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Money Monitor September 2021: ETFs stabil in volatilen Märkten


20.10.21 14:52
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Der September stellte für Anleger eine Herausforderung dar, denn sie wurden mit einer gestiegenen Marktvolatilität konfrontiert, so die Experten von Lyxor Asset Management.

Grund hierfür sei die wachsende Sorge gewesen, dass der wirtschaftliche Aufschwung in einer Zeit anhaltenden Inflationsdrucks ins Stocken geraten könnte. Zudem habe der S&P 500-Index seinen stärksten monatlichen Rückgang im laufenden Jahr verzeichnet, wozu die höheren Staatsanleihen-Renditen am Monatsende beigetragen hätten.

Trotz der gestiegenen Marktvolatilität hätten sich ETFs mit einem soliden Netto-Mittelzufluss von 13,3 Mrd. Euro im September als widerstandsfähig erwiesen. Anleihen- und Aktien-ETFs hätten 5,3 Mrd. und 7,7 Mrd. Euro eingesammelt.

ESG-ETFs hätten Nettozuflüsse in Höhe von 3,7 Mrd. Euro gesehen. Die Zuflüsse in ESG-ETFs seit Jahresbeginn würden fast die Hälfte der gesamten ETF-Zuflüsse ausmachen.

Smart-Beta-ETFs hätten 0,9 Mrd. Euro verloren, was auf weitere Umschichtungen bei Value- und gleichgewichteten Aktienanlagen zurückzuführen sei. Income-, Quality- und Momentum-Anlagen seien hingegen verstärkt nachgefragt worden.

Rentenfonds und -ETFs hätten zusammen 20,4 Mrd. Euro an Netto-Mittelzuflüssen gehabt, davon seien 15,1 Mrd. Euro in Rentenfonds und 5,3 Mrd. Euro in ETFs geflossen.

Aktienfonds und -ETFs hätten einen Nettomittelzufluss von 23,9 Mrd. Euro verzeichnet, davon seien 16,3 Mrd. Euro auf Fonds und 7,7 Mrd. Euro auf ETFs entfallen.

2021 sei bislang ein Spitzenjahr für Zuflüsse in ETFs - doch wie sei das Jahr 2021 im Vergleich mit den längerfristigen Trends der vergangenen zehn Jahre einzuordnen?

Bei in den USA domizilierten ETFs und Fonds hätten den Zuflüssen in passive ETFs und Indexfonds erhebliche Abflüsse aus aktiven Fonds gegenübergestanden.

In Europa sei die Marktstruktur, trotz der beeindruckenden Zuwächse passiver Anlagen in den vergangenen Jahren, insgesamt weniger fortgeschritten als in den USA. Passive Aktienanlagen lägen bei den Zuflüssen zwar in Führung, allerdings mit einem wesentlich geringeren Vorsprung (681 Mrd. Euro gegenüber 370 Mrd. Euro im Zehnjahresvergleich). Interessanterweise hätten sich die Zuflüsse in aktive Aktienanlagen seit Juli 2020 beschleunigt.

Bei festverzinslichen Wertpapieren würden aktive Fonds weiter von starken Zuflüssen profitieren, aber die passiven würden schnell aufholen. Passive Anlagen lägen auf dem US-Markt mit 1,45 Billionen Dollar, die in den vergangenen zehn Jahren gesammelt worden seien, vorn. Diese Zuflüsse seien bei aktiven Fonds kaum erreicht worden. Sie hätten im gleichen Zeitraum über eine Billion Dollar eingesammelt.

In Europa hätten aktive EU-domizilierte Anleihenfonds im gleichen Zeitraum starke 1,3 Billionen Euro eingesammelt. Das Wachstum der passiven Fonds sei mit 434 Mrd. Euro Nettomittelzuflüssen ebenfalls konstant gewesen. Aktive Fonds seien zwar nach wie vor die traditionelle Anlageform an den Anleihemärkten, doch hätten sich in den letzten Jahren immer mehr Anleger für ein passives Engagement bei Anleihen entschieden, was insbesondere auf das wachsende Angebot an ESG-Fixed-Income-Produkten zurückzuführen sei. (20.10.2021/fc/n/e)