Nachgehakt: Die Pläne der Fondshäuser für 2017 - Teil 6 - Fondsnews


28.12.16 10:20
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der FONDS professionell KONGRESS rückt in großen Schritten näher und schon bald werden sich über 222 Aussteller in Mannheim präsentieren. Die Redaktion hat nachgehorcht und die teilnehmenden Häuser nach ihren Plänen für das neue Jahr befragt, so die Experten von "FONDS professionell".

China-Crash, Brexit-Votum, Donald Trump als neuer US-Präsident: Das Jahr 2016 habe einmal mehr nervenaufreibende Ereignisse für die Börsenprofis bereitgehalten. Umso spannender sei die Frage, wie sich die Fondsgesellschaften auf das neue Jahr vorbereiten würden, was sie für 2017 geplant hätten und auf welche Produkte sie dabei setzen würden.

Die Redaktion habe daher die am FONDS professionell KONGRESS teilnehmenden Investmenthäuser zu ihren Produkt- und Vertriebsplänen befragt. Dabei zeige sich, dass für das Gros der 133 befragten Fondshäuser risikokontrollierte Produkte, die sich in einem volatilen Marktumfeld gut schlagen sollten, auf der Favoritenliste ganz oben stünden.

Im sechsten Teil ihrer zweiwöchigen Reihe würden die Experten die konkreten Vorhaben der Aussteller aus dem Asset-Management-Bereich vorstellen. Welche seien das bei den Fondshäusern mit dem Firmennamen G bis I? Hier sei die Antwort:

GAM: Ausgewählte Nischen im Fokus

Produkte: GAM habe sich 2016 durch mehrere gezielte Akquisitionen weiter in ausgewählten Nischen verstärkt. Daraus resultiere eine Reihe von neuen Strategien, wobei der Fokus speziell auf "Alternative Ucits" gelegt werde. Mit der neuen Merger-Arbitrage-Strategie von Roberto Bottoli und zwei neu aufgelegten Fonds im systematischen Bereich als Konsequenz aus der Übernahme von Cantab Capital Partners, einem der führenden Spezialisten für systematisches Investieren, möchte GAM im neuen Jahr gleich drei Highlights setzen.

Vertrieb/Service: Mit der Komplettierung des Teams durch Michael Buchholz könne GAM wieder auf ein vollständiges Team für das Wholesale in Deutschland setzen. Durch die Zusammenführung der beiden Produktlinien GAM und Julius Bär würden Partner nun aus einer Hand betreut. Nach dem Übergangsjahr 2016 solle 2017 von der Etablierung des neu eingeführten Eventkonzepts geprägt sein.

Gothaer Asset Management: Multi-Asset-Kompetenz

Produkte: Die Gothaer Asset Management plane auch für 2017 keine Veränderungen in der Produktpalette. Mit dem Schwerpunkt auf vermögensverwaltenden Lösungen wie dem Gothaer Comfort Fonds sehe sich die Gothaer AM nach wie vor gut aufgestellt. Mit der Anteilsklasse Gothaer Comfort Ertrag A biete die Gothaer AM zudem eine ausschüttende Lösung an. Die Gesellschaft wolle ihre Managementphilosophie "Seite an Seite mit dem institutionellen Kapitalanleger einer Versicherung" weiter mit Investmentideen unterlegen.

Vertrieb/Service: Neben der Produktqualität habe für Gothaer Asset Management die Unterstützung ihrer Vertriebspartner oberste Priorität. Die Gesellschaft möchte daher ihre vertriebsunterstützenden Maßnahmen auch im neuen Jahr fokussieren. Unter dem Motto "Inside GoAM" offeriere das Unternehmen beispielsweise regelmäßige Veranstaltungen mit Zugang zum Fondsmanagement.

GSAM: Renaissance der Schwellenländer

Produkte: Nachdem die Schwellenländer in den letzten Jahren von Investoren weitestgehend gemieden worden seien, erwarte Goldman Sachs Asset Management (GSAM), dass diese wieder zunehmend in den Fokus der Anleger rücken würden. Die Politik der Notenbanken habe zu niedrigen Zinsen und hohen Bewertungen an den Aktienmärkten der Industriestaaten geführt. Die im Vergleich dazu günstiger bewerteten Aktienmärkte der Schwellenländer sowie deutlich höhere Zinsen hätten bereits 2016 für erste Mittelzuflüsse gesorgt. GSAM prognostiziere für 2017 eine weitere Verbesserung der Fundamentaldaten sowie ein steigendes Interesse von Investoren. Deshalb werde das Unternehmen das GS Emerging Markets Equity Portfolio sowie die drei GS Emerging Markets Debt Portfolios, die auf Hart-/Lokalwährung und ­Corporates setzen würden, in den Vordergrund stellen.

