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26.02.18 08:30
"FONDS professionell" KONGRESS: Alle Augen auf China - Fondsanalyse

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der "FONDS professionell" KONGRESS in Mannheim zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen der Fondsbranche, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Universal-Investment habe in diesem Jahr sein erfolgreiches Format "Mannheim sucht den Superfonds" mit ausgewählten Fondspartnern fortgesetzt. In einem sehr gut besuchten Auditorium hätten die Fondspartner FPM Frankfurt Performance Management, GLS Bank und TAMAC Qilin ihre Fondskonzepte vorgestellt. n-tv-Moderatorin Corinna Wohlfeil habe lebendig durch die Veranstaltung geführt.

Raik Hoffmann, Vorstand FPM Frankfurt Performance Management, habe den FPM Funds Stockpicker Germany Small/Mid Cap (ISIN LU0207947044 / WKN A0DN1Q) vorgestellt. Der Fokus liege hier auf deutschen Nebenwerten, in denen sich Hoffmann und sein FPM-Kollege Martin Wirth aufgrund des Heimvorteils sehr gut auskennen würden - und das seit 20 beziehungsweise 27 Jahren. Man spreche die gleiche Sprache, kenne die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und profitiere von den rund 200 direkten Unternehmensgesprächen, die seine Kollegen und er im Jahr führen würden, so Hoffmann.

150 bis 200 deutsche Unternehmen aus dem Bereich Small und Mid Caps würden zum näheren Universum von Hoffmann gehören. Davon seien im Schnitt 25 bis 35 Titel im Portfolio zu finden, darunter eine Vielzahl von innovativen Unternehmen aus dem Mittelstand, die auf ihrem Gebiet zu den Marktführern zählen würden. Der deutsche Mittelstand sei in seiner Struktur einzigartig und biete viele Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmal, die sehr transparent in ihrem Informationsfluss seien, verdeutliche Hoffmann. Auch wären Titel nur dann als Investition interessant, wenn sie jeweils eine Zielrendite von mindestens 10 Prozent ermöglichten.

Das FPM-Team analysiere im Fonds befindliche und andere aussichtsreiche Werte nach den Prinzipien des Value Investing. Die Bewertung und das Management eines Unternehmens seien die entscheidenden Kriterien für jedes Investment, dritte Voraussetzung sei ein funktionierendes Geschäftsmodell. "Wir als Investmentboutique sind bei der Titelauswahl weitestgehend unabhängig und flexibel", so Hoffmann. Sie hätten sich weder von Benchmarks noch Sektorgewichtungen in weniger aussichtsreiche Investments zwingen lassen. Hoffmann habe auch dadurch bisher den richtigen Riecher bei seinen Investments für den FPM Funds Stockpicker Germany Small/Mid Cap beweisen können. Über drei Jahre habe der Fonds per Ende 2017 einen Mehrwert von 102,6 Prozent erzielen können, 2017 sei er auf 53 Prozent Performance gekommen.

Karsten Kührlings, verantwortlich für das Fondsgeschäft der GLS Bank, habe den GLS Bank Klimafonds (ISIN DE000A2DTNA1 / WKN A2DTNA) vorgestellt. Das sozial-ökologische Geldinstitut setze sehr strenge Regeln bei den Investments an. "Zusätzlich werden die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen berücksichtigt", so Kührlings. Der Fonds investiere weltweit und nur in Unternehmen, die neben den strengen Anlage- und Finanzierungsgrundsätzen weitere Kriterien erfüllen würden. Dazu würden Emissionen, Klimastrategien und Maßnahmen zum Klimaschutz zählen. Zwei spannende Investmentbeispiele seien etwa die Régie Autonome des Transports Parisiens (RATP) und Africa GreenTec.

Das Pariser Nahverkehrsunternehmen setze verstärkt auf Car-Sharing, Fahrradvermietungen, Hybridbusse und energieeffiziente Züge. Gemeinden im Einzugsbereich der RATP würden ebenfalls bei der Mitgestaltung einbezogen und beim barrierefreien Zugang zum Nahverkehr unterstützt. Ziel sei es, bis 2025 die Hälfte der Treibhausgase und ein Fünftel des Energieverbrauchs zu reduzieren. Africa GreenTec ermögliche den Zugang zu dezentralem Strom für die ärmere Dorfbevölkerung auf dem Land im westafrikanischen Staat Mali. Solarzellen würden in dem sonnenreichen Land aufgestellt und sollten Dieselgeneratoren für die Stromerzeugung ersetzen. Das Start-up setze dabei auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und Gemeinden. Außerdem würden Menschen vor Ort geschult und ausgebildet, um die Aufgaben der Stromerzeugung langfristig selbstständig übernehmen zu können.

