Was ich derzeit lese

Seite 1 von 60
neuester Beitrag:  24.03.24 22:41
eröffnet am: 10.08.20 19:13 von: Fritz Pommes Anzahl Beiträge: 1494
neuester Beitrag: 24.03.24 22:41 von: Philipp Robert Leser gesamt: 414569
davon Heute: 18
bewertet mit 12 Sternen

Seite:  Zurück      |  2  |  3  |  4  |  5    von   60   Weiter  
10.08.20 19:13 #1 Was ich derzeit lese
Herman Bang: Der grosse Kahn

Herman Bang war Däne, er wurde am 28.4.1857 auf der Insel Als geboren und starb auf einer Lesereise im Zug am 29.1.1912 in Ogden, USA

Er war Sohn eines Pastors, seine Mutter und ein jüngerer Bruder starben an Tuberkulose, als Bang 8 Jahre alt war. Er wurde dann von seinem Grossvater aufgezogen und studierte auf dessen Wunsch Jura und Staatswissenschaften, um Diplomat zu werden.

Das Studium gab er auf, allerdings hatte er sich an den grosszügigen Lebensstil seines Grussvaters gewöhnt - die Folge waren lebenslängliche finanzielle Schwierigkeiten. Als Journalist leistete er sich eine abfällige Bemerkung in einem Zeitungsartikel und verlor dadurch seinen Brot-Job.

Während einer Lese-Reise in die USA verstarb er im Zug in Richtung Westen an den Folgen eines Schlaganfalls.  
10.08.20 19:27 #3 Jawohl, lieber Tony
das weiss ich .....

Leider ist der Initiator seit vielen Jahren nicht mehr aktiv. Demzufolge ist der threat "verwaist"
und ich habe ihn deswegen auch mit neuem Titel versehen:

"was ich derzeit lese"


Und was liest Du so ??  
10.08.20 19:52 #4 Gibt es nicht irgendwo..
zu jedem Thema schon einen bereits existenten Thread in den unendlichen Weiten des WWW?

Also würde ich vorschlagen: Wir machen einen allumfassenden Thread auf (vielleicht sogar hier bei Ariva) in dem alle Themen der Welt bearbeitet, gepostet und behandelt werden können.

Das würde das Internet aber sowas von revolutionieren!!!
 
10.08.20 20:15 #5 Derzeit nix - weil viel zu warm...
10.08.20 23:34 #6 Der Manesse-Verlag in Zürich
gehört ja schon seit einiger Zeit zum Randoum-House.
Leider.

Denn die Bücher aus diesem Traditionsunternehmen Manesse haben seither an Qualität eingebüsst.
Die Umschläge sind bei weitem  nicht mehr so hübsch und elegant, das Dünndruckpapier ist durch ein gröberes Papier ersetzt; einer meiner Lieblingsbuchhändler hat das eine oder andere Manessebändchen "gerettet" und verkauft diese Exemplare an seine Kunden.

Ab und an finde ich die "alten" Manesse-Bändchen noch antiquarisch bei Bücher-Liebhabern.
Dann schlage ich alle Vorsätze in den Wind und kaufe ein.....  
10.08.20 23:54 #7 echt respektabel finde ich
dafür die klassiker-edition vom hanser-verlag. meine wenigkeit hat davon schon tolstoi: krieg und frieden, und auferstehung, Isaak Babel : Mein Taubenschlag, und noch irgendwas gelesen und mein bibliophiles herz war angerührt.  
11.08.20 09:08 #8 Danke für den Hinweis, downhill
da werde ich gerne auf "Spurensuche" gehen...  
11.08.20 14:49 #9 Demnächst in diesem Theater: Lotte in Weimar
von Thomas Mann

als Hörbuch, ungekürzt eingelesen von Gert Westphal, dem schon vor Jahren verstorbenen Schauspieler des Staatlichen Schauspielhauses (er war in der legendären Gründgens-Inszenierung des Faust auch dabei).


 
11.08.20 16:42 #10 Isaak Babel: Mein Taubenschlag

ist in "meiner" öffentlichen Bibliothek gelistet und ich habs mir vorbestellt.

Ich bin darauf gespannt !  
12.08.20 00:25 #11 Ich lese gerade einen schönen Scheiß.
Stichwort desaströse Verstopfung (siehe Prolog)
Hier der Beweis:
https://books.google.de/...oECAIQAg#v=onepage&q=Omama&f=false
Hoffe der Link funzt. (Siehe Prolog)  

Angehängte Grafik:
herunterladen_(3).jpg
herunterladen_(3).jpg
12.08.20 09:09 #12 Kritik ist durchaus erwünscht !
aber wenn sie denn erfolgt, sollte sie mit eigenen Worten begründet werden und nicht ausschliesslich in Fäkalsprache bestehen.....

