auf US-Dollar lautenden Papieren geflossen.
ESG-Anleihe-ETFs hätten um 1,6 Mrd. Euro zugelegt, wobei Anleger 1 Mrd. Euro in Staatsanleihe- und 200 Mio. Euro in Investment-Grade- bzw. Hochzinsstrategien investiert hätten. (Ausgabe Juni 2023) (27.06.2023/fc/a/e)
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