Wien (www.fondscheck.de) - Die Knoesel & Ronge Vermögensverwaltung bietet Anteile ihres KR Fonds Deutsche Aktien Spezial (ISIN LU0310320758 / WKN A0MWK9) nur noch mit einem "Zwangsaufgeld" von 2,5 Prozent an, um die Mittelzuflüsse zu begrenzen, so die Experten von "FONDS professionell".
Der Fonds investiere vor allem in Aktien von Unternehmen in Übernahme- oder Squeeze-out-Situationen. Dadurch habe das Portfolio selbst in Krisenzeiten mit einer sehr stetigen Wertentwicklung überzeugen können, was zuletzt viele neue Investoren angelockt habe. Inzwischen verwalte der Fonds gut 170 Millionen Euro.
"Die Anlagestrategie des Fonds bewegt sich in einer Nische und ist daher nicht beliebig skalierbar", so Ulrich Ronge, geschäftsführender Gesellschafter des Würzburger Vermögensverwalters, gegenüber FONDS professionell ONLINE. Die Titel, die für den Fonds in Frage kämen, seien nur begrenzt verfügbar. "Zudem ist Teil unserer Anlagephilosophie, Einzeltitel nicht zu hoch zu gewichten. Daher war es letztlich eine Frage der Zeit, wann wir eine Begrenzung einführen müssen, da die Alternative eine Verwässerung der bewährten Anlagestrategie bedeutet hätte."
Die Zuflüsse in den anderen Anteilsklassen hätten jedoch unvermindert angehalten. Deshalb habe sich Knoesel & Ronge gezwungen gesehen, auch diese seit Ende Oktober nur noch mit Mindestaufschlag anzubieten.
"Sobald wir feststellen, dass die Liquiditätsquote dauerhaft in einer Größenordnung von etwa fünf Prozent gehalten werden kann, würden wir über eine Lockerung oder Aufhebung nachdenken", so Ronge. Voraussetzung wäre aber, dass das Anlageuniversum wachse. "Tendenziell war dies in der Vergangenheit durchaus der Fall, da immer wieder neue Titel in unseren Fokus geraten sind. Weil aber gleichzeitig aber auch jedes Jahr einige Titel durch Abfindung herausfallen, kann man derzeit keine seriöse Vorhersage über die Dauer der Maßnahme treffen."
Seit Ende 2015 biete Knoesel & Ronge mit dem KR Fonds Übernahmeziele Europa (ISIN LU1299898665 / WKN A1402D) ein Produkt mit ähnlicher Strategie, aber europaweitem Ansatz an. Kapitalverwaltungsgesellschaft sei wie schon beim KR Fonds Deutsche Aktien Spezial der Luxemburger Anbieter Axxion. (16.11.2016/fc/n/s)
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