ART Global Macro Fonds: Zyklische Dynamik bringt vermehrt Gegenwind für wachstumsgetriebene Anlageklassen in Eurozone


14.02.23 12:00
ThirdYear Capital

München (www.fondscheck.de) - Europäische Aktien profitierten in den letzten Monaten enorm von einer Entspannung an den Energiemärkten und den Anzeichen von chinesischen Wachstumsimpulsen, so Martin Roßner, Gründer und Geschäftsführer von ThirdYear Capital und Fondsberater des ART Global Macro Fonds (ISIN DE000A2P0U66 / WKN A2P0U6) des Fondsinitiators AGATHON Capital.

Viele Indices befänden sich mittlerweile wieder in greifbarer Nähe der Post-Covid-Höchststände - und dies trotz einer anhaltenden Straffung der EZB mit einer Anhebung der Leitzinsen seit Mitte 2022 um drei Prozent. Zwei weitere Zinsschritte von jeweils 50 Basispunkten seien an den Zinsmärkten bereits eingepreist. Die geldpolitische Straffung wirke nun vermehrt auf den Kreditzyklus ein. Das reale Geldmengenwachstum M1 befinde sich nach wie vor im Abwärtstrend und dies mit einer negativen Wachstumsrate, die vorherige finanzielle Straffungen wie in der Finanz- oder Eurokrise bereits unterschreite. Dieser Indikator - dargestellt durch die erwartete Kreditvergabe im nächsten Quartal aus einer Bankenumfrage der EZB - sei oftmals vorlaufend für die zyklische Kreditdynamik.

In der Umfrage der EZB zur Kreditvergabe im Euroraum sei insbesondere eine deutliche Verschärfung der Kreditstandards für Wohnungsbaukredite gemeldet worden. Die Immobilienpreise würden fallen, was sich über die Vermögensbewertung der Haushalte negativ auf deren Konsum auswirke. Das Konsumentenvertrauen bleibe historisch niedrig, obwohl die Entspannung an den Energiemärkten jüngst zu einer Verbesserung geführt habe. Die zyklische Dynamik werde vermehrt zum Gegenwind für wachstumsgetriebene Anlageklassen in der Eurozone, da sich höhere Zinsen in der Regel mit einer Verzögerung von bis zu zwölf Monaten auf die wirtschaftliche Aktivität durcharbeiten würden. Die Strategie messe für die kommenden Monate ein fallendes Nominalwachstum - durch stagnierendes Realwachstum und fallende Inflationsraten im Energie- und Gütersektor. Die bereits eingepreisten Zinserhöhungen durch eine Positionierung in Anleihen zu sichern, erscheine daher attraktiver als der Aktienmarktrally hinterher zu laufen. (14.02.2023/fc/a/f)




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