Wien (www.fondscheck.de) - Seit August vergangenen Jahres ist der monatliche Nettomittelzufluss offener Immobilienfonds regelmäßig negativ, so die Experten von "FONDS professionell".
Im Mai dieses Jahres seien netto 463 Millionen Euro aus den Immobilien-Sondervermögen abgeflossen. Das sei zwar etwas weniger als im April mit 481 Millionen Euro, seit Anfang dieses Jahres schrumpfe jedoch das Gesamtvolumen offener Immobilienfonds jeden Monat im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich.
Der Schock, den die radikale Abwertung des Portfolios des Uniimmo Wohnen ZBI (ISIN DE000A2DMVS1 / WKN A2DMVS) vergangene Woche ausgelöst habe, dürfte nicht gerade für eine Verbesserung der Lage sorgen. Innerhalb eines Tages sei der Wert des Fonds um rund 17 Prozent nach unten korrigiert worden. "Es ist der höchste Tagesverlust eines solchen Investment-Vehikels seit der Krise im Jahr 2008", schreibe "Die Welt".
Während die Abwertung des Uniimmo Wohnen ZBI im Rahmen einer Sonderbewertung geschah, war es im vergangenen November eine turnusmäßige Bewertung, bei der Gutachter das Immobilienportfolio des offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest (ISIN DE0006791825 / WKN 679182) von Kanam Grund um rund elf Prozent abgewertet haben, so die Experten von "FONDS professionell". Die im Vergleich zum Uniimmo Wohnen ZBI geringeren Abwertungen bei offenen Immobilienfonds mit Gewerbeimmobilien könnten ein Effekt indexierter Mietverträge sein, die die Höhe des Mietzinses an die Entwicklung der Inflation angepasst hätten. Mit rückläufiger Inflation werde sich allerdings auch dieser Sondereffekt abschwächen. (02.07.2024/fc/n/s)
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