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www.fondscheck.de
23.07.13 15:55
Rotation in Aktien - "Quality-Value" für Renditen bei reduziertem Risiko

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Zinsen für Anleihen sind - nach einem vorübergehenden Anstieg - weiterhin sehr niedrig, berichten die Experten von Veritas Investment.

Renditesuchende Anleger würden Alternativen benötigen. Angesichts der noch immer günstigen Bewertung der Aktienmärkte scheine eine Umschichtung von Anleiheinvestments in Aktien vorprogrammiert.

Aus Sicht der Investmentexperten von Veritas Investment spreche dabei viel für eine Quality-Value-Strategie mit integriertem Risikomanagement. So könnten konsequent Aktien unterbewerteter Qualitätsunternehmen selektiert und Risiken frühzeitig identifiziert und gemieden werden, erläutere Christian Riemann, Senior Fondsmanager bei Veritas Investment, in seiner Analyse für die neueste Ausgabe des Veritas Investment Newsletters FONDS aktuell.

Bei Abzug der zu erwartenden Inflation von der laufenden Verzinsung lägen große Teile der Zinsstrukturkurve aktuell im negativen Bereich. Komme die Zinswende, würden zudem Kursverluste bei Renten und Rentenfonds drohen. "In einem Umfeld, das durch eine ultraexpansive Geldpolitik, eine relativ geringe Inflation und niedrige Wachstumsraten gekennzeichnet ist, sollten Aktien profitieren, während Renten auf der Verliererseite stehen dürften", so Riemann.

Um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, müssten Anleger aber auch in diesem Umfeld ihre Aktienstrategie sorgfältig abwägen. So spreche genauso viel für eine Selektion gut geführter Qualitätsaktien - den "Quality"-Ansatz - wie für die Auswahl unterbewerteter Aktien - den "Value"-Ansatz. Beide Ansätze hätten aber auch Nachteile: In einer starken Erholungsbewegung nach einer Baisse seien die oft defensiven Qualitätswerte nicht in der Lage, mit dem Markt mitzuhalten. Umgekehrt zeige die Erfahrung, dass reines Value Investing in einer Krise problematisch sei und zu renditezehrenden Verlustphasen führen könne.

Anstatt diese Faktoren oder Stile isoliert zu betrachten und dadurch möglicherweise höhere Risiken oder Mindererträge in Kauf zu nehmen, sollten Anleger daher einen Ansatz finden, der bei moderatem Risiko attraktive Renditen erzeugen könne. Dazu kombiniere Veritas Investment Quality- und Value-Strategien in einem Quality-Value-Modell. Durch den mehrdimensionalen Ansatz der Aktienselektion und eine innovativen Risikomanagementmethode mit Governance-Indikator und Tail-Risk-Filter würden die Vorzüge beider Ansätze genutzt und ihre Nachteile zugleich minimiert.

"Der Einsatz des Veritas-Governance-Indikators beruht auf der Erkenntnis, dass 'gut geführte' Unternehmen besonders in Marktkrisen besser abschneiden und weniger riskant sind als andere Unternehmen", erläutere Riemann. "Der Tail-Risk-Filter hilft dabei, Positionen zu vermeiden, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit extreme Verluste erwarten lassen." Das Ergebnis sei eine Strategie, die defensiven Anlegern auskömmliche Renditen bei reduziertem Risiko bieten könne. (23.07.2013/fc/a/m)


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