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27.02.18 16:56
ETF-Handel: Anziehende Nachfrage nach Dividenden-ETFs

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zurück auf ein gutes Normalmaß: So fassen Market Maker die gegenwärtigen Aktivitäten im Handel mit Indexfonds zusammen, so die Deutsche Börse AG.

"Nach den wilden Wochen zu Beginn des Monats überrascht das kaum", bemerke Oliver Kilian. Derzeit würden Anleger versuchen, sich ein realistisches Bild über die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten zu verschaffen und zögen dabei ganz unterschiedliche Schlüsse.

"Bei Aktien-ETFs sehen wir überwiegend Käufe von Tracker der Regionen Nordamerika, Japan und Australien", fasse der Händler der UniCredit zusammen. ETFs mit europäischen Werten würden tendenziell abgestoßen. Auffällig häufig hätten sich Investoren von ihren EURO STOXX 50- (ISIN IE00B53L3W79 / WKN A0YEDJ, ISIN IE0008471009 / WKN 935927) und STOXX Europe 600-Positionen (ISIN DE0002635307 / WKN 263530, ISIN LU0328475792 / WKN DBX1A7) verabschiedet.

Diese Beobachtung teile Frank Mohr. Zu den meist gehandelten Werten mit einer klaren Verkaufstendenz hätten bei der Commerzbank EURO STOXX 600-ETFs gehört, gefolgt von EURO STOXX 50-Produkten. Ebenso hätten sich Investoren in Summe von deutschen Bluechips im DAX verabschiedet. Im Zuge der laufenden Berichtssaison hätten Investoren Dividendentitel etwa im S&P Euro High Yield Dividend Aristocrats Index (ISIN IE00B5M1WJ87 / WKN A1JT1B) für sich entdeckt. "Über alle Anlageklassen hinweg überwiegen in unseren Büchern mit 54 Prozent die Verkäufe." Die insgesamt rund 37.000 ETF-Transaktionen mit zum Teil ansehnlichen Volumen lägen dem Händler zufolge immer noch über dem Durchschnitt.

"Abgesehen von Abflüssen bei Indexfonds mit japanischen Unternehmen im Nikkei 225 (ISIN IE00B52MJD48 / WKN A0YEDQ) und Nikkei 400 (ISIN DE000A119T29 / WKN A119T2) und einem ausgeglichenen Bild im Handel mit europäischen Standardwerten verbuchen wir auf der Aktienseite Zuflüsse in allen anderen Regionen", melde Tobias Runkehl. Als besonders auffällig beschreibe der Händler von IMC Financial Markets die Gewinnmitnahmen bei Aktien aus der zweiten und dritten Reihe. Anleger hätten sich in größerem Stil von ihren Engagements in EURO STOXX Small Cap- (ISIN LU0322253906 / WKN DBX1AU) und MSCI EMU Small Cap-ETFs (ISIN LU1598689153 / WKN LYX0W3) getrennt.

Auch die Kunden der UniCredit hätten sich unterm Strich von Nebenwerten im Euro STOXX SmallCap-Index (ISIN IE00B02KXM00 / WKN A0DK61) verabschiedet, wie Kilian registriere. Besonders stark gefragt seien hingegen MSCI USA-Tracker (ISIN IE00BD4TYG73 / WKN A1W5DE, ISIN LU0274210672 / WKN DBX1MU) mit und ohne Währungs-Hedge. Gleichzeitig gehe es bei S&P 500-ETFs relativ ausgeglichen hin und her. "Starke Aktivität auf der Kaufseite verbuchen wir bei in US-Dollar und Euro geführten MSCI World-ETFs (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH, ISIN FR0010756098 / WKN A0X8ZX)." Vereinzelt hätten sich Anleger wiederum von Produkten (ISIN LU0340285161 / WKN A0NCFR), die den marktbreiten Index abbilden würden, verabschiedet.

Von den Portfolios mit Aktien einzelner Branchen stünden laut Mohr europäische Energiewerte auf beiden Seiten im Fokus. "Sie machen bei uns rund 12 Prozent der Umsätze mit Sektor-ETFs aus."

Zu den beliebtesten Branchenprodukten würden bei der UniCredit MSCI World Financials-ETFs (ISIN IE00BM67HL84 / WKN A113FE) gehören. "Käufe standen hier im Vordergrund." Starkes Interesse auf der Kaufseite habe es laut Kilian an Aktien aus der Automation und Robotik-Sparte (ISIN IE00BYZK4552 / WKN A2ANH0) gegeben. In ihrem Wochenbericht führe ETF Securities Produkte aus dem Sektor mit einem Plus von 15 Millionen US-Dollar. Goldminen-Betreiber im NYSE Arca Gold BUGS Index (ISIN LU0488317701 / WKN ETF091) und S&P Commodity Producers Gold Index (ISIN IE00B6R52036 / WKN A1JKQJ) seien hingegen in größerem Stil abgestoßen worden. (27.02.2018/fc/a/e)


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