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19.12.18 10:00
Capitulum Rentenstrategie optimiert Universal Fonds: Attraktiver Zinsertrag ohne größere Kursschwankungen - Fondsanalyse

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Durch die anhaltenden Niedrigzinsen ist es schwierig, adäquate Renditen mit Rentenpapieren zu erzielen, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Es gebe aber auch Konzepte wie das des Capitulum Rentenstrategie optimiert Universal (ISIN DE000A2H7NS5 / WKN A2H7NS; ISIN DE000A2H7NT3 / WKN A2H7NT), der global ohne jegliche Benchmark-Beschränkungen nach den passenden Bonds suche. Lutz Röhmeyer, Geschäftsführer Capitulum Asset Management, berichte im Gespräch mit "ChampionsNews" über seinen Ansatz.

"ChampionsNews": Herr Röhmeyer, Sie investieren bevorzugt in globale Anleihen staatsnaher Emittenten. Dabei handelt es sich um ein sehr großes Anleiheuniversum. Wie filtern Sie die Papiere heraus, die sich als besonders erfolgversprechend für das Portfolio erweisen?

Röhmeyer: Der Capitulum Rentenstrategie optimiert Universal richtet sich an den Anleger, der kontinuierlich einen attraktiven Zinsertrag ohne größere Kursschwankungen erzielen möchte. Um das Risiko möglichst gering zu halten, streuen wir die ausgewählten Anleihen im Fonds möglichst breit und konzentrieren uns auf Aussteller, die auf die Rückendeckung des Staates zählen können. So beobachten wir unser Anlageuniversum kontinuierlich, um die Anleihen für unsere Investoren zu erwerben, die das beste Risiko-Ertrags-Verhältnis aufweisen. Dazu kommen natürlich fortwährend noch die interessanten Neuemissionen mit Zeichnungsanreizen.

"ChampionsNews": Kommen auch Anleihen aus den Schwellenländern oder Frontier Markets zum Einsatz?

Röhmeyer: Wir investieren bewusst grenzenlos, ohne dabei durch eine Benchmark reglementiert zu sein. Schwellenländer spielen für uns unabhängig von Indexüberlegungen traditionell eine wichtige Rolle, da allein durch die dortige geografische Ansiedlung noch immer höhere Renditen gezahlt werden, obwohl oftmals die investitionsrelevanten Verschuldungs- und Wachstumsraten für die Bonitätsbetrachtung wesentlich günstiger sind als in den Industrieländern.

"ChampionsNews": Wie federn Sie mögliche Risiken im Portfolio ab, wie etwa bei nicht-gerateten Anleihen?

Röhmeyer: Ziel des Fonds ist es, sowohl im Niedrigzinsumfeld als auch bei wieder steigenden Zinsen für unsere Anleger Erträge oberhalb der hiesigen Geldmarktsätze zu erzielen. Eingegangene Risiken, die sich in Form von höheren Volatilitäten im Fondspreis darstellen, versuchen wir zu reduzieren. So sichert der Capitulum Rentenstrategie optimiert Universal jegliche Fremdwährungsrisiken dauerhaft ab. Um zwischenzeitliche Anleihekursverluste bei steigenden Kapitalmarktzinsen zu vermeiden, setzen wir auch hier standardisierte Derivate ohne Kontrahentenrisiko zur konstanten Verkürzung der Zinsbindungsdauer, der Duration, ein. Die Bonitätsrisiken dagegen wollen und müssen wir eingehen, da diese die Ertragsquelle des Konzeptes ist. Die ausgewählten Anleihen ohne Rating sind nicht unbedingt negativ einzuschätzen, da deren Aussteller vielfach am Markt bekannt sind und einfach nur die Kosten eines Ratings sparen wollen, was wiederum der Ablaufrendite der Anleihe zuträglich ist.

"ChampionsNews": Welche Rentenpapiere haben sich zuletzt als besonders erfolgreich im Portfolio erwiesen?

Röhmeyer: Nicht sanktionierte, quasistaatliche Emittenten aus Russland wie Gazprom oder die dortige Transportleasinggesellschaft GTLK werden trotz positiver Fundamentaldaten durch den politischen Druck immer weniger beachtet. Dies bietet Ertragschancen, da aufgrund der Sanktionen immer weniger neue Anleihen emittiert werden und die bestehenden Titel durch den Seltenheitsaufschlag mehr Value und eine ruhigere Kursentwicklung bieten. Außerdem zeigten ältere Emissionen kerneuropäischer Banken mit Kündigungsrechten gute Wertentwicklungen. Sie profitieren von der vorzeitigen Tilgung zum Nennwert mit beachtlichen Kursgewinnen. Ebenso sind die Zinspapiere der mexikanischen staatlichen Ölgesellschaft Pemex zu nennen. Die Anleihen haben sich jetzt wieder deutlich stabilisiert und weisen immer noch Ablaufrenditen von mehr als vier Prozent für den Euro-Anleger auf. (Ausgabe 4/2018) (19.12.2018/fc/a/f)



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