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11.04.13 13:20
LBBW Dividenden Strategie Euroland-Fonds setzt auf attraktive Dividendentitel aus dem Euroraum

Stuttgart (www.fondscheck.de) - In den nächsten Wochen veröffentlichen die meisten deutschen und europäischen Unternehmen ihre Bilanzen für das Jahr 2012, so die Experten von LBBW Asset Management in ihrem Kommentar zum LBBW Dividenden Strategie Euroland (ISIN DE0009780411 / WKN 978041, R-Tranche).

Bereits jetzt stehe fest: Viele Gesellschaften würden ihre Dividendenausschüttungen stärker erhöhen als Analysten dies prognostiziert hätten. Grund dafür sei die Substanzstärke der Unternehmen, die sich in dem deutlich reduzierten Verschuldungsniveau widerspiegele. Die Aussichten für dividendenstarke Aktien seien weiterhin positiv. "Diese Werte bleiben gerade im Vergleich zum Renditeniveau bei Anleihen hochattraktiv", sage Berndt Maisch, Fondsmanager des LBBW Dividenden Strategie Euroland.

Gleichzeitig warne Maisch allerdings davor, eine Dividendenstrategie zu einfach anzulegen. "Zwar entwickeln sich dividendenstarke Aktien in der Phase kurz vor dem Ausschüttungstermin überdurchschnittlich gut, da Investoren mit Interesse an hohen ordentlichen Erträgen sich kurzfristig engagieren", erkläre Maisch. Die Frage sei allerdings, wie nachhaltig dieses Engagement sei. Ihm gehe es um eine langfristige Perspektive. "Um dauerhaft von attraktiven Ausschüttungen zu profitieren, sollten Anleger sich stärker auf Aktien fokussieren, die neben einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite auch solide Bilanzen, eine globale Aufstellung und gute Wachstumsperspektiven aufweisen."

Wer allein nach der Dividendenrendite gehe, könne hingegen leicht in Fallen tappen. So seien in den Jahren 2008 und 2012 vor allem die vermeintlich dividendenstärksten Branchen wie Banken (2008) bzw. Telekommunikation und Versorger (2012) am heftigsten unter Druck geraten. Diese Sektoren hätten sich im nach hinein als so genannte "dividend traps" mit zu optimistischen Dividendenannahmen herausgestellt. "Ziel einer langfristigen Dividendenstrategie sollte es deshalb sein, diese "dividend traps" zu erkennen und aus der Strategie auszuklammern", so Maisch. Dafür betrachte der Experte bei der Fundamentalanalyse zusätzliche Faktoren wie Bilanzqualität, Innenfinanzierungskraft und strategische Positionierung der Unternehmen. Mithilfe dieser Analyse habe Maisch seine Dividendenstrategie verfeinern und seit der Fondsauflegung nachhaltig gegenüber den Marktindizes eine Outperformance erzielen können.

Derzeit lohne sich nach Ansicht von Maisch nicht nur der Blick auf das Inland: "Anleger mit Dividendenfokus finden außerhalb von Deutschland, wo die Dividendenrendite des DAX aktuell bei knapp über 3 Prozent liegt, noch interessantere Regionen im Euroraum", erkläre Maisch. So seien unter Renditegesichtspunkten finnische und französische Unternehmen interessant. In den jeweiligen Länderindices von Frankreich (CAC 40) und Finnland (HEX25) liege die durchschnittliche Dividendenrendite bei rund 4 Prozent und damit über dem deutschen Wert.

Auf Branchenebene seien für Maisch die Branchen Öl und Gas und selektiv Chemietitel besonders spannend. "Unter den besonders renditestarken Branchen überzeugen uns die "Oil Majors", die sich im Gegensatz zu Versorger- und Telekomtiteln über deutlich solidere Bilanzrelationen und sehr stabile Dividendentrends auszeichnen." Ein weiterer Fokus liege auf Einzeltiteln des Chemiesektors mit breit diversifizierten und konjunkturresistenten Kundenstrukturen. (11.04.2013/fc/a/f)


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