Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Für Anleger, die in Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels investieren möchten, sind Erneuerbare Energien nicht mehr attraktiv. Diese Ansicht vertritt Fondsmanager Christoph Keidel, der den Fonds LBBW Global Warming (ISIN DE000A0KEYM4 / WKN A0KEYM) verwaltet: "Investoren finden in anderen Bereichen mittlerweile wesentlich interessantere Anlagemöglichkeiten."
Für den Fondsmanager sei klar: "Der Klimawandel wirkt sich auf deutlich mehr Branchen aus als nur auf Erneuerbare Energien." Einstiegsmöglichkeiten sehe Keidel vor allem im Bereich Energiegewinnung aus Erdgas. Der CO2-arme Energieträger passe im Energiemix sehr gut zu den Erneuerbaren Energien. Gaskraftwerke würden kaum CO2 ausstoßen und sich sehr flexibel einsetzen lassen, wenn zu wenig Strom aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung stehe. In diesem Bereich wachse der Weltbedarf drastisch. Anlagenbauer dürften entsprechend gute Chancen haben, etwa beim Bau von Gasturbinen oder von Gaskraftwerken. Ein weiteres spannendes Investitionsfeld sei für Keidel das Thema Gas to liquids, also die Verflüssigung von Gas, das bei der Ölförderung bislang nur abgefackelt werde, zu Dieselkraftstoff. "Hier beobachten wir die Entwicklung sehr genau", betone Keidel und prüfe Anlagechancen.
"Wer in den vergangenen Jahren beim Thema Klimawandel ausschließlich auf Erneuerbare Energien gesetzt hat, dürfte viel Lehrgeld gezahlt haben", bilanziere Keidel. "Buy-and-Hold hat ausgedient, Anleger müssen am Ball bleiben und flexibel reagieren können, denn am Ende zählt für den Ertrag stets die Einzeltitelentwicklung und nicht die Marktentwicklung - die Solarbranche liefert hierfür den schlagenden Beweis."
Der Fonds LBBW Global Warming sei ein europäischer Aktienfonds mit Schwerpunkt Klimawandel und am 15. Januar 2007 aufgelegt worden. Der Fonds investiere in Unternehmen, die sich mit den immer größer werdenden Auswirkungen der Erderwärmung auseinandersetzen würden. Schwerpunktmäßig würden dazu regenerative Energien, der Wassersektor, die Baubranche, Versicherer, Versorger sowie der Anlagenbau gehören. Langfristiges Ziel sei die Erwirtschaftung eines Mehrertrages im Vergleich mit der durchschnittlichen Entwicklung europäischer Aktien. (18.01.2012/fc/a/m)
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