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12.12.12 10:28
LBBW Dividenden Strategie Small & MidCaps-Fonds: Positiver Trend in SDAX und MDAX bleibt intakt

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Trotz des Kurseinbruchs im November bleiben die deutschen Nebenwerte-Indizes SDAX und MDAX stark, so Holger Stremme von LBBW Asset Management, Fondsmanager des LBBW Dividenden Strategie Small & MidCaps (ISIN DE000A0KEYR3 / WKN A0KEYR).

"Gerade die Werte aus dem MDAX haben die Kursrückschläge im November sehr schnell wieder weggesteckt, so dass sich am grundlegenden positiven Trend im Nebenwertesegment insgesamt nichts geändert hat", betone Holger Stremme. Ein Grund für diese gute Entwicklung liege darin, dass sich gerade kleinere Unternehmen, die oft in einer speziellen Nische zu Hause seien, schneller auf veränderte Marktbedingungen einstellen könnten als große Konzerne. "Für Investoren ist der deutsche Nebenwertemarkt allein aufgrund seiner Größe interessant, aber auch einige Nebenwerte aus Italien und Spanien sind attraktive Investments", so der Experte.

In vielen Fällen hätten diese Unternehmen über eine hohe Exportquote beziehungsweise einen hohen Auslandsumsatzanteil verfügt, seien also nur in geringem Maße von der wirtschaftlichen Entwicklung im jeweiligen Heimatland abhängig. In Deutschland seien das Firmen wie der Hersteller von Vakuumtechnik Pfeiffer Vacuum oder Schienentransport-Anbieter SMT Scharf, in Italien der Bremsenhersteller Brembo und in Spanien der Nahrungsmittelhersteller Viscofan.

"Das Thema Fusionen und Übernahmen hat im Nebenwerte-Segment verstärkt an Bedeutung gewonnen", sage Stremme. So seien bereits in jüngster Vergangenheit einige kleinere Übernahmen zu beobachten gewesen. "Weil größere Deals derzeit aber schwierig sind, suchen große Unternehmen nun nach kleineren Übernahmezielen unter den Nebenwerten", erläutere Stremme.

Angesichts der schwächeren Weltkonjunktur falle es großen Unternehmen schwer, organisch zu wachsen. Die Rahmenbedingungen für Übernahmen seien derzeit gut, weil zum einen viele Firmenkassen gut gefüllt seien und zum anderen die Bedingungen, zu denen sich Unternehmen derzeit Geld am Markt beschaffen könnten, ebenfalls günstig seien. Gerade bei den Nebenwerten seien aber auch Venture Capital- und Private-Equity-Firmen verstärkt auf der Suche nach geeigneten Kandidaten. So seien zuletzt etwa beim Haushaltswarenhersteller WMF oder bei der Douglas-Holding US-Finanzinvestoren als Käufer eingestiegen.

Bei der Auswahl von Nebenwerten lege Stremme als Stockpicker großen Wert vor allem auf solide Unternehmenszahlen, eine intakte Wachstumsstory und die langfristigen Geschäftsperspektiven, die auch in Zukunft eine stabile Dividendenzahlung ermöglichen würden. Vor diesem Hintergrund falle der Timing-Aspekt für Stremme bei der Anlageentscheidung grundsätzlich weniger ins Gewicht. Allerdings betone der Experte, dass sich bei volatilen Märkten durch Übertreibungen nach unten gleichwohl günstige Kurse zum Einstieg nutzen lassen würden.

Auf- und Abstiege von Unternehmen in bestimmte Indices würden für den Fondsmanager bei der Anlageentscheidung ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle spielen. Interessanter sei, dass sich die Aufnahme einer Aktie in einen Index in der Regel positiv auf die Liquidität und die Analysten-Coverage des Unternehmens auswirke.

"Um erfolgreich im Nebenwerte-Segment investieren zu können, bedarf es einer sehr großen Marktkenntnis und guter Kontakte zu den Unternehmen", betone Stremme. Denn viele Nebenwerte würden nicht von den großen Analysehäusern beobachtet, sondern vor allem von lokalen Brokern. "Interessante Unternehmen finden Anlageprofis deshalb eher auf Konferenzen als durch Analysten-Empfehlungen."

Der LBBW Dividenden Strategie Small & MidCaps investiere in Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen würden. Zu den Auswahlkriterien würden neben einer attraktiven (überdurchschnittlich hohen) Dividendenrendite die Stabilität der Bilanzstruktur, Ertrags- bzw. Substanzstärke und gute Wachstumsperspektiven des Unternehmens gehören. Der Fondsmanager betreibe Stock-Picking, das heiße, er orientiere sich an keinem Index und an keiner vorgegebenen Länder- oder Branchengewichtung. (12.12.2012/fc/a/f)



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