Baltimore (aktiencheck.de AG) - Nach Einschätzung von William Hench, Fondsmanager des Legg Mason Royce US Small Cap Opportunity Fund (ISIN IE0031619046 / WKN 814047) bei Royce & Associates, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Legg Mason, schaffen positive Konjunkturdaten und niedrige Aktienkurse bei US-Nebenwerten Wachstum.
Seiner Ansicht nach spiele in diese Entwicklung nicht nur die wieder einsetzende kontinuierliche Aufstockung der Lagerbestände positiv hinein. Andererseits merke William Hench an, dass die Erholung in den USA noch nicht voll eingesetzt habe, weil das Beschäftigungswachstum weiterhin schwächele.
William Hench meine: "Erfreulich ist nach unserem Dafürhalten, dass in unterschiedlichen Bereichen Geld verdient werden kann. So halten wir die Finanzwirtschaft und hier besonders die kleineren Unternehmen für vielversprechend. Regionalbanken sind ein gutes Beispiel. Viele von ihnen haben ihre Bilanzen bereinigt, faule Immobilienkredite abgeschrieben und zur weiteren Stärkung ihrer Bilanzen an Beteiligungsverkäufen teilgenommen. Viele dieser Banken verfügen mittlerweile über zusätzliches Kapital und haben somit die Möglichkeit, sich an Wettbewerbern zu beteiligen, die die Krise weniger gut überstanden haben."
Dabei handle es sich oftmals um Kreditinstitute, die den Einlagensicherungsfonds der USA, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), in Anspruch genommen hätten. "Als wir kürzlich den Nordwesten der USA besucht haben, sind wir auf Kreditinstitute gestoßen, die das günstige Marktumfeld für sich genutzt haben. Sie kaufen weitestgehend von Problemkrediten befreite Geschäftsbereiche, weil diese Kredite von der FDIC übernommen werden - in einigen Fällen bis zu 90% des Risikos. Diese Praktik wird die FDIC vermutlich noch einmal überdenken, weil sie etwas zu freigiebig ist", berichte William Hench.
Unter anderem verfolge der Legg Mason Royce US Small Cap Opportunity Fund das Ziel, den Russell 2000-Index preislich stets zu unterbieten, indem die Aktien mit einem Abschlag auf den Preis-Buch- und den Preis-Umsatz-Wert gekauft würden. William Hench erläutere: "Nach den sehr guten Gewinnzahlen des vergangenen Quartals stiegen die Aktienkurse vieler Unternehmen zunächst schlagartig. Mittlerweile jedoch sind die Kurse wieder niedriger als zu dem Zeitpunkt, als die Gesellschaften die guten Gewinne bekannt gaben. Damit sind viele hochwertige Aktien für uns wieder zur attraktiven Kaufkandidaten geworden. Bei Unternehmen und Geschäftsstrategien, von denen wir wirklich überzeugt sind, nutzen wir die Kursschwäche für Käufe."
William Hench weiter: "Kürzlich erwarben wir Unternehmen mit starken Bilanzen im Transportsektor, kleine Banken, Versicherungsunternehmen und einige Rüstungsfirmen. All diese Aktien haben sehr niedrige Kurse und gesunde Bilanzen - so gesund wie in den vergangenen fünf bis sieben Jahren nicht mehr. Das beruht weitestgehend darauf, dass sich die Firmen nach der Kreditkrise bei Investitionen und dem Aufbau von Lagerbeständen zurückgehalten haben. Unsere Gewichtungen in Technologieaktien haben wir verringert, weil sie sich zuletzt sehr gut entwickelten, als sich der Markt diesen Sektoren zuwandte."
Royce & Associates beurteile die Konjunkturdaten der USA günstig, obwohl die Beschäftigungszahlen des Landes noch nicht zugelegt hätten. "Wir haben zu diesem Zeitpunkt im Konjunkturzyklus nicht mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze gerechnet, aber wir haben Unternehmen gefunden, die auf sich aufgepasst haben und trotz der jüngsten Rezession in guter Verfassung sind. Dazu haben auch gute Preise und ein Anstieg der Exporte beigetragen", füge William Hench hinzu.
"Das Interesse an US-Aktien hat zuletzt europaweit und auch in Deutschland deutlich zugenommen", kommentiere Klaus Dahmann, Head of Sales Germany and Austria bei Legg Mason. "Von dieser Entwicklung profitieren auch die US-amerikanischen Nebenwerte. Viele Investoren wollen ihre historischen Untergewichtungen in US-Aktien mit der langsam fortschreitenden Erholung der US-Wirtschaft zumindest neutralisieren", habe Klaus Dahmann abschließend gesagt. (15.07.2010/fc/a/m)
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