Unterföhring (aktiencheck.de AG) - Die gegenwärtigen Marktturbulenzen unterstützen das Wachstum von Exchange Traded Funds (ETFs), da Investoren verstärkt auf Risiken achten, das zeigen aktuelle Zahlen von iShares, dem weltweit führenden ETF-Anbieter, so die Experten von Barclays Global Investors.
So sei das Handelsvolumen in ETFs zuletzt deutlich angestiegen. Im September seien in den an europäischen Börsen gelisteten iShares-ETFs täglich mehr als 25 Mrd. Euro (knapp 34 Mrd. US-Dollar) gehandelt worden. Zum Vergleich: Im September 2007 habe das Handelsvolumen in den iShares-Produkten bei rund 15 Mrd. Euro (20 Mrd. US-Dollar) gelegen. Das durchschnittliche weltweite Handelsvolumen aller ETF-Anbieter habe im vergangenen Monat mit 96,3 Mrd. Euro (127,3 Mrd. US-Dollar) pro Tag den September 2007, als täglich ETFs im Wert von 42 Mrd. Euro (55,6 Mrd. US-Dollar) gehandelt worden seien, um knapp 130 Prozent übertroffen.
Im September habe iShares in Europa Nettomittelzuflüsse von 2,5 Mrd. Euro verzeichnet. Damit würden sich die Neugelder 2008 auf 11 Mrd. Euro summieren - fast doppelt soviel wie im gesamten Vorjahr, als den iShares-ETFs europaweit 5,8 Mrd. Euro zugeflossen seien. Allein in den iShares eb.rexx® Money Market (DE) (ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ) hätten Anleger im September netto 644 Mio. Euro investiert und das verwaltete Vermögen rund zwei Monate nach der Erstnotiz des ETF auf knapp 1 Milliarde Euro gesteigert. Damit sei der iShares eb.rexx® Money Market (DE), der über kurzlaufende deutsche Staatsanleihen die Entwicklung am Geldmarkt widerspiegele, die bislang erfolgreichste Produkteinführung von iShares in Deutschland.
"Investoren bewerten ihre Anlageinstrumente neu. Die deutlichen Zuwächse bei ETFs zeigen: Der Trend geht zu flexiblen, kostengünstigen und vor allem transparenten Produkten", sagt Dr. Dirk Klee, Vorstandsvorsitzender der Barclays Global Investors (Deutschland) AG. Barclays Global Investors rechnet damit, dass das weltweit in ETFs verwaltete Vermögen 2009 über 1 Billion US-Dollar und 2012 über 2 Billionen US-Dollar liegen wird. (22.10.2008/fc/n/s)
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