Vertrieb/Service: Ein elfköpfiges Team betreue auch 2017 Goldman-Sachs-Vertriebspartner in Deutschland und Österreich.

GS&P: Neuer Multi-Opportunity-Fonds

Produkte: Grossbötzl, Schmitz & Partner (GS&P) werde sich im Jahr 2017 weiterhin auf defensive, aktive Aktienstrategien mit volatilitätsbegrenzender Risikostreuung konzentrieren. Die Schwerpunkte würden der GS&P Fonds Family Business, der in europäische börsennotierte Familienunternehmen investiere, sowie der OP Food, der den Megatrend "Demografischer Wandel" nutze und weltweit in die größten Nahrungsmittelhersteller investiere, bilden. Der neue GS&P Fonds Value Invest, der mit verschiedenen Assetklassen vermögensverwaltend auf jede Marktlage reagieren könne, positioniere sich als erster Multi-Opportunity-Fonds.

Vertrieb/Service: GS&P wolle seine Marktpräsenz über Roundtables, Roadshows und die eigene GS&P-Investmentkonferenz ausbauen. Für den GS&P Fonds Family Business und den OP Food würden eigens neue Webseiten mit detaillierten Fondsinformationen angeboten.

HANSAINVEST: UCITS, Sachwerte, Reporting

Produkte: Derzeit würden sich bei HANSAINVEST diverse UCITS-Fonds in der Auflage- bzw. Genehmigungsphase befinden. Fondsinitiatoren seien neben deutschen Vermögensverwaltern auch europäische Asset Manager, die deutsche UCITS-Fonds an ihre institutionellen europäischen Kunden vertreiben wollten. Außerdem würden 2017 verschiedene Publikumsfonds auf die HANSAINVEST übertragen. Im Bereich Real Assets würden laut dem Unternehmen weiterhin Immobilienspezialfonds mit unterschiedlichen Nutzungsarten nachgefragt, wobei ein Trend zu Club Deals in regulierter Hülle zu erkennen sei. Auch das neue Luxemburger Fondsvehikel "RAIF" erfreue sich Beliebtheit.

Vertrieb/Service: Bei der Vertriebsunterstützung stehe die Beratung hinsichtlich der Themen Mifid II sowie der Änderung bei der Investmentbesteuerung für 2018 im Fokus. Zusätzlich werde 2017 das neue Reportingtool von HANSAINVEST vorgestellt, mit dem das Reporting der Gesellschaft substanziell verbessert werden solle.

Hauck & Aufhäuser: Trends im Fondsgeschäft

Produkte: Die Geschäftspartner von Hauck & Aufhäuser würden für 2017 neue Fonds vorbereiten. Diese sollten hauptsächlich in den Bereichen Aktien und Corporate Bonds aufgelegt werden. Eine Folge der unverändert anhaltenden Nullzinsphase sei zudem, dass zahlreiche Produkte im Sachwertesektor, vorrangig Immobilien und erneuerbare Energien, lanciert würden. Im Produktbereich der hauseigenen Fonds fokussiere sich Hauck & Aufhäuser weiter auf Multi-Asset-Strategien, das Small-Cap-Segment, ethisch nachhaltige Investmentlösungen sowie im Bereich des digitalen Portfolios auf die Easyfolio-Fonds.

Vertrieb/Service: Hauck & Aufhäuser möchte seinen Fondsinitiatoren die Möglichkeiten aufzeigen, die der neue Partner und Investor Fosun biete. Eine dieser Möglichkeiten sei die Vorstellung der Fonds vor institutionellen und privaten Investoren in Hongkong. Daneben solle die im Jahr 2016 gestartete Informationsplattform aus dem Haus Hauck & Aufhäuser weiter ausgebaut werden.

Henderson: Fokus auf aktives Asset Management

Produkte: Henderson rechne auch für 2017 mit Herausforderungen für Investoren an den Märkten. Neben den etablierten Strategien im Absolute-Return-Bereich werde auch weiterhin auf die Flaggschiffe im Bereich Europa und globale Aktien gesetzt, wobei insbesondere Schwellenländeraktien und globale Dividendenaktien laut Henderson Global Investors interessant sein dürften. Auch im Rentenbereich setze Henderson auf seine Strategien im Investment-Grade- und High-Yield-Bereich. Das Produktspektrum im Renten- und Income-Sektor sei in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert worden. Neuerungen seien auch bei Absolute Return zu erwarten, sodass sich die Gesellschaft gut gerüstet sehe, unterschiedlichste Kundenbedürfnisse bedienen zu können.

