Hedgefonds ziehen sich aus Gold zurück


10.08.15 14:23
Saxo Bank

Kopenhagen (www.fondscheck.de) - "In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung gegenüber Gold und anderen Edelmetallen extrem ins Negative gedreht", sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Die Gründe dafür seien zahlreich: Fehlende Inflation, steigende Anleihenrenditen, kollabierende Emerging Markets-Währungen, kein Bedarf an 'sicheren Häfen', ein steigender Dollar sowie wachsende Erwartungen bezüglich einer Zinswende in den USA. "Dies alles hat zu einem Exodus aus Goldinvestments geführt", sage Hansen.

Nirgendwo sei das klarer zu sehen als an den Terminmärkten, wo die Hedgefonds in den vergangenen Monaten zunehmend bärisch agiert hätten. "Als Ergebnis sehen wir jetzt, dass sich zum ersten Mal seit der Datenerfassung in 2006 die Netto-Gold-Futures und Optionen im negativen Bereich bewegen", sage Hansen. Auch die Beteiligungen an goldbesicherten ETFs seien im Juli um 63,6 Tonnen geschrumpft. "Eine monatliche Reduktion in dieser Größe haben wir zuletzt im zweiten Quartal 2013 gesehen", sage Hansen.

Im aktuellen Quartalsausblick der Saxo Bank sei darauf hingewiesen worden, dass es zunächst zu weiteren Schwächen kommen könne, bevor es zum Ende des Jahres wieder besser werde. "Wir sehen die mögliche Zinsanhebung in den USA weiterhin als eine gute Kaufgelegenheit, da die Zinswende einige Unsicherheiten beseitigen wird, die sich in den vergangenen Monaten angehäuft haben", sage Hansen. Sollte der Goldpreis jedoch nachhaltig unter die Marke von 1.090 US-Dollar pro Feinunze fallen, werde auch die Saxo Bank gezwungen sein ihr Goldpreisziel von 1.275 USD pro Feinunze nach unten zu korrigieren. (10.08.2015/fc/a/f)




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