Vaduz (www.aktiencheck.de) - Die meisten Experten sind im Falle eines Sieges von Obama bei den US-Präsidentschaftswahlen von einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik und einem entsprechend schwächeren US-Dollar ausgegangen, so die Analysten der Liechtensteinischen LB.
Der Bondmarkt habe erwartungsgemäß reagiert. Der US-Dollar hingegen habe von der Kurskorrektur auf dem Aktienmarkt profitiert. Durch den jüngsten Dollar-Anstieg habe sich der Streit zwischen den aufstrebenden Volkswirtschaften und den USA über die Währungspolitik vorübergehend entschärft. Gelöst sei dieser strategische Konflikt jedoch nicht. Solange die USA am expansiven geldpolitischen Kurs festhalten würden, würden sie sich dem Vorwurf aussetzen, eine Politik der kompetitiven Abwertung zu verfolgen. Vor allem Brasilien sehe seine Exportchancen schwinden und habe mittels Interventionen eine Abschwächung des Reals gegenüber dem US-Dollar erzwungen. Die jüngste Entscheidung Chinas, trotz schwacher Binnennachfrage eine beschleunigte Aufwertung der Währung zuzulassen, sei wohl im Zusammenhang mit der angestrebten Umpolung der Wachstumskräfte zu sehen.
Der US-Dollar werde in den kommenden Monaten seine Rolle als sicherer Hafen behalten. Eine Schwankungsbreite zwischen CHF 0,90 bis CHF 1,00 bleibe deshalb die zentrale Projektio der Analysten. (Ausgabe November/Dezember 2012) (19.11.2012/ac/a/m)
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