Vertrieb/Service: Im Fokus würden bei Henderson aktuelle und multimediale Inhalte auf der Website bleiben, ergänzt durch Webkonferenzen, Fondsmanagerbesuche und Vor-Ort-Termine.

HSBC: Multi-Asset Style Factor Investing

Produkte: Auch im Jahr 2017 dürften die Kapitalmärkte durch hohe Unsicherheiten geprägt sein. In einem solchen Umfeld seien Investments gefragt, die schnell auf Trendänderungen reagieren könnten. Hier würden sich nach Meinung von HSBC Global Asset Management Factor-Investing-Produkte anbieten. Diese würden flexibel unterschiedliche Faktoren kombinieren - zum Beispiel Value, Momentum und Carry -, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen relevant für die Performanceentwicklung seien. Aber auch aktive fundamentale Anlagekonzepte seien weiterhin attraktiv - sofern sie sich auf ineffiziente Märkte beziehen würden. Hier würden sich insbesondere asiatische Small Caps anbieten - einerseits weil Asien nach wie vor zu den am stärksten wachsenden Regionen zähle, andererseits weil vor allem Small Caps von der chinesischen Reformpolitik profitieren sollten.

Vertrieb/Service: Deutschlandweite Schulungen, segmentspezifische Veranstaltungen und Web-Konferenzen sollten weiter ausgebaut werden.

INVESCO AM Deutschland: Breite Produktpalette

Produkte: INVESCO setze auf eine breit gefächerte, abermals erweiterte Produktpalette, die für unterschiedlichste Kundenbedürfnisse konzipiert sei. Neben Multi-Asset-Strategien wie dem INVESCO Global Targeted Returns Fund und dem INVESCO Balanced-Risk Allocation Fund würden auch klassisch ausgerichtete Mischfonds wie etwa der INVESCO Pan European High Income Fund promotet. Auch die nach Faktoren quantitativ verwalteten Low-Volatility-Fonds wie der INVESCO Euro Structured Equity Fund sowie alternative Anlagen wie der INVESCO Global Markets Strategy Fund (ISIN LU1233164364 / WKN A14TSJ) stünden im Vordergrund.

Vertrieb/Service: INVESCO möchte Expertenwissen an Vertriebspartner weitergeben, sodass diese ihre Privatkunden solide über die Vorteile einer Anlage in Investmentfonds informieren könnten. Dies erfolge durch persönliche Betreuung sowie die konsequente Erweiterung der online verfügbaren Inhalte wie Webinare, Reportings und Videos.

INVESCO Powershares: Ausbau der Renten-ETFs

Produkte: Auch im Jahr 2017 möchte sich INVESCO Powershares auf die Umsetzung alternativ gewichteter Smart-Beta-ETFs konzentrieren. In diesem Bereich sehe das 2002 gegründete Unternehmen, das seit 2006 als Teil von INVESCO firmiere, zahlreiche vielversprechende Möglichkeiten, interessante Produkte zu lancieren. Zur Verbreiterung der Angebotspalette seien neue Konzepte sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite geplant. Ein weiteres Ziel sei die Nutzung der internen Investmentexpertise von INVESCO, indem ETFs mit eigenen Indexstrategien ausgestattet würden.

Vertrieb/Service: Seit dem Jahr 2015 sei INVESCO Powershares mit einer lokalen Präsenz in Deutschland vertreten. Um Kunden vor Ort den bestmöglichen Service zu bieten und sie stets auf dem Laufenden zu halten, plane INVESCO Powershares individuelle Schulungen sowie den Start einer Webinarreihe.

iShares: Die Anlagewelt durch ETFs erschließen

Produkte: iShares konstatiere eine wachsende Beliebtheit von ETFs bei Privatanlegern. 2017 plane das ETF-Haus daher, die vorhandene Palette sukzessive zu erweitern. Neben den Indices, die die Core-Serie von iShares abbilden würden, sehe das Unternehmen auch im Bereich der sogenannten Smart-Beta-ETFs, also bei faktorbasierten Anlagen, weiterhin steigendes Interesse. Bereits 2016 habe die BlackRock-Tochter beim Thema Nachhaltigkeit eine erste Produktbasis geschaffen, die 2017 weiter definiert werden solle. Thematische ETFs und alternative Anlageklassen sollten das Spektrum im neuen Jahr ergänzen.

Vertrieb/Service: In Deutschland wolle iShares seine lokale Präsenz stärken und vermehrt direkt vor Ort in den Regionen Schulungen für Berater anbieten sowie die Wissensvermittlung für Endkunden ausbauen. Zudem solle weiterhin hohes Gewicht auf den Ausbau des Beraterportals von iShares gelegt werden. (News vom 27.12.2016) (28.12.2016/fc/n/s)





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