Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Aussage von Mario Draghi, dass bei einer weiter sehr niedrigen Inflation die EZB auch unkonventionelle Maßnahmen wie beispielsweise Anleihekäufe ergreifen werde, beflügelte in der letzten Woche die Aktienmärkte, so die Experten von Veritas Investment.
Die Reaktion sei prompt gefolgt: Die Kursaufschläge hätten zu Mittelzuflüssen bei den Aktien-ETFs geführt.
"In der vergangenen Woche setze sich der bereits seit längerem andauernde Trend im europäischen ETF-Handel weiter fort", sage Marcus Russ Senior-Fondsmanager bei Veritas Investment. "Es sind rund 800 Millionen Euro in Aktien-ETFs geflossen, vor allem in deutsche Aktien. Allein hier haben die Anleger für rund 540 Millionen Euro Produkte erworben."
Auf Sektorenebene hätten Energie und Immobilienaktien mit Zuflüssen von jeweils rund 35 Millionen Euro im Vordergrund gestanden. Denn die Bewertungen im Energie-Sektor seien aktuell immer noch günstig und Immobilienaktien hätten von der starken Performance in diesem Jahr profitiert.
Auch die Rentenmärkte hätten von den Aussagen der EZB profitiert. Die Anleger hätten Renten-ETFs für rund 940 Millionen Euro erworben. Dabei hätten Staatsanleihen ganz klar im Vordergrund gestanden.
Auf der Rohstoffseite hätten die Anleger hingegen ETPs abgestoßen. Besonders deutlich im Agrarbereich, dort seien ETPs für rund 170 Millionen Euro verkauft worden. Gold-ETPs hätten vergleichsweise geringe Zuflüsse von rund 40 Millionen Euro verzeichnet. (Ausgabe vom 13.05.2014) (14.05.2014/fc/a/e)
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