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25.11.14 11:11
Julius Bär Multistock - Luxury Brands Fund: Luxusgüter profitieren von Weihnachten - Fondsanalyse

Zürich (www.fondscheck.de) - Im Feiertagsgeschäft mit Luxusgütern verschieben sich die Gewichte, so die Experten von Swiss & Global Asset Management im Kommentar zum Julius Bär Multistock - Luxury Brands Fund (ISIN LU0329429897 / WKN A0NCNT).

"Die ehemalige zentrale Stellung des Weihnachtsgeschäft wird relativiert, vor allem da das chinesische Neujahrsfest für die Branche wichtiger wird", erkläre Scilla Huang Sun, die gemeinsam mit Andrea Gerst den Julius Bär - Luxury Brands Fund von Swiss & Global Asset Management verwalte. Dennoch würden die einzelnen Anlässe für viele Luxusgüter-Hersteller überdurchschnittlich wichtig bleiben: So erziele der Chocolatier Lindt & Sprüngli mehr als 80 Prozent des Gewinns in der zweiten Jahreshälfte; auch für die Schmuck- und Uhrenindustrie sei das Weihnachtsgeschäft sehr wichtig.

"Das Kaufverhalten im Weihnachtsgeschäft ändert sich. Zum einen kaufen die Leute später, also kürzer vor dem Fest, zum anderen gewinnt der E-Commerce an Bedeutung", erkläre Andrea Gerst. "Bereits heute wird rund die Hälfte aller Luxusgüter-Käufe durch Online-Auftritte inspiriert", so die Expertin weiter. Unter den Luxusgüter-Herstellern sei Burberry bei den digitalen Angeboten derzeit führend, allerdings hätten andere Unternehmen aufgeholt.

"Insgesamt erwarten wir für den Luxus-Sektor im Jahr 2015 ein organisches Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent und eine weitere leichte Verbesserung bei den Margen", erkläre Huang Sun. "Außerdem dürfte sich die zunehmende Stärke des US-Dollar gegenüber dem Euro im Schlussquartal 2014 sowie im kommenden Jahr für europäische Hersteller von Luxusgütern positiv auswirken", so Huang Sun weiter. Im laufenden Jahr hätten gleich mehrere Faktoren die Entwicklung des Luxusgüter-Marktes negativ beeinflusst: So habe das insgesamt schwächere Weltwirtschaftswachstum zusammen mit den Krisen in der Ukraine, dem Nahen Osten und in Hongkong zu einem tieferen Wachstum der Luxusgüter-Hersteller geführt. Hinzugekommen seien die negativen Währungseffekte vor allem in der ersten Jahreshälfte.

"Die Rolle der Schwellenländer wird für den globalen Luxusgütermarkt zunehmend wichtig", sage Huang Sun. Mittlerweile würden die Schwellenländer 60 Prozent und die Industriestaaten 40 Prozent zum Wachstum der Luxusindustrie beitragen. Vor allem der Markt im Nahen Osten entwickle sich gut, während sich die Nachfrage in einigen asiatischen Ländern verlangsamt habe. Besonderes Augenmerk lege die Expertin auf die Luxusgüternachfrage von Touristen. Mittlerweile habe die Zahl chinesischer Auslandsreisen die 100-Millionen-Marke überschritten. Vor allem Korea, Japan und die USA hätten mehr chinesische Touristen gezählt. "Allein in diesem Jahr haben so manche Luxuskaufhäuser und Duty-Free-Geschäfte in Korea und Japan ihren Umsatz mit Touristen sogar um mehr als 50 Prozent steigern können", sage Gerst.

Viele Aktien von Luxusgüter-Herstellern würden mittlerweile am unteren Ende des relativen Werts notieren. Selbst wenn die Luxus-Aktien per se keine Dividendenjuwelen seien, habe sich die Dividendenrendite im Schnitt auf 2 Prozent erhöht, was im aktuellen Niedrigzinsumfeld ebenfalls interessant sei. "Solide Bilanzen und stabile Cashflows machen im kommenden Jahr höhere Dividenden wahrscheinlich", so Gerst. (25.11.2014/fc/a/f)


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