Quelle zu meinen Aussagen: https://nelhydrogen.com/wp-content/uploads/2026/...-report-2026-1.pdf
Meine Meinung dazu: Ich habe mir den Q1 Bericht von Nel jetzt genauer angesehen und ehrlich gesagt macht mich das zunehmend nachdenklich. Die Zahlen zeigen aus meiner Sicht ein sehr klares Bild. Die Verluste sind nicht nur weiterhin hoch, sondern wirken inzwischen strukturell verankert. Es ist kein erkennbarer Fortschritt in Richtung nachhaltiger Profitabilität zu sehen. Wachstum findet statt, aber es verpufft komplett, weil es nicht im Ergebnis ankommt. Der viel zitierte Auftragsbestand gibt mir persönlich auch keine Sicherheit mehr. Aufträge werden verschoben, Margen sind schwach und die Umsetzung zieht sich. Am Ende bleibt das Gefühl, dass hier mehr Hoffnung als Substanz vorhanden ist. Was auf dem Papier gut aussieht, führt in der Realität nicht zu stabilem Cashflow. Gleichzeitig entwickelt sich der Gesamtmarkt schwächer als viele erwartet haben. Projekte verzögern sich, Entscheidungen werden hinausgeschoben und damit fehlt auch Nel die Grundlage, um überhaupt in eine stabile Phase zu kommen. Was mich am meisten beunruhigt ist die Kapitalfrage. Das Geschäftsmodell ist extrem kapitalintensiv und solange keine Gewinne erwirtschaftet werden, wird früher oder später neues Geld benötigt. Das bedeutet in der Regel Verwässerung und für bestehende Aktionäre immer weniger Anteil am Unternehmen.
Wenn ich alles zusammennehme, entsteht für mich kein klassisches Wachstumsinvestment, sondern eher eine Wette auf eine ungewisse Zukunft. Und solche Wetten gehen erfahrungsgemäß nicht selten schlecht aus. Ich will nicht übertreiben, aber wenn sich an diesen grundlegenden Problemen nichts ändert, halte ich es langfristig durchaus für möglich, dass das Ganze in einem massiven Wertverlust endet im schlimmsten Fall sogar in einem Totalverlust für Aktionäre. |