Karlsruhe (aktiencheck.de AG) - Es lagen bis zur Berichtswoche klare Verkaufssignale der wesentlichen Indices an der Wall Street offensichtlich vor, so die Analysten der Volksbank Karlsruhe.
Diese seien durch das Unterschreiten der signalgebenden Nackenlinie, jeweils einer Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation entstanden. Der Durchbruch solle von steigenden Umsätzen flankiert werden. Dies zeige, dass viele Marktteilnehmer dem Signal folgen und es damit eigentlich erst zu seiner vollen Ausprägung bringen würden. Die steigenden Umsätze seien ausgeblieben. Es sei anzunehmen, dass bereits im Vorfeld, also quasi im vorauseilenden Gehorsam Positionen abgebaut und gesichert worden seien.
Nach dieser fulminanten Bewegung stelle sich natürlich ein neuer Aspekt zur Diskussion. Was passiere oberhalb der bisherigen Jahreshöchststände. Dann könnten natürlich alle negativ aufgestellten Adressen in größere Nöte kommen und die Kurse weiter treiben. Die fundamentale Betrachtung (Finanzkrise) scheine die Börsianer seit einigen Wochen nicht mehr zu interessieren. Vielleicht sei es ein wenig so wie im Jahr 2003, als die hohe Liquiditätsversorgung zu Aktienkäufen genötigt habe.
Die Analysten der Volksbank Karlsruhe richten sich jedenfalls auf einen spannenden Sommer ein. Ein deutlicher Ausbruch nach oben sei jedenfalls wahrscheinlicher als eine verspätete Reaktion auf das Verkaufssignal. Profitieren könne man von beiden Bewegungen. Manchmal sogar ohne die Richtung zu treffen. (Ausgabe vom 20.07.2009) (21.07.2009/ac/a/m)
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