Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In sieben Tagen wurde die Welt erschaffen. Auf sieben Hügeln wurde Rom erbaut. Sieben Töne begründeten die abendländische Musik und sieben Weltwunder erstaunen die Menschheit seit Jahrtausenden. Diese über Jahrtausende ungebrochene Faszination der Zahl Sieben schlägt sich auch in der Anlagestrategie des mit fünf Sternen von Morningstar ausgezeichneten ING (L) Invest Global Opportunities Fonds (ISIN LU0250158358 / WKN A0LG8Q) von ING Investment Management nieder, so die Experten von ING Investment Management.
Auf Grundlage von sieben herausragenden Investmentthemen versuche der hauptverantwortliche Fondsmanager Tycho van Wijk, die künftigen realwirtschaftlichen Veränderungen der Welt abzubilden und zu einem möglichst umfassenden Portfolio zu bündeln.
Dazu van Wijk: "Wir investieren nicht in Sektoren, Regionen oder Länder, sondern in reale Trends. Diese Trends versuchen wir in Themen umzusetzen. Der Trick dabei ist, die Themen auf weniger bekannte "Sub-Themen" zu übertragen. Diese Sub-Themen, auf die wir ein bis zwei Jahre setzen, haben sich in der Vergangenheit im Fonds als sehr dynamisch erwiesen."
Der am 15. Oktober 2009 von ING (L) Invest Global Growth in ING (L) Invest Global Opportunities umbenannte Aktienfonds setze im Zuge seiner Neuorientierung an die Benchmark MSCI All Country World auf ein erheblich erweitertes und global angelegtes Aktienuniversum.
Den Mittelpunkt der Anlagestrategie würden dabei die folgenden sieben Investmentthemen bilden, die Tycho van Wijk aus realen globalen Entwicklungen ableite und denen er im Zuge aktueller technischer, sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen im Weltwirtschaftsgeschehen eine zukünftig herausragende Rolle zumesse: Wirtschaftswachstum, technologische Innovationen, Veränderungen im Konsumentenverhalten, Klimawandel, digitale Revolution, sozialpolitische Umbrüche und demographischer Wandel.
Diesen langfristig angelegten Hauptthemen würden spezifische 20 bis 40 Unterthemen zugeordnet, die kürzeren Investment-Zeitfenstern unterliegen würden. Das Fondsmanagement versuche allerdings zu vermeiden, in ein Unternehmen zu investieren, das zwei verschiedenen Themen ausgesetzt sei. In diesem Falle könnte die Korrelation zu hoch sein. Der Investment-Ansatz ist Bottom-up, wobei van Wijk wichtig sei, dass das Unterthema zum Kerngeschäft des Unternehmens gehöre. Das Portfolio sei derzeit eher auf Wachstums- als auf Value-Titel ausgerichtet. Das liege sicherlich daran, dass das Global Opportunities-Team in erster Linie auf Wachstumsthemen setze, Positionen in den Unterthemen würden über die Jahre hinweg ausgetauscht, wenn das Unterthema kein innovatives Zukunftsthema mehr sei, die Aktie anschließend verkauft.
Der Fonds werde von drei Fondsmanagern, denen 35 Analysten (39 würden die entwickelten Märkte und sechs die Emerging Markets abdecken) rund um den Erdball zuarbeiten würden, gemanagt. Zusätzlich werde auch das Know-how der globalen Analysten miteinbezogen. Der ING (L) Invest Global Opportunities sei somit ein Fonds, der rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag in unterschiedlichen Zeitzonen investiere.
Am Beispiel des Hauptthemas "Digitale Revolution" erläutere Tycho van Wijk den Investmentprozess:
"Wir sind überzeugt davon, dass im Zuge der "Digitalen Revolution" die Informationstechnologie in den nächsten vier bis fünf Jahren eine starke Wirkung auf die Organisation vieler Unternehmen und das Leben vieler Konsumenten haben wird. Dabei sehen wir besonders in dem Unterthema "Cloud Computing" großes Potenzial. Innerhalb dieser Neuausrichtung der Informations-Technologie werden Anwendungen und Daten nicht mehr auf lokalen Rechnern gespeichert oder installiert, sondern ausschließlich über Server oder aus dem Internet bezogen. Schaut man sich die gegenwärtigen Übernahmeszenarien im IT-Sektor an, erweist sich Cloud Computing als absolutes Trend-Thema."