Herzlichen Dank für das Verständnis

sagt Fritz Pommes  
12.08.20 09:26 #13 Dem Hermann
War zunächst nicht Bang,
Fuhr mit dem Zug halb Utah entlang.
Doch ungefähr auf Höhe Ogden,
Die Hirndurchblutung ward gestört,
Die Lebenssäfte stockten.
Ein Anfall rafft ihn schnell dahin,
Ein Boardrestaurant-Besuch
War nicht mehr drin.
Es war nicht mehr weit
Bis Salt Lake City -
The conductor said:
"Oh, what a pity!"  
12.08.20 09:47 #14 #11 selber schuld...
13.08.20 12:03 #15 Aus der öffentlichen Bücherei entliehen:
Viet Thanh Nguyen: Die Geflüchteten

aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Wolfgang Müller
erschienen 2018 im Blessing-Verlag mit der ISBN 978-3-89667-641-2
(Originaltitel bei Grove Press, New York: The Refugees)

Der Autor, dessen Eltern als so genannte "Boat People" geflüchtet waren (nach dem Indochina Krieg und dem anschliessenden Vietnam-Krieg) beschreibe in einigen Erzählungen die Situation eines Flüchtlings NACH der Flucht. Der Autor studierte in Berkeley und arbeitet nach seiner Promotion an der Universität von Los Angeles

Die Beschreibung der Kriege bleibt aussen vor - dennoch sind Flüchtlinge von Albträumen und "Geistern" geplagt. Die Situation als Exilant wird weder beschönigt, noch wird auf die Mitleiddrüse gedrückt. Knapper Stil und sachlich wird schlicht erzählt.  
15.08.20 12:43 #16 T.C.Boyle: Das wilde Kind (dtv)
Boyle wurde 1948 in Peeks Kill, U.S.A. geboren. Sein Vater, Busfahrer + Alkoholiker, seine Mutter Sek retärin + Alkoholikerin; so wuchs er in sehr schwierigen Verhältnissen auf. Nach dem High School Abschluss studierte er Englisch und Geschichte, arbeitete einige Zeit als Lehrer an einer High School und lebt heute in einem von Frank Lloyd Wright entworfenen Prairie House, das er selbst nach Plänen des Architekten renovierte.

Da o.e. Buch spielt im Langedoc (Frankreich) im Zeitraum 1790-1830 also zur Zeit Napoleons.

Einige Bauern gehen auf die Jagd und entdecken weit entfernt einen merkwürdigen Menschen, der mit blossen Händen Kartoffeln ausgräbt und roh isst. Sie nehmen sich des Kindes an, nehmen es auf und stellen ernüchtert fest, dass dieses Kind überhaupt nicht reden kann und auch sonst recht verschüchtert reagiert, Dieser junge Mensch hat noch nie unter Menschen gelebt.

Sie ziehen es auf, gewöhnen ihn an die üblichen Dinge, die in dieser Zeit den bäuerlichen Tagesablauf bedingen. Bis ein Mensch in der Gemeinde auf die Idee kommt, das Kind mit nach Paris zu nehmen, es in die Salons einzuführen (z.B. den Salon der Madame Récamier) und als er sich dort nicht so zu benehmen weiss, wie seine neue Umwelt es erwartet.... da erlischt das Interesse sehr schnell wieder.  
17.08.20 11:38 #17 Salim Alafemisch: Die Feuerprobe
veröffentlicht im Schweizer Union-Verlag
mit der ISBN 978-3-293-00377-4

Der Autor wurde 1948 in der Negev-Wüste geboten, lernte erst mit 14 zu lesen und zu schreiben, machte sein Abitur 1971 in Nazareth, lebt aber heute überwiegend in Heidelberg.

Im o.e. Buch beschreibt er ein Erlebnis aus seinen Kindertagen,  zwei befreundete Beduinenstämme bekommen Streit, der nicht mit den üblichen Mitteln der Beduinen beigelegt werden kann. Ultima Ratio ist die Feuerprobe, die dann auch von allen Beteiligten anerkannt wird und damit Lösung des Streits bietet.

Das Buch gibt es als Hörbuch (auf CD) und in gedruckter Ausgabe.
Ich hatte die Hör-Ausgabe, weil die Erzählkultur im Nahne und Fernen Orient ja noch eine wichtige Rolle spielt.

