Wien (www.fondscheck.de) - Ariel Bezalel, Head of Strategy, Fixed Income und Manager des Jupiter Dynamic Bond Fund (ISIN LU0853555380 / WKN A1J8EQ), erläutert in einem aktuellen Kommentar, wie er sich vor dem derzeitigen Marktumfeld positioniert, so die Experten von "FONDS professionell".
Nach den jüngsten positiven Wirtschaftsdaten, wenn auch überwiegend im Zusammenhang mit weichen Indikatoren wie den Umfragen zum Verbrauchervertrauen, sowie der Fortsetzung von Trumps reflationärem Handelsprogramm könnte es laut Bezalel den Anschein haben, dass sich die USA auf einem unaufhaltsamen Wachstumspfad befinden würden. "Mein Team und ich sind jedoch der Meinung, dass es wichtig ist, sich bewusst zu bleiben, dass in risikobehafteten Vermögenswerten eine zu große Hoffnung eingepreist ist", betone Bezalel.
"Wir bleiben im Hinblick auf den 'Trump gap', wie ich ihn nenne, vorsichtig. Damit meine ich den Spielraum für Enttäuschungen zwischen jetzt und dem Zeitpunkt, an dem Trump seine Politik umsetzen wird. Erstens glauben wir, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass sein billionenschwerer Infrastrukturausgabenplan erfolgreich durch den Kongress kommen wird, ohne verwässert zu werden. Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass seine Steuerreform auf nächstes Jahr vertagt wird." Darüber hinaus hätten Bezalel und sein Team bemerkt, dass sich die Kreditstandards bei Banken in den USA anscheinend verschärfen würden. Das habe ein langsameres Kreditwachstum zur Folge, was ein weiteres potenzielles Risiko für die Wachstumsaussichten darstelle.
Auf Basis dieser Überlegungen und Beobachtungen finde Bezalel US-Staatsanleihen wieder attraktiver. Da die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen nach ihrem Tief von 1,3 Prozent im Juli 2016 im Februar dieses Jahres bei 2,5 Prozent und die Rendite von 30-jährigen Anleihen bei etwa drei Prozent gelegen habe, gehe Bezalel davon aus, dass die Bewertungen bereits erhebliche gesamtwirtschaftliche Verbesserungen einpreisen würden und sie die Möglichkeit, dass die Trump-Regierung bei der Umsetzung der Reformen scheitere, nicht berücksichtigen würden.
Auf globaler Ebene sei die politische Unsicherheit so hoch wie noch nie, und ein taktischer Investmentansatz bei Anleihen werde dieses Jahr maßgeblich sein. "Unser Ansatz war schon immer dynamisch und flexibel und wir passen uns an sich verändernde Umstände an. Vor diesem Hintergrund haben wir vor kurzem die Duration unserer Portfolios von knapp über einem Jahr auf ungefähr 3,2 Jahre erhöht. In diesem Zuge verstärkten wir die Ausrichtung der Fonds auf 10-jährige und 30-jährige US-Staatsanleihen und erhöhten die Duration unseres Engagements in australischen Staatsanleihen. Auf diese Weise halten wir die Gesamtduration nach wie vor relativ niedrig, während wir dennoch dem möglichen Spielraum für Enttäuschungen in den USA Rechnung tragen", erkläre Bezalel abschließend. (News vom 06.04.2017) (07.04.2017/fc/n/s)
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