Die Stärke des Fonds liege dabei auf seiner durch die breite Anzahl an Themen erreichten Streuung der Risiken für den Anleger:
"Falls sich ein Thema nicht wie erwartet entwickelt, haben wir immer noch einige anderen Themen zum Ausgleich in petto. Investiert wird dabei in mindestens drei Haupt- oder Subthemen, wobei die maximale Position eines Aktienwerts auf 10 Prozent beschränkt ist und die durchschnittliche Einzeltitelauswahl zwischen 50 und 150 Aktientitel liegt. Auf diese Weise wird der Fonds sehr stabil und weniger risikoreich als reine Branchenfonds, die nur auf ein einziges Thema setzen", erläutere van Wijk.
Das er mit der Einschätzung über die zukünftige Bedeutung der Hauptthemen richtig liege, zeige sich nicht seit der beginnenden Verschiebung der globalen Gleichgewichte durch ehemalige Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China zuungunsten klassischer Industrienationen wie Deutschland, USA und Großbritannien.
Auch stehe die Welt vor tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Veränderungen. Dies zeige sich bereits im Wandel des weltweiten Konsumentenverhaltens. Während klassische Konsumländer wie USA und Großbritannien im Zuge der Finanzmarktkrise die neue Sparsamkeit und die Lust am Konsumverzicht entdeckt hätten, wachse laut einer McKinsey-Studie bis 2025 in China eine konsumorientierte Mittelschicht von 600 Millionen Konsumenten heran, die über eine Kaufkraft von USD 2,3 Billionen verfügen werde. Ähnliche positive Entwicklungen seien auch in Brasilien und Indien zu verzeichnen, die ebenso wie China riesige Binnenmärkte hätten, wo die heimischen Verbraucher dank ihrer Konsumlust bislang der weltweiten Wirtschaftskrise hätten trotzen können.
Zudem bedeute der zunehmende Wohlstand und Aufstieg von bevölkerungsreichen Schwellenländern wie Indien und China als neue Werkbänke der Welt auch eine Vervielfachung der bereits bestehenden, weltweiten Umweltbelastungen durch vermehrte Industrialisierung und Urbanisierung der Nationen. Themen wie Klimaschutz und die zunehmende Nutzung alternativer Wind- und Solarenergiequellen würden dabei eine ebenso große Rolle wie technische Innovationen in der Automobilindustrie spielen. Diese dürften mit der kostengünstigen Entwicklung von Elektro-, Hybrid- und Wasserstoffautos langfristig einen neuen Absatzboom erleben. Erst kürzlich sei auf dem Genfer Automobilsalon der Öffentlichkeit ein Hybridmodell von Porsche vorgestellt worden.
Auch die demographische Veränderung der Weltbevölkerung entpuppe sich als künftiger Megatrend. Je größer oder kleiner eine Volkswirtschaft sei und je mehr sie sich verjünge oder vergreise, umso mehr oder weniger Menschen würden darin arbeiten und konsumieren. Im Gegensatz zu den meisten aufstrebenden Schwellenländern werde die Bevölkerung vieler Industrieländer in den kommenden Dekaden so spürbar altern, dass "Best Ager" zur entscheidenden Zielgruppe aufsteigen würden. In Europa steige ab 2050 die Zahl der über 60-jährigen auf fast 35 Prozent der Gesamtbevölkerung an.
Hieraus entwickle sich ein Industriezweig, der klar auf die Bedürfnisse und Interessen von älteren Mitbürgern ausgerichtet sein werde. Dass wir zukünftig dann nicht mehr von Chirurgen, sondern von viel präziser arbeitenden Robotern operiert werden könnten, klinge wie Zukunftsmusik, sei aber in manchen Krankenhäusern bereits Realität. Auch dies sei ein Unterthema, auf das van Wijk im Rahmen des Hauptthemas "Technologischen Innovationen" setze. Die inhaltliche Breite und Relevanz im Weltwirtschaftsgeschehen würden zudem kaum Raum für Investmentlücken lassen. Bedenken dieser Art teile Tycho van Wijk ohnehin nicht:
"Eine Schwäche des Fonds könnte zwar sein, dass wir ein wichtiges Investment-Thema übersehen. Aber das ist bisher nicht vorgekommen, was auch unsere starke Outperformance über einen Zeitraum von drei und fünf Jahren zeigt."
Die Zahl Sieben könnte somit auch für den ING Global Opportunities ein Erfolgsfaktor sein. (19.03.2010/fc/a/f)
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