Beeindruckt hat mich die Schilderung der Lebensumstände sehr.  
17.08.20 12:25 #18 Das Lesen von Büchern war noch nie
mein Ding. Menschen, die sich nicht kurz und bündig ausdrücken können und hunderte von Seiten brauchen, um mal zur Sache zu kommen, haben mich noch nie besonders beeindruckt. Zumal geht jedesmal, wenn man sich mit so einem Machwerk intensiver beschäftigt, eine Menge kostbarer Lebenszeit verloren und selbst die schlaueste Lektüre steht anschließend dumm und nutzlos im Regal herum. Da zieh ich doch lieber um die Häuser, suche den Dialog und stelle mich echten Herausforderungen.  
17.08.20 12:53 #19 Sturmfeder
Zitat: Menschen, die sich nicht kurz und bündig ausdrücken können und hunderte von Seiten brauchen, um mal zur Sache zu kommen, haben mich noch nie besonders beeindruckt. Zumal geht jedesmal, wenn man sich mit so einem Machwerk intensiver beschäftigt, eine Menge kostbarer Lebenszeit verloren und selbst die schlaueste Lektüre steht anschließend dumm und nutzlos im Regal herum. Da zieh ich doch lieber um die Häuser, suche den Dialog und stelle mich echten Herausforderungen.

Ich habe viel gelesen und das war ganz sicher keine verlorene Zeit, das war gewonnene Zeit. Die Sprache selbst ist eine Struktur, welche das Hirn anregt, und Bücher können einem sehr viel beibringen. ZZ lese ich aber auch nicht so viel, lesen braucht viel Zeit, das Leben auch, ist das Leben deshalb Zeitverschwendung?

Es liegt gerade das Buch von Ian Mc Evan : "Maschinen wie ich" schon ein Weilchen halb gelesen rum, ich kam einfach in letzter Zeit nicht so dazu mich voll auf das Lesen zu konzentrieren.

Ein grosser Held in der Literatur war/ist für mich Honoré de Balzac, da habe ich einiges im Kopf behalten, seine Geschichten über die Abgründe des menschlichen Daseins, der Irrungen und Täuschungen, Geiz und Gier usw. haben auch in der Gegenwart ihre Beispiele. Als Mensch war er wohl kein Held, aber als Schriftsteller mAn.



 
17.08.20 13:07 #20 Sturmfeder # 18, heute 12:25

Dieser threat dient der Anregung, vielleicht auch mal "was anderes" zu lesen als die Überschriften....

Und ich habe nicht vor,  Nicht-Leser zu missionieren.

Deshalb mein Tipp: such Dir ne andere "Spielwiese".
 
17.08.20 13:57 #21 #18. Ein bisserl was geht immer...
Als Frühstückslektüre gönnte ich mir heute Morgen eine Geschichte von Heimito von Doderer und deren Übersetzung ins Englische.

https://pbs.twimg.com/media/DstC3toXgAAKzd7?format=jpg&name=small
 
17.08.20 22:39 #22 Joseph Boyden: Der lange Weg

Joseph Boyden ist Creek-Indianer, geboren am 31.10.1966, in der kanadischen Provinz Nord-Toronto.

Mit seinem Erstlingswerk "Der lange Weg" (englischer Originaltitel: Three Day Road) beschreibt er zwei miteinander befreundete Indianer, die sich von klein auf kennen.

Sie melden sich freiwillig zur Teilnahme am 1. Weltkrieg und erleben das Grauen der in den europäischen Schützengräben mit den Massenvernichtungswaffen  der Neuzeit.

Der eine fällt in Nordfrankreich, der andere kommt geschunden und an Drogen zerbrochen, nach Kanada zurück und wird von seiner indianischen Tante am Bahnhof abgeholt.

Sie paddelt ihn zurück zum Stammesgebiet und erzählt ihm während dieser 3 Tage ihr eigenes Leben in der Hoffnung, ihn aus seiner Hoffnungslosigkeit herauszuholen.  
17.08.20 22:41 #23 - "der" in der 5. Zeile des obigen Textes
17.08.20 23:40 #24 ... wenn ich nicht lese, höre ich... zB
19.08.20 14:49 #25 # 7 Die Vormerkung: Babel "Mein Taubenschlag.
habe ich mir heute vormittag in der Bücherei abgeholt.

Wirklich ein edles Buch aus dem Hanser-Verlag; zudem war mir der Autor bislang nicht bekannt.

Mal schaun, wie weit ich am Wochenende mit der Lektüre komme.

Herzlichen Dank für den Tipp  
Seite:  Zurück      |  2  |  3  |  4  |  5    von   60   Weiter  
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: