Frankfurt (www.fondscheck.de) - Stetig hat das Weltwirtschaftswachstum in den vergangenen Monaten an Dynamik verloren, so die Experten von Veritas Investment im Kommentar zum Ve-RI Equities Europe (ISIN DE0009763201 / WKN 976320), Ve-RI Listed Real Estate (ISIN DE0009763276 / WKN 976327) sowie Ve-RI Listed Infrastructure (ISIN DE0009763342 / WKN 976334).
Dabei scheine die konjunkturelle Entwicklung auseinander zu driften. Auf der einen Seite komme Europa nicht richtig in die Gänge, sodass sich Mario Draghi gezwungen gesehen habe, die Leitzinsen erneut zu senken und ein Kaufprogramm von ABS-Papieren und Covered Bonds bekannt zu geben. Auf der anderen Seite des Atlantiks befinde sich die US-Wirtschaft in einem dynamischen Aufwärtstrend und die FED fahre ihre Stützungsmaßnahmen kontinuierlich zurück.
Insgesamt würden die globale Wirtschaft und der Welthandel aber zusehends an Dynamik verlieren, da sich auch die Drehzahl der chinesischen Wirtschaft sukzessive verlangsame. Zuletzt habe es verstärkt Hinweise gegeben, die auf ein Abflauen der Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuten würden. Unter anderem seien Daten zur Industrieproduktion im August unerwartet schwach ausgefallen. Der Zuwachs um 6,9 Prozent im Jahresvergleich habe so niedrig gelegen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Die Terrorwarnungen durch IS, die laufende Sanktionsspirale mit Russland und auch die Ebola-Epidemie würden zusätzliche konkrete Gefahren für das weltwirtschaftliche Wachstum und die Gewinne der Unternehmen darstellen.
Der Ve-RI Equities Europe habe im September nicht an den positiven Entwicklungen des europäischen Aktienmarktes partizipieren können und den Monat mit einem Minus von 0,64 Prozent beendet. Größte Verlierer im Portfolio seien die britische Supermarktkette Sainsburry (-11,8%), der dänische Telekommunikationsanbieter TDC (-7,9%) und der schweizerische Fahrstuhlhersteller Schindler (-2,4%) gewesen. Zu den Gewinnern hätten im vergangenen Monat die dänische Versicherung Tryg (+8,8%), der französische Rückversicherer Scor (+6,2%) und Reed Elsevier, ein weltweit operierender Medienkonzern (+3,6%), gezählt. Auf Jahressicht stehe der Ve-RI Equities Europe noch immer recht gut da. So könne der Fonds seit Jahresanfang eine absolute Performance von +7,34 Prozent vorweisen und liege damit in etwa gleichauf mit seiner Benchmark, dem STOXX 600 (TR).
Der Ve-RI Listed Real Estate habe sich im vergangenen Monat nicht der negativen Entwicklung der globalen Reits entziehen können und den Monat mit einem Minus von 3,51 Prozent geschlossen (MSCI World REITS Net -2,33%). Zu den größten Verlierern hätten im letzten Monat Dexus Property Group (-10,15%), CFS Retail Property Trust (-9,49%) und Stockland (-9,34%) gezählt. Zu den Gewinnern hätten im letzten Monat Shaftsburry (+1,27%), Link Reit (+1,24%) und Acadia Realty Trust (+0,56%) gezählt. Seit Jahresanfang könne der Fonds eine beachtliche, absolute Performance von 16,56 Prozent verzeichnen.
Der Ve-RI Listed Infrastructure habe sich der negativen Entwicklung der internationalen Infrastrukturunternehmen entziehen und den Monat mit einem Plus von 0,48 Prozent beenden können (NMX Infrastructure Composite TR -0,76%). Zu den Gewinnern würden hier Go-Ahead Group (+16,5%), Endesa (+9,75%) und Red Electrica (+6,97%) zählen. Zu den Verlierern hätten hingegen Celco Corp. (-10,06%), United Utilities (-6,22%) und Spark Infra. Group (-6,13%) gehört. Seit der Umstellung am 23.05.2014 habe der Fonds bis Ende letzten Monats eine absolute Performance von 8,15 Prozent verzeichnen können. (06.10.2014/fc/a/f)
© 1998 - 2026, fondscheck.de