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14.04.11 14:06
Internationale Aktienmärkte ungewöhnlich widerstandsfähig

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die internationalen Aktienmärkte präsentierten sich im ersten Quartal ungewöhnlich widerstandsfähig, so die Experten von Metzler Asset Management.

Das Erdbeben und die atomare Katastrophe in Japan, die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und die Unruhen im Nahen Osten hätten allenfalls für vorübergehende Kursturbulenzen gesorgt, hätten den Aufwärtstrend der Aktienmärkte aber nicht grundsätzlich stoppen können.

So hätten die Börsen der entwickelten Volkswirtschaften das erste Quartal mit einem ansehnlichen Plus im einstelligen Bereich beendet. Gründe für die positive Wertenwicklung seien die moderate Bewertung sowie gute Konjunkturdaten aus den USA, Asien und Europa gewesen. Im Gegensatz dazu hätten sich insbesondere die Aktienmärkte der Schwellenländer im ersten Quartal schwer getan, da steigende Inflationsraten Ängste der Anleger vor einer signifikanten Straffung der Geldpolitik geweckt hätten.

Grundsätzlich seien die Experten für das zweite Quartal zuversichtlich für die Aktienmärkte. Insbesondere die Märkte der Schwellenländer würden sie wieder deutlich optimistischer sehen. So habe der Wachstumsmotor der chinesischen Wirtschaft im März wieder spürbar beschleunigt; die Wachstumsschwäche der vergangenen Monate scheine dort überwunden zu sein. Darüber hinaus dürften sich die Inflationsraten im zweiten Quartal zumindest temporär stabilisieren und somit als Belastungsfaktor für die Aktienmärkte der Schwellenländer in den Hintergrund treten.

Auch für den US-Aktienmarkt würden die Experten infolge des soliden Konjunkturverlaufs weiteres moderates Kurspotenzial im zweiten Quartal sehen, zumal die Inflationsrate in den USA noch niedrig sei. Die größten Risiken würden aus ihrer Sicht die Aktienmärkte der Eurozone, Großbritanniens und der entwickelten asiatischen Märkte bergen. Die Produktionsausfälle infolge der Katastrophe in Japan dürften die Gewinne japanischer Unternehmen signifikant belastet haben und im zweiten Quartal die Markterwartungen enttäuschen. Erst ab dem dritten Quartal dürfte der Wiederaufbau die Konjunktur stimulieren und einen signifikant positiven Beitrag zu den Unternehmensgewinnen liefern.

Für die Eurozone und Großbritannien würden die Experten in den kommenden Monaten aufgrund der umfangreichen staatlichen Sparmaßnahmen eine nachlassende Wachstumsdynamik der Wirtschaft erwarten. Darüber hinaus würden die hohen Inflationsraten in der Eurozone und in Großbritannien eine Straffung der Geldpolitik immer wahrscheinlicher machen. Vor diesem Hintergrund sei eine negative Wertentwicklung europäischer Aktien im zweiten Quartal durchaus wahrscheinlich. Grundsätzlich befinde sich die Weltwirtschaft immer noch in einer Phase mit billigem Geld und überreichlicher Liquidität, was tendenziell die Aktienmärkte stütze. (Ausgabe vom 13.04.2011) (14.04.2011/fc/a/m)



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