Wien (www.fondscheck.de) - Zusammen mit der Gothaer Versicherung legte die Schroder Real Estate KVG im Mai 2021 einen offenen Immobilienfonds auf, so die Experten von "FONDS professionell".
Jetzt würden Rücknahmen ausgesetzt. Privatanleger sollten Anfang März kommenden Jahres zum Nettoinventarwert abgefunden werden.
Der offene Immobilienfonds Schroders Immobilienwerte Deutschland (ISIN DE000A2QG7S4 / WKN A2QG7S) (SID) werde umstrukturiert. Über verschiedene Anteilsklassen habe er sich gleichermaßen an institutionelle wie private Anleger gerichtet. Jetzt werde er in einen Spezial-AIF umgewandelt.
Den Schritt begründe Schroders damit, dass sich angesichts der deutlich gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten die Publikumstranche des SID "in der liquiden Form des OIF bis auf Weiteres nicht mehr mit auskömmlichen Renditeaussichten für die Privatanleger weiterführen" lasse.
Zugleich betone Schroders jedoch, von der Qualität der bisher angebundenen Objekte überzeugt zu sein und sie auch nicht veräußern zu wollen. Laut aktuellem Halbjahresbericht handle es sich um zwei Liegenschaften: eine Büroimmobilie in Berlin und ein Logistikzentrum bei Frankfurt am Main.
Zum 30. Juni dieses Jahres habe der Fonds einen Nettoinventarwert von rund 60 Millionen Euro gehabt, wovon rund 70 Prozent auf institutionelle und rund 30 Prozent auf private Anleger entfallen würden. Seit seiner Auflage im Mai 2021 zusammen mit der Gothaer Versicherung hätten Privatanleger unter Berücksichtigung erhaltener Auszahlungen eine Rendite von derzeit minus 2,1 Prozent erzielt.
Schroders halte sich zugute, den Privatanlegern "eine langwierige und für sie häufig mit deutlichen Abschlägen verbundene Schließung und Abwicklung des Fonds" vermieden zu haben. (31.10.2024/fc/n/s)
© 1998 - 2026, fondscheck.de