Erweiterte Funktionen

ETPs weiter auf dem Vormarsch - Tipps zum Einstieg in die Anlageklasse


01.08.16 11:39
ETF Securities

London (www.fondscheck.de) - Exchange Traded Products (ETPs) erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit, so die Experten von ETF Securities.

Die Anlageklasse verzeichne seit Jahren enorme Zuwachsraten, derzeit seien rund drei Billionen Dollar Assets under Management in ETPs, bis 2021 sollten es rund sieben Billionen werden1. ETPs böten Investoren eine einfache und verhältnismäßig billige Anlageoption. Dennoch werde in letzter Zeit vielfach bei Investoren eine "Wissenslücke" in Bezug auf ETPs festgestellt. Jan-Hendrik Hein, Director - Head of German Speaking Regions beim führenden ETP Anbieter ETF Securities, gebe deshalb Tipps für den Umgang mit der Anlageklasse.

1. Kosten niedrig halten

Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds würden ETPs lediglich einen Benchmark abzubilden versuchen, nicht jedoch selbigen zu schlagen. Durch den passiven Charakter von ETPs würden aber auch die laufenden Kosten für Investoren niedrig bleiben. Insbesondere bei Nischenprodukten gebe es oft deutliche Preisunterschiede zwischen aktiv gemanagten Fonds und ETPs auf einen vergleichbaren Index. "Vergangene Studien zeigen, dass die meisten aktiven Fonds es nicht schaffen, ihre Benchmarks dauerhaft zu übertreffen, sodass passive Fonds eine attraktive Alternative darstellen", kommentiere Hein.

2. In eine breite Produktpalette investieren

ETPs böten Privatanlegern eine einfache Möglichkeit, in Klassen zu investieren, die traditionell institutionellen Investoren vorbehalten gewesen seien. Beliebt seien hier insbesondere Investments in Rohstoffe und Währungen. Anleger hätten beispielsweise im Umfeld des Brexits mit Gold- und Silber-ETPs oder Sterling-Shorts gute Gewinne erzielen können. Auf der anderen Seite gebe es aber auch ETPs, die währungsgesichert seien und darüber das Währungsrisiko ausschalten würden. Jan-Hendrik Hein von ETF Securities, welche 2003 das weltweit erste physisch besicherte Gold-ETP an die Börse gebracht hätten, sehe auch weiterhin gute Chancen bei diesen Anlagen: "Seit Jahresbeginn haben Rohstoffe mit einer Performance von 15,1 Prozent alle anderen Anlageklassen outperformed. Anleihen und Aktien erwirtschafteten 6,5 und 2,6 Prozent."

3. Portfolio diversifizieren

Je breiter das eigene Portfolio aufgestellt sei, umso weniger sei es von den Schwankungen einzelner Positionen abhängig. Eine gute Diversifizierung halfe also das eigene Risiko gering zu halten. Breit aufgestellte ETPs böten dazu eine einfache und flexible Möglichkeit, mit nur einer Transaktion Zugang zu einem ganzen Index zu bekommen. "Eine breite Streuung des Portfolios hilft hier enorm, die vorhandenen Risiken zu minimieren", meine Hein.

4. Short- und Hebelprodukte nutzen

Durch den geschickten Einsatz von Short- und Hebelprodukten würden sich auch in volatilen und fallenden Märkten gute Renditen erzielen lassen. ETPs seien eine Option, um solche Produkte in das eigene Portfolio aufzunehmen. "Im Unterschied zu herkömmlichen Short- und gehebelten Positionen in Aktien werden zur Erzielung von Renditen keine Fremdmittel aufgenommen, sondern Derivate eingesetzt", so Hein. (01.08.2016/fc/n/e)