Für das Portfolio des GLS Klimafonds würden jährlich die direkten Emissionen, die verbrauchte Energie und die der Wertschöpfungskette gemessen und veröffentlicht. Zur Milderung des eigenen ökologischen Fußabdruckes unterstütze der Fonds im Anschluss ausgewählte Klimaschutzprojekte. Das Portfolio selbst sowie die Aktivitäten würden zum Ende des Geschäftsjahres im Investitionsbericht transparent gemacht. Die Begrenzung der Erderwärmung sei im Pariser Klimaabkommen seinerzeit beschlossen worden, habe Kührlings verdeutlicht. Dafür wolle man einen Beitrag leisten. Neben dem GLS Klimafonds verfolge die GLS Bank auch mit ihren weiteren Fonds, wie dem GLS Aktienfonds, (ISIN DE000A1W2CK8 / WKN A1W2CK; ISIN DE000A1W2CL6 / WKN A1W2CL) einen sozial-ökologischen Ansatz.

Dass die Schwellenländer und insbesondere China weiterhin ein Investment wert seien, habe Dr. Stefan Albrecht, Managing Director bei Qilin Capital, in seinem Vortrag erläutert. Der Fondsgründer des TAMAC Qilin-China Champions (ISIN LU1242508387 / WKN A14UHX; ISIN LU1242506332 / WKN A14UHV) sehe das Reich der Mitte als sinnvolle Investmentregion. Die Entwicklung Chinas sei im Vergleich zu anderen Ländern weiterhin konkurrenzlos. Das spiegele sich auch im Bruttosozialprodukt (BSP) wider. Habe das von China 1991 noch bei 0,49 Billionen US-Dollar gelegen, habe es bis 2016 auf 11,22 Billionen US-Dollar zugelegt. Während China 1991 damit noch auf dem neunten Rang gegenüber den USA mit dem größten BSP von 7,04 Billionen US-Dollar gelegen habe, habe das Reich der Mitte 2016 bereits auf dem zweiten Rang direkt hinter den USA rangiert. Bis 2030 erwarte Albrecht, dass Chinas BSP auf 24,77 Billionen US-Dollar ansteigen werde und dann die USA mit prognostizierten 22,09 Billionen US-Dollar überflügle.

Auch rechne Albrecht damit, dass die Anzahl chinesischer Unternehmen im Fortune 500, der die weltweit 500 umsatzstärksten Unternehmen umfasse, weiter steigen werde. Seien es 2006 gerade einmal 16 Unternehmen gewesen, so sei diese Zahl im vergangenen Jahr bereits auf 115 gestiegen. Bis 2030 gehe er davon aus, dass die Zahl bis auf 200 weiter zulegen werde. Auch der bis 2020 gültige Fünf-Jahres-Plan stehe für eine weiterhin positive Entwicklung Chinas. Die Verschuldung solle maximal bei 3 Prozent des BSP liegen, der Fokus werde verstärkt auf innovative Technologien gesetzt und eine Vielzahl großer Infrastrukturinvestments, wie etwa 11.000 Kilometer Schnellzugtrassen und 50 neue Flughäfen.

Dank der Zusammenarbeit mit Qilin Capital Research vor Ort, in China, stehe ein erfahrenes Research-Team zur Verfügung, das auf mehr als 25 Jahre Markterfahrung zurückgreifen könne. Eine enge Partnerschaft mit der Eliteuniversität Tsinghua sorge für zusätzliche Impulse. Zu den ausgewählten Titeln fürs Portfolio des UCITS-SICAV Fonds würden etwa Heng Rui Medicine, die Nummer Eins unter den chinesischen Markenpharmaunternehmen, und iFlytek zählen, das führende Unternehmen für Spracherkennungstechnologie mit einem Marktanteil von 70 Prozent. Insgesamt bestehe das Portfolio des TAMAC Qilin-China Champions aus 30 bis 40 Titeln, die in Festlandchina, Hongkong oder den USA gelistet seien. Dass Albrecht und Co. gute Arbeit leisten würden, zeige sich auch an der Performance. Seit Fondsauflage, Ende 2015, habe der TAMAC-Qilin China Champions den Vergleichsindex All China Index konstant outperformt. Während der Fonds im Zeitraum Dezember 2015 bis 2017 um 56 Prozent zugelegt habe, sei der All China Index um 11 Prozent gestiegen.

Am Ende der Vorträge hätten die Zuhörer abstimmen, welches Konzept ihnen am besten gefallen habe, und an einem Gewinnspiel teilnehmen können. Stefan Albrechts Ausführungen zu China hätten das Auditorium am meisten begeistert. Unter den Gewinnspielteilnehmern seien unter juristischer Aufsicht drei Personen ausgelost worden, die am Ende jeweils Fondsanteile ihres Favoriten im Wert von 500 Euro hätten gewinnen können.

Über den Vortrag hinaus habe Universal-Investment eine Vielzahl von Fondspartnern am Unternehmensstand präsentiert. Dabei seien viele interessante Gespräche zwischen Messebesuchern, Fondspartnern und den Relationship Managern von Universal-Investment zustande gekommen. Zum Ausklang des ersten Messetages habe es frisch gezapftes Weißbier und Brezeln am Stand gegeben. In ungezwungener Atmosphäre hätten sich Fachgespräche fortsetzen lassen. (Ausgabe 1/2018) (26.02.2018/fc/a/f)


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