London (www.fondscheck.de) - Der Henderson Horizon Euroland Fund (ISIN LU0011889846 / WKN 989226, A2; ISIN LU0196034820 / WKN A0B62Q, CLASS I-ACC) identifiziert mithilfe eines speziell entwickelten Analysemodells fehlbewertete Aktien, die Wertpotenzial bieten, so die Experten von Henderson Global Investors.
Mit der Entwicklung dieses Filtermodells habe der Fondsmanager Nick Sheridan Ende der 1980er Jahre am Beginn seiner Karriere als Vermögensverwalter begonnen. Im Kern dieses ständig weiterentwickelten Modells stünden vier zentrale Kennzahlen: Dividenden, Gewinne, Nettovermögenswert und Wert des Wachstums. Der Aufbau des Portfolios erfolge anhand der Aktien, die den höchsten Wert aus diesen vier Faktoren bieten würden. In diesem ersten Beitrag einer mehrteiligen Reihe würden sich die Experten eingehender mit den Dividenden als Eckpfeiler der Anlagerendite beschäftigen.
Bei der Konstruktion des Portfolios würden die Experten Dividenden einen hohen Stellenwert beimessen, denn sie würden viel darüber aussagen, wie gut es einem Unternehmen gehe. Steigende Verkaufszahlen und Umsatzerlöse dürften sich früher oder später auch in einer Dividendenerhöhung niederschlagen. Eine gute Dividendenstrategie könne ein Indiz für ein gesundes Unternehmen mit starker Barmittelgenerierung und einem Führungsteam sein, das den Bedürfnissen der Aktionäre oberste Priorität einräume. Eine attraktive, aus dem Gewinn gut gedeckte Dividendenrendite erhöhe zudem die Sicherheit einer Rendite für die Anleger.
Die Dividendenrendite des Henderson Horizon Euroland Fund bewege sich im langjährigen Vergleich etwa auf dem Niveau des Marktes bzw. leicht darüber. Zum 31. März 2015 habe sie bei 2,9% und damit geringfügig über dem Vergleichswert von 2,8% für die Benchmark, den MSCI EMU Net Return Index gelegen. Die aktuelle Rendite spiegele die Kursgewinne an den europäischen Aktienmärkten nach Erreichen der Talsohle während der globalen Finanzkrise wider (würden die Kurse steigen, würden die Renditen fallen und umgekehrt).
Als Belastung für die Dividendenrendite des Fonds habe sich in den letzten Monaten die Untergewichtung der Branchen Versorger, Telekommunikation und Energie erwiesen, in denen traditionell hohe Dividenden ausgeschüttet würden. Die Experten hätten die genannten Branchen wegen ihrer Sensitivität gegenüber politischen Faktoren untergewichtet. Speziell in Wahlkampfzeiten sei es für Regierungen verlockend, diesen Branchen quasi als Geschenk an die Wähler Beschränkungen aufzuerlegen. Eine Senkung ihrer monatlichen Telefongebühren beispielsweise komme bei Verbrauchern in der Regel gut an. Für die Gewinne der Unternehmen könne das indes erhebliche Folgen haben.
Auch wenn die Dividendenrendite eine wichtige Komponente der Anlagerendite sei, meide der Fonds Unternehmen, bei denen die Dividenden zulasten einer langfristigen Kapitalrendite gehen würden. Nach Dafürhalten der Experten müsse die Unternehmensleitung das verfügbare Kapital in einer Weise einsetzen, die den Bedürfnissen der Aktionäre Rechnung trage und gleichzeitig ausreichend Kapital zur Sicherung des künftigen Wachstums zur Verfügung stelle.
Ausgehend vom aktuellen Niveau spreche gegenwärtig nichts gegen einen weiteren Anstieg der Dividenden. Auch Sonderdividenden seien in dem einen oder anderen Fall nicht ausgeschlossen. Unternehmen aus der Eurozone hätten in den vergangenen fünf Jahren ihre Bilanzen saniert. Parallel dazu seien die Dividenden, in denen sich das Vertrauen auf zukünftige Umsätze spiegele, ansehnlich gewachsen.
Erhebliche Cash-Bestände seien für Aktienrückkäufe verwendet worden, unterstützt von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Während dies einerseits ein starkes Signal für die zukünftige Rentabilität eines Unternehmens sei, sollten Anleger nicht alle Aktienrückkäufe über einen Kamm scheren. Denn hierbei sei es wichtig zu prüfen, ob sie auf dem richtigen Bewertungsniveau, ohne Aufnahme zusätzlicher Fremdmittel und aus den richtigen Gründen erfolgen würden. Faktoren, die die Experten bei ihrem Anlageprozess berücksichtigen würden.
Wie immer sei auch bei diesem Fonds die Titelauswahl eine Frage des Wertpotenzials. Selbst die beste Dividendenaktie lohne sich nicht zu jedem Preis. Denn letztlich hänge die reale Rendite eines Anlegers in erster Linie vom Kurs ab, zu dem er eine Aktie kaufe. Deshalb steige mit dem Kauf einer Aktie, die gerade nicht sonderlich beliebt sei, die Aussicht auf höhere Renditen.
Beispiele für dividendenzahlende Unternehmen im Portfolio:
Im Portfolio seit: November 2011
Portfoliogewichtung am 31. Mai 2015: 5,7%
- Hohe Margen, eine hohe Kapitalrendite und die Zugehörigkeit zu einer Branche mit hohen Eintrittsbarrieren würden das britisch-niederländische Verlagshaus kennzeichnen.
- Reed Elsevier stelle seit Jahren seine Bereitschaft unter Beweis, Kapital in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an seine Aktionäre zurückzugeben. Dies sei nicht zuletzt Ausdruck der starken Umsatzentwicklung des Unternehmens.
Renault (globaler Automobilhersteller, in Frankreich börsennotiert)
Im Portfolio seit: Dezember 2011
Portfoliogewichtung am 31. Mai 2015: 3,4%
- Renault sei ein attraktiv bewerteter Autobauer mit stabilem Marktanteil und einer zuletzt deutlich verbesserten Kostenstruktur. Da der Autohersteller am Beginn einer Phase mit zahlreichen Modellneuerungen stehe, könnte die Gewinnschätzung des Konzerns zu niedrig sein.
- Seit fünf Jahren schütte Renault regelmäßig Dividenden an seine Aktionäre aus.
Christian Dior (Luxusgüter, Frankreich)
Im Portfolio seit: November 2011
Portfoliogewichtung am 31. Mai 2015: 2,7%
- Im Vergleich zum Wert seiner Aktiva werde das Unternehmen mit einem Abschlag bewertet. Die Marktkapitalisierung von 31,4 Mrd. EUR (Stand: 13. Mai 2015) entspreche noch nicht einmal dem Wert der LVMH-Beteiligung von geschätzten 32,2 Mrd. EUR.
Die erfahrene Unternehmensleitung habe in den vergangenen fünf Jahren für beständiges Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Christian Dior Couture gesorgt, was sich in den jährlichen Dividendenerhöhungen spiegele. (11.06.2015/fc/a/f)
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