Quickborn (www.fondscheck.de) - Die Sorge um Chinas lahmende Wirtschaft hat im vergangenen Monat für hohe Schwankungen beim DAX gesorgt - die deutschen Privatanleger haben dennoch stark zugekauft, so die Analysten der comdirect bank.
Das zeige der aktuelle comdirect Brokerage Index, der mit 108,3 Punkten im Vergleich zum Vormonat zwar um 8,4 Punkte gesunken sei, aber weiterhin auf einem hohen Niveau liege. Als der DAX ab Mitte August jedoch kontinuierlich gefallen sei, habe sich auch die wachsende Vorsicht bei den Anlegern gezeigt. "Insbesondere die 10.000 Punkte waren eine psychologisch wichtige Marke. Je näher der DAX sich dieser Marke annäherte, desto skeptischer wurden die Anleger. Als der deutsche Leitindex dann die 10.000 unterschritt, beobachteten wir starke Verkäufe - über alle Anlageklassen hinweg", sage Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. "Ein Teil der Verkäufe ging zu diesem Zeitpunkt jedoch auch auf das Konto von Stop-Loss-Orders - sie machten etwa zehn Prozent aller Trades aus", so Wolf.
Auch bei den meistgekauften Aktientiteln hätten sich die Auswirkungen von Chinas wirtschaftlicher Situation gezeigt. Denn mit Daimler und BASF hätten sich gleich zwei exportstarke Unternehmen unter den Top-Käufen befunden. "Beide Werte unterlagen hohen Tagesschwankungen - viele Anleger nutzten die Kursabstürze daher für günstige Zukäufe", sage Wolf. Neben Daimler und BASF seien zudem die Titel von Apple, der Commerzbank und RWE sehr gefragt gewesen. Am meisten verkauft worden seien Apple, Daimler, Nordex, Allianz und Dialog Semiconductor. "Dass Daimler gleichzeitig stark zu- als auch verkauft wurde, zeigt das derzeit uneinheitliche Stimmungsbild bei den Privatanlegern: Die einen nutzten die China-Krise für günstige Zukäufe, die anderen wurden hingegen skeptisch und stießen die Titel lieber ab", so Wolf. (11.09.2015/fc/a/m)
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